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Belohnung für DTM-Trophy-Juniorentitel: Ben Green durfte DTM-Audi testen

Als Belohnung für seinen DTM-Trophy-Erfolg durfte der Brite Ben Green einen GT3-Audi testen: Was sein Pech war, wie er GT3 und GT4 vergleicht und wie es weitergeht

Belohnung für DTM-Trophy-Juniorentitel: Ben Green durfte DTM-Audi testen

Schöne Belohnung für den 23-jährigen Briten Ben Green: Der Sieger der DTM-Trophy-Juniorenwertung der Saison 2020 durfte am Dienstag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya den Audi R8 LMS GT3 testen. Als Einsatzteam fungierte die belgische WRT-Truppe von Teamchef Vincent Vosse, die 2021 nicht mehr in der DTM vertreten sein wird.

Da der Youngster bereits 2019 in der britischen GT-Meisterschaft einen BMW M6 GT3 steuerte, war die GT3-Erfahrung für ihn kein komplettes Neuland.

Dennoch fuhr Green, der von "drei Premieren" spricht, "zum ersten Mal mit einem Audi, zum ersten Mal in einem Auto mit Mittelmotor und auch zum ersten Mal auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Es war eine tolle, spannende Chance, und ich habe sie sehr genossen!"

Green vergleicht GT3 und GT4

Am Vormittag fuhr er 20 Runden, am Nachmittag waren es an die 30 Umläufe. "Insgesamt also fast zwei Stunden, das war sehr gut!", zieht Green, der 2020 in der DTM-Nachwuchsserie im BMW M4 GT4 in Spa-Francorchamps seinen einzigen Sieg verzeichnete und am Ende Dritter in der Meisterschaft wurde, Bilanz.

Greens Pech: Er wäre diese Woche nicht im GT3-Boliden, sondern im ausgereizten Class-1-Auto gesessen, hätte Audi mit dem DTM-Ausstieg nicht das Ende der Serie als Herstellerplattform eingeleitet. Und während die GT3-Autos Sportwägen auf Serienbasis sind, handelt es sich bei den Class-1-Autos um Prototypen mit einer an ein Serienauto erinnernden Silhouette.

 

Ben Green

Ben Green im Gespräch mit einem Ingenieur: Ein GT3-Auto fährt sich anders

Foto: ITR

Aber wo macht Green, der übrigens nicht mit dem langjährigen Audi-Piloten Jamie Green verwandt ist, die größten Unterschiede zwischen den GT4-Autos der DTM-Trophy und den GT3-Boliden der DTM aus? "Ich würde sagen, der größte Unterschied ist die Aerodynamik", antwortet Green. "Die Fahrzeuge in der DTM-Trophy sind auf einem recht hohen Niveau, haben aber nicht so viele aerodynamische Anbauteile."

 

Green nach Juniorentitel: Noch ein Jahr DTM-Trophy?

Die GT3-Autos haben hingegen "einen viel niedrigeren Schwerpunkt, eine wesentlich geringere Wagenhöhe und natürlich den Heckflügel sowie den Splitter am Bug. Man spürt förmlich diesen Effekt, das ist super, eine ganz tolle Sache."

Wäre also der Aufstieg von der DTM-Trophy in die große DTM nun der logische Schritt? "Ja, auf jeden Fall", antwortet er. "Wenn man die Perspektive hat, in der Zukunft möglicherweise in die DTM aufzusteigen, dann macht das die Teilnahme an der DTM-Trophy noch reizvoller."

Tatsächlich wäre es Greens "Traum", 2021 GT3 zu fahren, "aber wenn mir das nicht gelingt, dann ist die Rückkehr in die DTM-Trophy für mich die beste Option", ist auch ein Verbleib für den FK-Performance-Piloten absolut Thema.

Theoretisch könnte er dann den GT3-Test erneut gewinnen: Denn 2021 wird die Juniorenwertung, für die man als Pilot maximal 22 Jahre alt sein durfte, abgeschafft. Ab dieser Saison winkt dem Champion nicht nur eine Testfahrt, sondern auch ein Preisgeld in Höhe von 75.000 Euro. Der Vizemeister erhält 50.000 Euro, für Platz drei gibt es 25.000 Euro.

Mit Bildmaterial von ITR.

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Tags DTM-Trophy
Urheber Sven Haidinger