Aston-Martin-Attacke 2026 in DTM: Thiim, Werksunterstützung und Ex-SSR-Mann!
Das Aston-Martin-Team Comtoyou präsentiert sein DTM-Projekt für 2026: Wie stark sich der Hersteller engagiert, wer fährt und welchen Ex-Meister-Teamchef man holt
Beim Aston Martin von Nicolas Baert setzt Comtoyou auf eine neue Optik
Foto: Comtoyou Comtoyou
Aston Martin geht in die Offensive: Nach dem ersten Jahr mit dem Comtoyou-Team intensiviert der britische Hersteller 2026 sein Engagement in der DTM und bietet dem belgischen Rennstall, der am Mittwoch als erster sein DTM-Projekt für 2026 enthüllt hat, erstmals Werksunterstützung in der Traditionsserie. Das wirkt sich auch auf die Fahrerwahl aus.
Nach zwei durchwachsenen Jahren im Lamborghini wird Aston-Martin-Werksfahrer Nicki Thiim 2026 erstmals in der DTM im Aston Martin Vantage GT3 Evo sitzen! Er ersetzt den Belgier Gilles Magnus, der dieses Jahr nicht mehr für das Team startet. Der 36-jährige Däne wird den Frontmittelmotor-Turboboliden mit der Startnummer 007 im traditionellen "British Racing Green" als Grundfarbe pilotieren.
Sein Teamkollege bleibt der Belgier Nicolas Baert. Der 24-Jährige, der im Vorjahr auf dem Norisring überraschend stark war, ist der Sohn von Teambesitzer Jean-Michel Baert und wird in einer neuen Optik mit der Nummer 008 an den Start gehen. Das Design ist dasselbe wie bei Thiim, doch die grünen und gelben Elemente wurden bei Baerts Auto umgedreht.
Ex-Meisterteamchef Schuhbauer ersetzt DTM-Legende Nissen
Das ist aber nicht die einzige Neuerung bei der Mannschaft aus Gembloux: Denn mit Mario Schuhbauer hat sich das Team für das zweite DTM-Jahr Verstärkung geholt. Der gebürtige Sauerländer aus Madfeld bei Brilon war bis 2025 Teamchef beim Ex-DTM-Team SSR Performance, wurde 2024 gemeinsam mit Mirko Bortolotti Meister und wird nun bei Comtoyou als neuer DTM-Projektleiter agieren. Und er hat 2024 bei SSR bereits mit Thiim gearbeitet.
Da Schuhbauer auch die Rolle des Sportdirektors übernehmen wird, ersetzt der 30-Jährige die dänische Motorsportlegende Kris Nissen. Der 65-jährige Ex-Volkswagen-Motorsportleiter war 2025 bei Comtoyou Sportdirektor und arbeitet laut Informationen von Motorsport-Total.com nach Ende seines Vertrags dieses Jahr nicht mehr für Comtoyou.
Man darf nun gespannt sein, wie sich die junge Comtoyou-Mannschaft in ihrer zweiten DTM-Saison schlagen wird. 2025 leistete man mit dem Vantage GT3 Evo Pionierarbeit und hatte einen schwierigen Start, kam aber im Laufe der Saison immer besser in Schuss und holte beim Finale in Hockenheim durch Magnus sogar eine Poleposition.
Wie die Werksunterstützung durch Aston Martin aussieht
2026 möchte das Team mit der Werksunterstützung von Aston Martin Racing (AMR) im Dreijahresprogramm den nächsten Schritt machen. Wie sich der britische Hersteller ab sofort bei der Truppe, die 2024 die 24 Stunden von Spa-Francorchamps gewonnen hat, einbringen wird?
"Wir werden technisch die volle Unterstützung erhalten", sagt Teamchef Francois Verbist im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Mit Nicki hat AMR nun einen ihrer Angestellten im Team, wodurch sie das maximale Feedback für zukünftige Generationen des Autos bekommen. Das ist also eine Win-Win-Situation."

Nicki Thiim und Nicolas Baert: Mit diesem Duo geht Comtoyou in die Saison 2026
Foto: Comtoyou Racing
Neben Werksfahrer Thiim erhält das Team, das mit dem dänischen Berufskleidungsunternehmen Mascot Workwear einen neuen Sponsor präsentiert hat, dieses Jahr auch finanzielle Unterstützung von Aston Martin Racing. "Das ist ein großer Schritt nach vorne", freut sich Verbist.
Thiims Heimkehr zur Familie: "Bedeutet mir sehr viel"
Auch Thiim, der 2026 endlich nicht mehr zwischen unterschiedlichen Boliden hin- und herwechseln muss und auch in der Sprint- und der Langstreckenserie der GT-World-Challenge Europe für Comtoyou startet, freut sich über die neue Ära, nachdem er 2024 und 2025 dank Aston-Martin-Freigabe für SSR Performance und Abt im Lamborghini antreten durfte.
"Nach vielen Jahren ist es endlich so weit: Ich werde als Aston-Martin-Werksfahrer für die Comtoyou- und AMR-Familie an den Start gehen", sagt der bekennende DTM-Fan, dessen Vater Kurt Thiim 1986 im Rover Vitesse den Titel holte.
"Es ist eine extrem anspruchsvolle Meisterschaft, ich bin ein großer Fan des DTM-Rennstils, dessen Intensität mit der der Formel 1 vergleichbar ist. Die Farben von Aston Martin in der DTM zu tragen, bedeutet mir sehr viel. Wir haben in der Vergangenheit bereits große Erfolge gefeiert, und ich freue mich darauf, diesen Weg nun auch in der DTM fortzusetzen."
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