Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

"2026 und 2027 mit bestehendem Auto": So sehen GT3-Pläne von McLaren aus

Wie der neue McLaren-Sportchef die Marke im GT-Bereich positionieren will, wie es mit einem neuen GT3-Auto und Updates aussieht und wie man Dörr entgegenkommt

"2026 und 2027 mit bestehendem Auto": So sehen die GT3-Pläne von McLaren aus

Das Dörr-Team setzt den McLaren 720S GT3 Evo seit 2024 in der DTM ein

Foto: Alexander Trienitz

Lamborghini bringt dieses Jahr den neuen Temerario, Ford und Porsche liefern Updates für ihre GT-Modelle, und Mercedes-AMG arbeitet an einem kompletten neuen GT3-Auto. Aber wie plant McLaren unter der Leitung des neuen Motorsportchefs Giorgio Sanna die GT3-Zukunft?

"Wir arbeiten bereits an der Zukunft", wird Sanna, der Lamborghinis Motorsportbereich aufgebaut hat und seit November in Woking arbeitet, von Sportscar365 zitiert. "2026 und 2027 werden wir mit dem bestehenden Auto weiterfahren."

Das bedeute nicht, "dass wir das Auto nicht verbessern werden, wenn das durch die Feinabstimmung möglich ist", sagt der Italiener, der damit die Performance und die Zuverlässigkeit des McLaren 720S GT3 Evo verbessern möchte.

Keine zweite Evo-Version für McLaren 720S GT3 geplant

Der GT3-Bolide wurde 2019 erstmals an die Kundenteams ausgeliefert. 2023 reichte McLaren Automotive, das getrennt vom Formel-1-Team operiert, ein Update für den Mittelmotor-Turboboliden nach. Durch das Evo-Paket wollte McLaren den Boliden aerodynamisch optimieren und robuster machen.

Ob die Entwicklung eines zweiten Evo-Pakets geplant sei? "Das ist nicht unsere Absicht", antwortet Sanna. Dafür verspricht er schon 2026 im Zuge einer Umstrukturierung eine bessere Unterstützung der Kundenteams in Europa, zu denen auch die DTM-Truppe Dörr Motorsport aus Frankfurt zählt.

Im Zentrum dieses Vorhabens soll ein spezielles Ersatzteil-Lager auf dem europäischen Festland sein. Bisher wurden die Teams aus Woking mit Ersatzteilen beliefert.

Wie McLaren den Motorsportbereich umstrukturiert

Generell liege der Fokus des britischen Herstellers aktuell auf dem Markenpokal McLaren Trophy, der langfristig den GT4-Bereich im McLaren-Portfolio ablösen soll. Der McLaren Artura GT4 soll laut Sanna wegen der begrenzten Ressourcen nur noch bis 2029 weiterverkauft werden, die Ersatzteilversorgung werde aber auch darüber hinaus gewährleistet, da die Boliden sonst nicht mehr einsetzbar wären.

McLaren zählt im GT3-Bereich immer noch zu den Exoten, da nur wenige Teams den 720S GT3 Evo einsetzen. Ob man auf der Suche nach neuen Teams sei? "Was neue GT3-Teams angeht, haben wir jetzt keine Priorität. Der Schwerpunkt liegt eher auf der Trophy. Dann werden wir Schritt für Schritt auch über GT3 nachdenken", kündigt Sanna an. "Ich gehe davon aus, dass wir in zwei Jahren auch im GT3-Bereich einige Schritte weiter sein werden."

Bis dahin möchte man die GT3-Bemühungen vor allem auf die WEC und die 24 Stunden von Le Mans legen, wo 2026 das Garage59-Team den Einsatz übernimmt. Das ist darauf zurückzuführen, dass Zak Browns United-Autosports-Team intensiv in den Hypercar-Einstieg von McLaren im Jahr 2027 eingebunden ist und als Einsatzteam fungiert.

Vorheriger Artikel "Natürlich reden die Jungs": So kam DTM-Senkrechtstarter Pepper zu BMW
Nächster Artikel Thiim sieht Vorteil durch Aston-Martin-Wechsel: "Ganz neue Voraussetzungen"

Aktuelle News