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Ausnahmeregelung für McLaren-Team: So liefen die DTM-Tests in Oschersleben

Eine überraschende Bestzeit, ein DTM-Neuling, der mehr testen durfte, und ein AMG-Team, das ein erneutes Debakel verhindern will: So liefen die letzten Vorbereitungen

Ausnahmeregelung für McLaren-Team: So liefen die DTM-Tests in Oschersleben

Vier Tage lang bereiteten sich die DTM-Piloten vergangene Woche von Montag bis Donnerstag in Oschersleben mit den ersten ihrer fünf erlaubten Testtage auf den Saisonauftakt vor, der dieses Wochenende auf dem winkeligen Kurs steigt. Und die schnellste Zeit fuhr mit Thierry Vermeulen, der von Max Verstappen gecoacht wird, ein Überraschungsmann.

Der niederländische Emil-Frey-Ferrari-Pilot stellte schon am Montag in 1:22.163 die Bestzeit der Testwoche auf - und war damit um zwei Tausendstel schneller als HRT-Mercedes-Pilot Arjun Maini am Donnerstag. Dritter war SSR-Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti, der mit seiner Zeit vom Dienstag um 19 Tausendstel langsamer war (Bestzeiten aller Fahrer am Ende des Artikels).

Nur am Mittwoch regnete es am Nachmittag immer wieder, weshalb die Teams Schwierigkeiten hatten, Qualifying-Simulationen zu machen. Das rasche Anwärmen der unbeheizten Reifen für die Zeitenjagd steht in der DTM nach wie vor im Vordergrund und im Fokus der Tests.

Nur ein Pilot hat noch alle fünf Testtage zur Verfügung

 

Vermeulens Bestzeit war um rund acht Zehntel langsamer als Thomas Preinings Pole-Runde aus dem Vorjahr (1:21.347). Das hat auch mit den niedrigen Temperaturen um die zehn Grad vergangene Woche zu tun, wodurch die Reifen schwieriger auf Temperatur zu kriegen waren.

Interessant war, auf welche Herangehensweise die Teams und Piloten mit ihrem Kontingent von fünf Testtagen pro Fahrer bis zum Saisonfinale setzen: Alle Fahrer bis auf Emil-Frey-Ferrari-Pilot Jack Aitken investierten vor dem Auftakt mindestens einen limitierten Testtag.

Der Brite weilte vergangene Woche wegen seines IMSA-Einsatzes im Cadillac-Prototypen bereits in den USA, während sein Team auch mit anderen Piloten intensiv in Oschersleben testete.

Wieso das McLaren-Team Dörr mehr testen durfte

Das neue McLaren-Team Dörr Motorsport erhielt bei Pilot Clemens Schmid vom ADAC eine Sondergenehmigung, wodurch trotz zwei absolvierten Testtagen nur einer verfällt. Grund dafür? Am Mittwoch gab es bei Schmids McLaren ein technisches Problem bei einem Kabelbaum, den man vom ADAC für den neuen Datalogger erhalten hatte, wodurch der Bolide am Vormittag nur 21 Runden fuhr.

"Wir haben relativ viel Tracktime verloren und sind mit unserem Testprogramm nicht fertiggeworden", erklärt Teammanager Robin Dörr im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Also haben wir davon Gebrauch gemacht, dass man als neuer Hersteller zusätzliche Testtage beantragen kann."

Neues DTM-Reglement ermöglicht zusätzlichen Testtag

Dabei berief man sich auf Artikel 4g der neuen Testbeschränkung im DTM-Reglement, in dem eine Genehmigung in Aussicht gestellt wird, wenn es sich um "zusätzliche Limitierte DTM-Tests für einen neuen Fahrzeughersteller", handelt, "der in die DTM einsteigen will". Das trifft bei McLaren zu.

Eine genaue Anzahl an möglichen zusätzlichen Tagen ist allerdings im Reglement nicht festgelegt. Das DTM-Sporting-Board, das aus DTM-Serienmanager Michael Rebhan, dem DMSB-Delegierten Michael Kramp und dem technischen Koordinator Robert Maas besteht, entscheidet je nach Situation. Schmid fuhr an den beiden Tagen insgesamt 153 Runden, litt aber am Donnerstag bereits unter Schmerzen und musste sich am Freitag einer Blinddarm-Operation unterziehen.

Warum HRT-Routinier Stolz nur noch drei Testtage hat

Zwei Fahrer haben sich übrigens bewusst entschieden, vor dem Auftakt gleich zwei von fünf Testtagen zu investieren: Maximilian Paul, der dieses Jahr mit seinem Paul-Motorsport-Team mit dem Lamborghini in die DTM einsteigt, und HRT-Mercedes-Pilot Luca Stolz.

Paul und seiner Dresdner Truppe fehlt es noch an Erfahrung, aber warum fuhr Routinier Stolz am Mittwoch und am Donnerstag? Das hat damit zu tun, dass der Saisonstart des Mercedes-AMG-Werksfahrers im Vorjahr in Oschersleben komplett in die Hose ging - auch weil die Tests nicht reibungslos liefen. Dieses Jahr wollte man vorbauen und Stolz eine bessere Vorbereitung ermöglichen.

Luca Stolz

Luca Stolz will dieses Jahr in Oschersleben nichts dem Zufall überlassen

Foto: Markus Toppmöller

"Ob sich das ausgezahlt hat, kann ich erst nach dem übernächsten Wochenende beantworten", zuckte Ulrich Fritz auf Nachfrage von Motorsport-Total.com vergangene Woche mit den Schultern. Er spricht aber von "zwei produktiven Testtagen, in denen wir viele Testpunkte abarbeiten und viel lernen konnten", auch wenn der Mittwoch wegen wechselnden Wetterverhältnisse nicht ganz optimal gewesen sei. "Alles in allem" sei man gut vorbereitet.

Bestzeiten der Oschersleben-Testwoche (15. - 18. April)

1. Thierry Vermeulen (Emil Frey Racing) 1:22.163 (Mo)

2. Arjun Maini (HRT-Mercedes) 1:22.165 (Do)

3. Mirko Bortolotti (SSR-Lamborghini) 1:22.182 (Di)

4. Thomas Preining (Manthey-EMA-Porsche) 1:22.247 (Di)

5. Nicki Thiim (SSR-Lamborghini) 1:22.288 (Di)

6. Maro Engel (Winward-Mercedes) 1:22.292 (Di)

7. Luca Stolz (HRT-Mercedes) 1:22.365 (Do)

8. Ayhancan Güven (Manthey-EMA-Porsche) 1:22.387 (Di)

9. Sheldon van der Linde (Schubert-BMW) 1:22.403 (Di)

10. Ricardo Feller (Abt-Audi) 1:22.469 (Mo)

11. Lucas Auer (Winward-Mercedes) 1:22.468 (Di)

12. Kelvin van der Linde (Abt-Audi) 1:22.472 (Di)

13. Luca Engstler (Grasser-Lamborghini) 1:22.527 (Di)

14. Christian Engelhart (Grasser-Lamborghini) 1:22.630 (Mi)

15. Rene Rast (Schubert-BMW) 1:22.633 (Di)

16. Maximilian Paul (Paul-Lamborghini) 1:22.916 (Do)

17. Marco Wittmann (Schubert-BMW) 1:22.949 (Di)

18. Clemens Schmid (Dörr-McLaren) 1:23.022 (Mi)

19. Ben Dörr (Dörr-McLaren) 1:23.277 (Do)

Mit Bildmaterial von Markus Toppmöller.

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