"Böser Treffer": Wie Ben Dörr den Kontakt mit Bastian Buus bewertet
DTM-Rookie Bastian Buus (Land-Porsche) hat für die Kollision mit Ben Dörr nach dem Rennen eine Strafe bekommen - Der McLaren-Pilot spricht von einem "bösen Treffer"
Ben Dörr ist mit seinem McLaren rückwärts eingeschlagen
Foto: ADAC Motorsport
McLaren-Pilot Ben Dörr ist der Pechvogel des DTM-Auftaktrennens (kompletter Rennbericht) auf dem Red-Bull-Ring: Der 21-Jährige landete im Qualifying auf dem zweiten Platz und mischte auch nach dem Start des Rennens an der Spitze mit, als er zu Beginn der zweiten Runde rückwärts in die Leitplanke krachte.
"Das war schon ein guter Treffer hinten links", berichtet Dörr im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Also als Fahrer war es nicht so schlimm, aber das Auto hat schon ein bisschen Schaden mitgenommen." Der offensichtliche Grund für den Unfall war eine Berührung mit Land-Porsche-Pilot Bastian Buus.
"Am Ausgang [der ersten Kurve] gab es einen bösen Treffer auf die Hinterachse", sagt der McLaren-Junior. "Also irgendwie frontal von hinten, über den Randstein, wo das Auto sowieso schon unruhig ist. Und dann kam noch der starke Treffer dazu. Dann war ich nur noch Beifahrer und habe mich in die Wand gedreht."
Auf den TV-Bildern sah es so aus, als hätte Dörr verlangsamen müssen, weshalb Buus, der offenbar mehr Schwung durch die Kurve mitgenommen hatte, die Kollision nicht mehr verhindern konnte. "Ich weiß nicht, was der Plan war, mich anzuschieben oder wegzuschieben", schimpft Dörr.
Warum Bastian Buus noch eine Zeitstrafe bekam
Wie sich Unfallgegner Buus verteidigt? "Vor mir haben zwei Autos miteinander gekämpft, und ich glaube, der Randstein hat etwas Instabilität verursacht", stützt der Däne die Aussagen seines Kontrahenten. "Als ich ankam, wurde das Auto etwas langsamer, und ich hatte wirklich keine Ausweichmöglichkeit."
"Ich habe versucht, Abstand zu halten und auszuweichen, aber es war unmöglich, es zu vermeiden", so Buus. Die Rennleitung kündigte direkt an, den Vorfall nach dem Rennen untersuchen zu wollen - und entschied sich am Abend tatsächlich dazu, den Porsche-Piloten für die Kollision zu bestrafen.
Buus erklärte zwar, dass er in der ersten Kurve eine andere Linie gewählt hatte als Dörr, um mehr Schwung für den Weg zur zweiten Kurve mitzunehmen, allerdings kam die Rennleitung nach Abwägung aller Fakten und Stellungnahmen zu dem Schluss, dass der Däne die Kollision hätte vermeiden können.
Weil die Schuld des Land-Piloten allerdings gering war, bekam er nur eine Penalty-Lap und damit die kleinstmögliche Strafe aufgebrummt, die in eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe umgewandelt wurde. Das Problem: Weil das Rennen hinter dem Safety-Car endete und das Feld dicht beisammen lag, fällt Buus vom vierten auf den 14. Platz zurück.
Dörr-Mannschaft muss McLaren über Nacht reparieren
Das bringt Unglückspiloten Dörr schlussendlich allerdings auch nicht wieder ins Rennen um die Punkte zurück. Nichtsdestotrotz ist der 21-Jährige mit dem bisherigen Saisonauftakt am Red-Bull-Ring zufrieden. "Ja, absolut. Ich fühle mich wohl", sagt er. "Ich denke, die letzten Wochen und vor allem heute auch zeigen, was ich kann."
"Also bin ich sehr glücklich", ergänzt Dörr zufrieden. "Trotzdem schade, dass der Tag nach so einem guten Anfang so endet." Zu allem Überfluss muss die Dörr-Mannschaft einen großen Schaden an seinem McLaren reparieren, damit der Youngster am Sonntag (Qualifying ab 9:30 Uhr im Livestream!) wieder mitfahren kann.
"Ja, die werden einen langen Abend haben", weiß der Sohn von Teambesitzer Rainer Dörr. "Ich hoffe mal, dass sie das Auto wieder gut und vor allem schnell für das morgige Qualifying hinbekommen, dass wir morgen nochmal angreifen können."
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