Berger glaubt: DTM-Fahrer werden "Ritt auf Kanonenkugel erleben"

geteilte inhalte
kommentare
Berger glaubt: DTM-Fahrer werden
Autor: Julia Spacek
28.06.2018, 09:54

Durch das Class-One-Reglement erwartet DTM-Chef Gerhard Berger mehr Action: "Weniger Downforce, mehr PS - die Zutaten, die guten Rennsport ausmachen."

Im Rahmen der DTM am Norisring wurde das langerwartete Class-One-Reglement vorgestellt. Gerhard Berger, Vorstandsvorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR, erwartet, dass es durch die neuen DTM-Autos ab 2019 mehr Action und Spannung geben wird. "Das neue Reglement wird dafür sorgen, dass die Fahrzeuge sehr ähnlich bleiben werden, abgesehen von leichten aerodynamischen Modifikationen vor allem am Unterboden. Der Motor wird ein Vierzylinder-Turbomotor mit mehr als 600 PS - und damit um 100 mehr als jetzt", sagt der DTM-Chef.

"Das führt dazu, dass die Fahrer den berühmten Ritt auf der Kanonenkugel erleben werden. Und genau so etwas will der Fan sehen. Weniger Downforce, mehr PS - das sind die Zutaten, die guten Rennsport ausmachen", ergänzt er.

Der Ex-Formel-1-Fahrer legt Wert darauf, die drei Säulen des neuen Reglements hervorzuheben. "Die drei zentralen Punkte der DTM sind klar definiert: Wir wollen die höchst mögliche Sicherheit. Wir stehen für enge Rennen - am Norisring lagen alle Autos innerhalb von nur sieben Zehntelsekunden pro Runde. Und der dritte Punkt ist, dass wir leistbar sein wollen. Wir können mit den neuen Regeln die Kosten weiter nach unten schrauben", so Berger.

Schon in der kommenden Saison 2019 sollen zwei gemeinsame Rennen der DTM und Super-GT ausgetragen werden. Das Rennen in Japan wird voraussichtlich in Fuji stattfinden, wo die Autos auf der langen Geraden Top-Geschwindigkeiten bis zu 300 Kilometer pro Stunde erreichen können. Der Austragungsort für das europäische Rennen steht noch nicht fest. Doch laut Berger wird es vermutlich gegen Ende der Saison stattfinden.

Das Rennwochenende am Norisring lockte traditionell viele Motorsportfans auf die Tribünen, und sie bekamen Motorsportaction vom Feinsten geboten. "Die Rennen, speziell das am Sonntag, waren superspannend. Es zieht sich schon wie ein roter Faden durch die Saison: Das Produkt passt, die Rennen haben viel zu bieten. Viele Fans schwärmen von der Action, die auch durch einige Regel-Änderungen der vergangenen Jahre bedingt ist", erklärt Berger.

"Ich glaube, dass wir auf der Strecke selbst fast den spannenderen Sport als die Formel 1 bieten. Trotzdem ist die Formel 1 eben das, was sie ist: die Formel 1. Die DTM aber ist für mich nach ihr und nach der MotoGP das Beste, was der Motorsport in Europa zu bieten hat. Sie steht für spektakulären Sport - und das auch in Zukunft, wenn wir unser nun fixiertes Class-One-Reglement mit der japanischen Super-GT-Serie umsetzen werden, was in der DTM schon 2019 der Fall sein wird."

Nächster DTM Artikel
BMW-Pilot Timo Glock erklärt: Warum ihm der Norisring nicht liegt

Previous article

BMW-Pilot Timo Glock erklärt: Warum ihm der Norisring nicht liegt

Next article

Mercedes klärt auf: Deshalb ließ Auer di Resta in Budapest vorbei

Mercedes klärt auf: Deshalb ließ Auer di Resta in Budapest vorbei

Artikel-Info

Rennserie DTM
Urheber Julia Spacek
Artikelsorte News