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Lucas Auers DTM-Bilanz: Youngster mit Titelchancen
Lucas Auer zieht nach der DTM-Saison 2017 eine positive Bilanz. Jüngster Fahrer im Feld und bester Mercedes-Fahrer: "Das ist ein riesen Schritt nach vorne!", freut er sich.
Julia Spacek Rebecca Friese
Bearbeitet: 22.10.2017, 06:05
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DTM 2017
Die DTM-Saison 2017 verspricht Spannung pur! Denn Audi, BMW und Mercedes starten unter einem neuen Reglement, das die Rennen noch aufregender machen soll. Hier erfahren Sie alles über die DTM 2017 mit aktuellen News, Fotos und Videos sowie Analysen und Expertenkolumnen. Außerdem informieren wir hier über Details zum DTM-Kalender 2017.












Zu Beginn der DTM-Saison und nach zwei Siegen bei den ersten beiden Events in Hockenheim und am Lausitzring zählte Lucas Auer zu den Top-Favoriten auf den Gewinn der Meisterschaft. Nach den zwei Nullnummern am Hungaroring musste der Mercedes-Pilot die Tabellenführung an den späteren DTM-Champion Rene Rast wieder abgeben. In 18 Rennen sammelte der junge Österreicher 136 Meisterschaftspunkte und belegte in der Gesamtwertung mit 43 Zählern Rückstand auf Rast den sechsten Platz. Im Vorjahr wurde Auer Zwölfter mit 68 Punkten auf dem Konto.
"Die Saison war super! Ich bin bester Mercedes-Fahrer. Das ist ein riesen Schritt nach vorne", freut sich der 23-jährige Tiroler im Gespräch mit 'Motorsport.com' über seinen Fortschritt. "Wir sind unglaublich gut in das Jahr gestartet, mussten uns dann aber ab und zu zurückkämpfen. Aber am Ende waren wir unterlegen im Vergleich zu den anderen, besonders Audi. Trotzdem habe ich einen mega Schritt nach vorne gemacht und ich kann mit einem Lächeln im Gesicht in die Zukunft blicken."
Vor der Saison hatte Auer nicht erwartet, dass der Start für ihn und seine Mercedes-Mannschaft so gut läuft. "Audi war bei den Testfahrten im Winter stark, deshalb hätte ich nicht gedacht, dass ich das erste Rennen in Hockenheim gewinne", gesteht der Neffe von DTM-Boss Gerhard Berger. Auch, dass er in seinem dritten Jahr um die Meisterschaft kämpft, kam für ihn überraschend.
"Her mit dem Vertrag!"
"Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass ich am Ende der einzige Mercedes-Fahrer mit der Chance auf den Titel bin, dann hätte ich gesagt: 'Her mit dem Vertrag!'. Das hätte ich sofort unterschrieben", scherzt Auer und erklärt: "Wenn du als Rennfahrer in der Wertung führst und am Titelgewinn schnupperst, dann hast du natürlich das große Ziel vor Augen."
Auers persönliches Saisonhighlight ist der zweite Platz im Sonntagsrennen am Norisring, das nach dem heftigen Unfall von Gary Paffett und Mike Rockenfeller unterbrochen werden musste. "Ich bin als Sechster gestartet und habe um den Sieg gekämpft", erinnert er sich. "Am Ende ist es noch eng geworden und hinter mir sind sie zu dritt nebeneinander über die Ziellinie gefahren. Das war für mich das Rennen des Jahres."
In einem der knappsten Zielleinläufe der DTM-Historie überquerte Auer vor seinem Teamkollegen Edoardo Mortara als Zweiter die Ziellinie. Mattias Ekström und Marco Wittmann kämpften mit Mortara in einem packenden Fotofinish um den letzten Podestplatz - mit dem besseren Ende für den Mercedes-Neuzugang.
Bleibt Auer in der DTM?
Am Nürburgring fuhr Auer seinen dritten Saisonsieg ein und sorgte beim Vierfacherfolg von Mercedes für eine weitere Sternstunde. Doch schon am nächsten Tag war die Freude der Enttäuschung gewichen und mit dem 13. Rang im Sonntagsrennen der Traum vom Titelgewinn in weite Ferne gerückt.
Der Tiefpunkt der Saison war ausgerechnet bei Auers Heimspiel am Red-Bull-Ring. Platz acht am Samstag und ein Ausfall nach dem Umdreher von BMW-Pilot Bruno Spengler, mehr war für den Österreicher vor heimischem Publikum nicht drin. "Das schlechteste Rennen, auf das ich nicht gerne zurückschaue, ist das Wochenende in Spielberg. Da ist viel schiefgegangen. Dass es vor heimischer Kulisse war, hat es noch härter gemacht", denkt er nicht gerne an sein Heimrennen zurück.
Obwohl es am Ende doch nicht mit dem Gewinn des DTM-Titel geklappt hat, ist der Mercedes-Fahrer mit dem Verlauf seiner Saison zufrieden. "Ich habe einen riesen Sprung gemacht und bin immer noch der Jüngste im Feld", grinst er. Ob er im nächsten Jahr wieder in der DTM starten wird oder ob es ihn nach seinem Formel-1-Test mit Force India im August in die Königsklasse zieht, wollte er noch nicht verraten.
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