Bortolotti sorgt für ersten Lamborghini-Podestplatz: "Beim Restart Sieg verloren"

Mirko Bortolotti feierte mit Rang zwei in Assen einen Einstand nach Maß in der DTM - Mit dem verpassten Sieg beim Debüt haderte er nur kurz

Bortolotti sorgt für ersten Lamborghini-Podestplatz: "Beim Restart Sieg verloren"

Er kam, sah - und siegte fast: Mirko Bortolotti hätte sein DTM-Debüt beinahe mit dem perfekten Ergebnis gekrönt, doch auch sein zweiter Platz in Assen ließ den Italiener freudestrahlend zurück. "Das war ein fast perfekter Tag. Ich bin mit dem Rennen heute ziemlich zufrieden", sagt der 31-Jährige.

Der GT3-Spezialist ist in den Niederlanden als Gaststarter unterwegs und fährt den dritten Lamborghini Huracan von T3 Motorsport, der zuletzt in Spielberg zum ersten Mal das Stammduo um Esteban Muth und Esmee Hawkey ergänzte. In Österreich hatte Maximilian Paul im Auto gesessen.

Viel Anlaufzeit, um sich an die Besonderheiten der DTM zu gewöhnen, benötigte Bortolotti nicht. Schon in den beiden Freien Trainings am Freitag war er in der Spitzengruppe unterwegs, im Qualifying am Samstagmorgen wurde er dann sogar Dritter. Zwar wurde die Zeit zunächst wegen eines vermeintlichen Tracklimit-Vergehens gestrichen, doch später folgte die Korrektur.

Bortolotti: Mussten uns an ein paar Sachen gewöhnen

Im Rennen selbst setzte Bortolotti dann schnell ein Ausrufezeichen, indem er nach dem ersten Restart den bis dahin Führenden Liam Lawson überholte. "Es hat Spaß gemacht. Wir hatten da draußen gute Kämpfe. Wir mussten uns natürlich erst einmal an ein paar neue Prozedere gewöhnen - zum Beispiel den Restart. Aber aus meiner Sicht lief alles gut", sagt er.

Den Start, als er direkt am späteren Sieger Marco Wittmann vorbei ging, beschreibt er so: "Ich denke, ich hatte die zweitbeste Startposition aus Platz drei hinter dem Polesitter. Da musste ich Liam einfach nur folgen. Das war nicht so schwer. Es war aber auf jeden Fall etwas anderes mit ein paar neuen Elementen." Grundsätzlich zeigt er sich "fürs erste Mal" zufrieden.

Doch ein wenig hadert Bortolotti, der in den vergangenen Jahren auch im ADAC GT Masters und in der GT World Challenge unterwegs war, dann doch mit dem verpassten Sieg. Der "Schlüsselmoment" sei dabei der Restart nach der zweiten Safety-Car-Phase gewesen.

Bortolotti freut sich: Hat viel Spaß gemacht

"Da hat es mich ein bisschen erwischt auf meinem Startplatz hinter Maxi Buhk. Ich habe viele Plätze verloren. Ich bin vom virtuell zweiten Platz auf Platz vier zurückgefallen. Das hat uns am Ende wahrscheinlich den Kampf um den Sieg gekostet", schildert er. Zu diesem Zeitpunkt lag er hinter Götz, Lawson und Wittmann.

 

An Götz und Lawson kam Bortolotti noch vorbei, Wittmann hingegen war unerreichbar. "Es ist wirklich interessant, wie schnell sich so ein Rennen in der DTM drehen kann und wie man eigentlich viele verschiedene Rennen in einem hat. Es hat viel Spaß gemacht", sagt er nach dem ersten Podestplatz für Lamborghini in der DTM.

Vor allem auf Lawson machte Bortolotti rundenlang Druck, ehe der Neuseeländer sich geschlagen gab. Für Lawson änderte sich aufgrund der Tatsache, dass Gaststarter in der DTM keine Punkte holen können, mit Blick auf die Meisterschaft gar nichts.

"Am Ende war er viel schneller - vor allem im ersten Sektor. Da haben sie richtig gute Stabilität. Immer, wenn wir da rauskamen, war er dicht hinter mir", schildert Lawson: "Ich habe ein paar Mal versucht, mich in Kurve 6 hinein zu verteidigen. Aber dann hatte er einen guten Schwung. Zu dem Zeitpunkt war es mir das Risiko nicht wert. Ich hatte Probleme mit den Reifen und hatte nicht wirklich den Speed."

Mit Bildmaterial von DTM.

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