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Beinahe auf dem Podest: Darum war der McLaren in Zandvoort so stark

Warum die McLaren-Daten dem Team in Zandvoort halfen, wieso der Dünenkurs dem 720S GT3 Evo liegt und was den ersten Podestplatz für Clemens Schmid verhinderte

Beinahe auf dem Podest: Darum war der McLaren in Zandvoort so stark

Ein zwölfter Platz in Oschersleben war bis zum Zandvoort-Wochenende das McLaren-Highlight in der DTM, doch auf dem Dünenkurs präsentierten sich die Neueinsteiger von Dörr Motorsport plötzlich bärenstark: Nach Platz zwei im Qualifying wurde Clemens Schmid Vierter im Samstagsrennen (hier geht's zum Rennbericht). Und wäre wohl auf dem Podest gelandet, hätte der Stopp perfekt geklappt.

Aber wieso lief es in Zandvoort viel besser als bisher? "Oschersleben und der Lausitzring waren für den McLaren komplettes Neuland", erklärt Schmid im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Hier hatten wir durch den Support von McLaren einen Grundstock an Daten - und wussten: Das kann funktionieren und das nicht."

Denn der 720S GT3 lief in Zandvoort bereits in der GT-World-Challenge Europe, wodurch der Hersteller besser aufgestellt war. Die Dörr-Truppe musste beim Set-up also nicht bei Null anfangen und arbeitete am Freitag nur noch an der Feinabstimmung.

Warum der McLaren kein Fan hoher Kerbs ist

Dazu kommt, dass der Kurs in Zandvoort dem Mittelmotor-Turboboliden liegt. Woran das liegt? "Wir können das Auto relativ tief fahren, was das Auto braucht", erklärt Schmid, dass man auf die minimal erlaubte Fahrzeughöhe setzte. Das habe mit der Streckencharakteristik zu tun: "Es gibt hier weniger Kerbs, die man überfahren muss."

Nachdem sich Schmid am Freitagabend im vorgezogenen Sonntags-Qualifying noch über die Blockade von Thomas Preining ärgerte, gelang ihm im Samstags-Qualifying die zweitbeste Zeit hinter Jack Aitken, auch wenn er es zunächst selbst nicht glauben konnte. "Als mir der Ingenieur durchgesagt hat, dass ich mit vier Zehntel Rückstand auf Platz zwei bin, dachte ich mir: Ich hab mich verhört!", erzählt er. "Hat er Platz 20 gemeint?"

Verpatzter Boxenstopp verhindert Podestplatz

Beim Start aus der ersten Reihe konnte sich Schmid mit Mühe und Not vor HRT-Mercedes-Pilot Arjun Maini halten. "Im zweiten Gang war die die Drehzahl ein bisschen zu tief", erklärt er. "Ich habe erwartet, dass Jack das Tempo vorher anzieht, aber das war schlau gemacht von ihm. Dann hatten wir aber gottseidank genug Bums vom Turbo."

Doch dann verlor Schmid beim Stopp, der insgesamt elf Sekunden dauerte, wertvolle Zeit, "weil sich die Nuss hinten links etwas verklemmt hat", wodurch zuerst Rene Rast und dann Maini der Overcut gelang. Die Stopps sind aktuell noch die Achillesferse des neuen Teams.

BMW als Ursache für langes Bremspedal?

Ob Schmid noch eine Schlussattacke auf das Podest plante? "Der BMW hat die Auspuffanlage auf der rechten Seite. Und in den zweieinhalb Runden hinter Rene sind dadurch die Bremsentemperaturen so gestiegen, dass das Bremspedal irgendwann zu lang war", erklärt Schmid, was dagegen sprach.

Dazu kommt, dass der flache McLaren ohnehin schon eine begrenzte Luftzufuhr zur Bremse hat. "Ich wollte uns nicht beide mit einem Harakirimanöver rauskegeln", so Schmid, der im Vorjahr am Lausitzring und 2022 in Hockenheim in aussichtsreichen Positionen aus dem Rennen gerissen wurde. "Daher wollte ich den vierten Platz heimbringen."

Clemens Schmid

Die flachen Kerbs in Zandvoort liegen dem McLaren 720S GT3 Evo

Foto: Alexander Trienitz

Entsprechend groß war die Freude bei der Truppe, die sich erst spät formieren konnte, nachdem sich die Pläne mit Project 1 nicht verwirklichen ließen.

Auch wenn die Balance-of-Performance-Einstufung des McLaren in Zandvoort sicher nicht ungünstig war, sieht Schmid beim Team große Fortschritte, zumal auch Rookie Ben Dörr im Samstags-Qualifying starker Zwölfter wurde und im Rennen die schnellste Runde fuhr. "Ich glaube, in Oschersleben wären wir mit dem Wissensstand von heute auch auf diesem Niveau gewesen", sagt er.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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