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BMW M4 GT3 vor Rennpremiere: So liefen die Testfahrten in Spanien

BMW kündigt Test-Renneinsätze mit dem M4 GT3 an: Wie die Tests in Südspanien liefen, was verbessert wurde und wieso die Münchner keine Mühen scheuen

BMW M4 GT3 vor Rennpremiere: So liefen die Testfahrten in Spanien

Nach dem schwierigen Teststart, der von Felgenproblemen und einem übergewichtigen Auto gezeichnet war, kommt BMW bei der Entwicklung des neuen M4 GT3 jetzt immer besser in Schuss und sammelt kräftig Kilometer.

Laut Angaben der Münchner absolvierte man seit der Testpremiere am 18. Juli 2020 in Dingolfing mit dem Boliden, der 2022 an die Kunden ausgeliefert werden soll und den M6 GT3 ersetzt, über 12.000 Kilometer und mehr als 60 Stunden Streckenzeit.

Damit sei die "heiße Phase vor den ersten Renneinsätzen eingeläutet", verkündet BMW. Denn nun hat man vor, das Auto nach weiteren Tests im April und Mai erstmals unter Rennbedingungen auszuprobieren.

Test-Renneinsätze in der DTM geplant

Geplant sind unter anderem Einsätze in der DTM - allerdings vorerst außerhalb der Wertung, da das Auto erst im September von der FIA homologiert werden soll. Diese Test-Renneinsätze werden vom bisherigen DTM-Werksteam RMG durchgeführt, das den Auftrag als Entwicklungsteam für den M4 GT3 zum Jahreswechsel von Schnitzer übernommen hatte.

Doch wie liefen die ersten zwei Testwochen des neuen Jahres? Mitte Februar erfolgte der Auftakt in Monteblanco in Spanien, als DTM-Champion Marco Wittmann seine Premiere im M4 GT3 gab. Einen Monat später war man erneut in Spanien, allerdings diesmal in Almeria. Am Steuer saßen die beiden Deutschen Martin Tomczyk und Jens Klingmann sowie der Brite Nick Yelloly, nachdem Augusto Farfus, Bruno Spengler, Sheldon van der Linde und Jesse Krohn das Auto bereits getestet hatten.

Das sagen die Fahrer zum M4 GT3

"Es hat mit wenigen Ausnahmen alles super funktioniert", bilanziert Tomczyk, der das Auto davor nur einmal auf nasser Strecke gefahren war, den Test. Sein Eindruck sei "sehr positiv". Auch Klingmann gibt zu, dass es "immer noch Dinge auszusortieren" gibt, "aber die Fragezeichen werden immer weniger, die Ausrufezeichen dafür mehr".

Das Auto sei "sehr einfach und konstant zu fahren, was sich natürlich auch positiv auf den Reifenverschleiß auswirkt". Zudem habe man bei der Weiterentwicklung vieler Systeme "Fortschritte gemacht". Und GT3-Spezialist Yelloly fielen vor allem die Unterschiede zum Vorgänger M6 auf.

"Als jemand, der in den vergangenen Jahren sehr viele Rennen im BMW M6 GT3 gefahren ist, habe ich sofort gemerkt, was für ein großer Schritt nach vorn der BMW M4 GT3 sein wird", sagt er. Das Auto sei "auf allen Reifenfabrikaten, die wir ausprobiert haben, sehr gut unterwegs gewesen. Das stimmt mich mit Blick auf zukünftige Renneinsätze sehr zuversichtlich."

BMW ortet Verbesserung im Vergleich zu M6 GT3

Worum es beim Test in Almeria ging? Neben den Versuchen mit verschiedene Reifenfabrikaten konzentrierte man sich auf Dauerläufe und Rennsimulationen. Zudem standen Tests auf Performance sowie auf Konstanz, aber auch Boxenstopp-Trainings und Systemchecks auf dem Programm.

Laut BMW erwies sich der M4 GT3 in Hinblick auf Laufzeitkosten und Wartungsaufwand sowie bei der Fahrbarkeit im Trockenen und bei Regen im Vergleich zum M6 GT3 als deutlich verbessert. Zudem habe man den Einsatz des Boliden vereinfacht.

"Erstmals ist es möglich, die meisten elektronischen Einstellungen am Fahrzeug vorzunehmen, ohne es an einen Laptop anschließen zu müssen. Kurzfristige Anpassungen von Steuergeräten oder Sensoren sind über das Multifunktionslenkrad und dadurch wesentlich schneller und einfacher möglich", heißt es von Seiten der Münchner.

Warum BMW enormen Aufwand betreibt

BMW geht mit dem neuen M4 im Vergleich zu anderen Herstellern den aufwändigeren Weg. Denn während die meisten Marken seit Jahren ein GT3-Auto weiterentwickeln, bringen die Münchner jedes Mal einen neuen Fahrzeugtyp.

2010 stellte man den kompakten Z4 GT3 vor, der 2016 vom bulligen M6 GT3 abgelöst wurde. Und 2022 schickt man mit dem M4 GT3 wieder ein völlig neues Auto ins Rennen. Da darf es nicht verwundern, wenn es im Vergleich zu anderen Herstellern bei den Tests zu größeren Baustellen kommt.

Der Druck ist dennoch groß, denn nach dem Ladenhüter M6 soll der Nachfolger nun deutlich mehr Zuspruch erhalten. Entsprechend wichtig sind die Testrennen, die man nutzen möchte, um für den M4 GT3 bei potenziellen Kunden die Werbetrommel zu rühren.

Mit Bildmaterial von BMW.

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Urheber Sven Haidinger