Bessere TV-Quoten durch DTM-Startzeiten vor der Formel 1?

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Bessere TV-Quoten durch DTM-Startzeiten vor der Formel 1?
Autor: Julia Spacek
15.03.2018, 09:51

Terminüberschneidungen und Startzeiten vor der Formel 1 könnten für höhere Einschaltquoten der DTM sorgen und die Rennserie in Zukunft attraktiver machen

Marco Wittmann, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Robin Frijns
Lucas Auer, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
René Rast, Audi RS 5 DTM
Gary Paffett, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Robin Frijns
Jamie Green, Audi RS 5 DTM
Jamie Green
Marco Wittmann, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Marco Wittmann, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Marco Wittmann, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Gary Paffett, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM

Neben den ersten Nachtrennen der Geschichte gibt es 2018 ein weiteres Novum in der DTM. Durch die frühere Startzeit der DTM-Rennen um 13:30 Uhr beginnt das Sonntagsrennen am Norisring (24. Juni) noch vor dem Großen Preis von Frankreich in Le Castellet (Start: 15:10 Uhr). Bisher wurden Überschneidungen mit einem Formel-1-Rennen möglichst vermieden. Aber 2018 finden die DTM-Rennwochenenden am Norisring und in Misano (26. August) am gleichen Termin statt wie die Formel-1-Rennen in Le Castellet und in Spa.

Die DTM-Macher könnten mit den vorgezogenen Startzeiten einen geschickten Schachzug vollzogen haben. Laut einem von 'Motorsport.com' befragten TV-Experten wäre die Einschaltquote höher, wenn die DTM vor und nicht nach der Formel 1 fährt. Glaubt man dieser These, dann sitzen die echten Rennfans am "Super-Motorsport-Sonntag" vor dem Fernseher und sehen zuerst, wie Rast, Wehrlein, Wittmann und Co. um den Sieg kämpfen, bevor sie dann zur Königsklasse umschalten. Schon in der Vergangenheit wurde dieser Wunsch oftmals geäußert - bisher aber vergeblich. Das soll sich nach Informationen von 'Motorsport.com' zukünftig ändern. Ein Versuch wäre es allemal wert!

Rennende und Rennstart der beiden Top-Serien würden dann bei den Europa-Grand-Prix (zurzeit neun) nur 40 Minuten auseinanderliegen. Und die Fans werden eher echte Action auf der Strecke verfolgen wollen, statt die Vorberichterstattung eines Grand Prix. Durch die mögliche zukünftig beabsichtigte Terminierung der DTM-Rennen mit denen der Formel 1 könnten die DTM-Verantwortlichen rund um Gerhard Berger sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Höhere TV-Quoten für den neuen Fernsehpartners SAT.1 zu erzielen und gleichzeitig einem weiteren Problem entgehen, nämlich der oftmals nicht einfachen Gestaltung des Terminkalenders.

Zwei Fliegen mit einer Klappe...

Bei 21 Formel-1-Rennen pro Saison ist es für die Organisatoren der verschiedenen Rennserien schwierig, eine Lücke für "ihre" Events zu finden, um einer Terminkollision mit der Königsklasse zu entgehen.

Bei den Nachtrennen in Misano (Start: 22:20 Uhr), die am gleichen Wochenende stattfinden wie der Große Preis von Belgien, wird die spektakuläre Atmosphäre an der italienischen Adriaküste zusätzlich für atemberaubende Bilder sorgen und wohl viele Zuschauer auf die Tribünen und vor die Fernsehgeräte locken.

Die vorgezogenen Startzeiten haben zudem einen weiteren Vorteil im Hinblick auf die Vermarktung der deutschen Tourenwagenserie. Die Berichte über die DTM könnten in den Montagsausgaben der Tageszeitungen mehr Platz erhalten. Das ist bei späteren Startzeiten wegen des Andrucks in den Redaktionen fast ausgeschlossen. Dieses Problem hat jetzt die Formel 1, vor allem bei den erst um 15:10 Uhr beginnenden Europa-Rennen, die bei planmäßigem Verlauf erst kurz vor 17:00 Uhr enden.

ITR-Chef Gerhard Berger arbeitet hinter den Kulissen mit Hochdruck daran, neue Hersteller in die DTM zu locken und die Rennserie langfristig auf sichere Beine zu stellen. Mit der Idee, die Rennen regelmäßig vor der Formel 1 zu starten, könnte er einen weiteren Schritt in Richtung erfolgreiche und attraktive Zukunft der DTM machen.

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Rennserie DTM
Urheber Julia Spacek
Artikelsorte News