Alles begann in Zolder: DTM kehrt 2019 zur "Geburtsstätte" zurück

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Alles begann in Zolder: DTM kehrt 2019 zur
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12.01.2019, 09:05

Die DTM 2019 gastiert zum ersten Mal seit 2002 wieder in Zolder - Rennstrecke in Belgien war Austragungsort des ersten Rennens der deutschen Tourenwagenserie

Die DTM gastiert 2019 in Zolder und kehrt damit sprichwörtlich zurück zu ihren Wurzeln. Denn 1984 fand am 11. März das ersten Rennen der Deutschen Produktionswagen-Meisterschaft (DPM) statt, aus der einige Jahre später das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) wurde. Von 1984 bis 1994 war der Kurs in Belgien regelmäßig als Austragungsort im Rennkalender zu finden.

2002 war das bislang einzige Gastspiel der ​"neuen​" deutschen Tourenwagenserie in Zolder. Damals gewann Laurent Aiello im Abt-Audi TT sowohl das Sprint-, als auch das Hauptrennen. Am 19. Mai 2019 kommt der DTM-Zirkus wieder an den Kurs unweit der niederländischen und deutschen Grenze.

Der Ort Zolder-Terlaemen bei Hasselt ist nur rund 45 Kilometer von Maastricht und 74 Kilometer von Aachen entfernt. Beim zweiten Rennwochenende 2019 erwarten die Veranstalter deshalb Fans aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden.

Berger und Gass mit eigener Rennerfahrung in Zolder

DTM-Chef Gerhard Berger freut sich auf die Rückkehr Zolders in den DTM-Kalender. ​"Zolder ist eine der Traditionsstrecken der DTM, dort wurde schon in den 1980er Jahren gefahren. Es ist keine supermoderne Rennstrecke, aber der Veranstalter ist sehr engagiert. Ich erinnere daran, dass das erste DTM-Rennen 1984 in Zolder ausgetragen wurde. Wir kehren sozusagen an unsere Geburtsstätte zurück​", so der Österreicher. ​"Und durch die Nähe zu Deutschland und Holland hat Zolder ein interessantes Einzugsgebiet. Lassen wir uns überraschen!"

​"Es ist eine klassische, anspruchsvolle Rennstrecke, die vor allem den Fahrern gut gefallen wird​", ergänzt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. Berger und Gass waren zwar nicht beim letzten DTM-Gastspiel 2002 in Zolder, doch die beiden haben bereits eigene Rennsport-Erfahrung mit der Rennstrecke gemacht. 1991 startete der Audi-Verantwortliche im deutschen Renault-elf-Pokal und kam so auch nach Belgien.

Laurent Aiello (Abt-Audi) gewann 2002 das bis dato letzte DTM-Rennen in Zolder

Laurent Aiello (Abt-Audi) gewann 2002 das bis dato letzte DTM-Rennen in Zolder

​"Es gab 1991 im Rahmen des Renault-Markenpokals sogenannte 'Internationen-Rennen'. Vor unserem deutschen Lauf in Zolder fand ein Rennen in Monaco statt. Dafür wurde ich nominiert, nachdem ich den Saisonauftakt in Hockenheim gewonnen hatte. Das Monaco-Rennen war ein ziemliches Crash-Festival, bei dem ich bereits im Freien Training im Tunnel abgeflogen bin und mein Auto nachhaltig zerstörte. Nach notdürftiger Reparatur konnte ich noch den siebten Platz im Gesamtergebnis erreichen​", erinnert sich Gass an seine aktive Rennfahrerzeit.

Sein Fahrzeug sei nach dem Monaco-Crash ein Totalschaden, doch für einen Neuaufbau vor dem Event in Zolder habe die Zeit und das Geld gefehlt. ​"Also holte ich mir von Renault eine Sondergenehmigung, mit ramponiertem Auto fahren zu dürfen​", schildert er. ​"Mein Auto wurde von der Konkurrenz, die ja überwiegend nicht in Monaco gefahren war, kritisch beäugt. Trotzdem fuhr ich - frei von jeder Sorge um das Material - wahrscheinlich die deutlichste Pole Position meiner Karriere ein."

Auch das Rennen führte Gass zunächst an, bis ihm ein folgenschweres Missgeschick passierte: ​"Ausgang der drittletzten Kurve schaute ich in den Rückspiegel. Ich wollte prüfen, ob ich etwas Vorsprung hatte. In diesem Moment wurde ich ganz leicht nach außen getragen und das linke Vorderrad rutschte außen über den Randstein. Dabei schlug ich mir auf der Kante die Felge kaputt, was natürlich zum sofortigen Ausfall führte - schade, aber trotzdem irgendwie ein Highlight."

Auch der Ex-Formel-1-Pilot Berger absolvierte früher Rennen in Zolder. ​"Ehrlich gesagt erinnere ich mich eher an meine Formel-3-Rennen in Zolder. Aber ich habe dort auch mein einziges DTM-Rennen gefahren - 1985 in einem BMW 635 CSi von Schnitzer."

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Rennserie DTM
Urheber Julia Spacek
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