BMW-Star Marco Wittmann: Umstellung auf GT3 groß, ohne Kollege fehlen Daten

Marco Wittmann ist in der DTM-Saison 2021 der einzige Walkenhorst-BMW-Fahrer: Welche Nachteile das bei der schwierigen Umstellung auf GT3 mit sich bringt

BMW-Star Marco Wittmann: Umstellung auf GT3 groß, ohne Kollege fehlen Daten

BMW-Star Marco Wittmann ist neben seinen Mercedes-AMG-Kollegen Gary Paffett, Daniel Juncadella und Arjun Maini als Einzelkämpfer in der DTM-Saison 2021 unterwegs. Der Walkenhorst-Pilot ist der einzige Fahrer seiner Mannschaft, sieht das aber nicht unbedingt als Nachteil.

"Tatsächlich ist es so, dass ich ein einsamer Fahrer bin. Deswegen ist auch ein Daten-Austausch nicht vorhanden, was Vor- und Nachteile haben kann. Einerseits ist das ein Vorteil, weil du dich als Team, als Ingenieurscrew, als Fahrer lediglich auf das eine Fahrzeug konzentrieren kannst", zählt Wittmann im Gespräch mit 'ran' einen Vorteil des Ein-Mann-Teams auf.

Die Schattenseite des Ganzen: "Dir fehlen natürlich die Daten, das heißt, wenn du da mal hinten dran bist oder ein Problem hast im Freien Training, musst du es selbst lösen. Du kannst nicht zurückgreifen auf die Daten der anderen BMW-Fahrzeuge oder in diesem Fall auf die Rowe-Daten."

Marco Wittmann muss ohne BMW-Daten zum Autodidakt werden

Dabei wäre ein Datenfluss, wie er übrigens im Lager von Mercedes-AMG vorhanden ist, durchaus im Sinne von Wittmann und seinen BMW-Markenkollegen Timo Glock und Sheldon van der Linde. Die DTM verfolgt schließlich im GT3-Bereich ein neues Konzept, setzt auf Sprintrennen mit nur einem Fahrer pro Auto und auf eine Balance-of-Performance, die die Fahrzeuge möglichst an ihre Leistungsgrenzen bringt.

Marco Wittmann in seinem BMW M6 GT3 bei den DTM-Testfahrten auf dem Lausitzring

Marco Wittmann ist bei Walkenhorst Motorsport auf sich alleine gestellt

Foto: Motorsport Images

Das ist auch für Wittmann Neuland. Zwar verfügt er über einiges an Erfahrung auf der Langstrecke, was etwa der zweite Platz bei den diesjährigen 24h Nürburgring belegt. Aber eine GT3-Serie im reinen Sprintformat kennt auch er nicht. Da war auch die wenige Zeit zum Testen nicht hilfreich.

"Die Herangehensweise ändert sich definitiv. Das war auch für mich eine Art Lernkurve, um mich an das Auto zu gewöhnen. Und das muss so schnell wie möglich geschehen, denn wir haben diese vier Testtage in Hockenheim und Lausitzring und das wars", weiß Wittmann.

DTM-Wechsel von Class-1 auf GT3: Große Umstellung

Gerade der Wechsel von Class-1 auf GT3 gestaltet sich für den zweifachen DTM-Champion und Kollegen wie Audi-Pilot Mike Rockenfeller schwierig. "Es ist definitiv eine große Umstellung, wenn man von den Class-1-Autos kommt, die meiner Meinung nach, und ich denke, diese Meinung teilen viele Fahrer, eines der besten Rennautos waren", so der BMW-Pilot.

Doch die teuren Prototypen sind Vergangenheit in der DTM, die Gegenwart lautet GT3. Dort haben GT3-Gelegenheitsfahrer wie Wittmann einen Nachteil gegenüber Spezialisten wie Kelvin van der Linde. Wittmann versucht sich dennoch als Einzelkämpfer und bleibt optimistisch. Einen Lichtblick gab es beim Monza-Auftakt auch schon mit Rang fünf im Sonntags-Rennen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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