Cassidy und die DTM: "Bekommt man nicht so einfach unter einen Hut"

Red-Bull-Mann Nick Cassidy würde 2022 gerne regelmäßig in der DTM fahren, doch ein anderes Engagement steht dem Neuseeländer dabei teilweise im Wege

Cassidy und die DTM: "Bekommt man nicht so einfach unter einen Hut"

Nick Cassidy hat nach seinem Debüt in der DTM beim Saisonfinale 2021 auf dem Norisring Blut geleckt und würde im nächsten Jahr gerne öfter in dieser Rennserie an den Start gehen. "Wenn im nächsten Jahr mehr Einsätze möglich sind, wäre das wirklich cool, denn ich möchte so viel wie möglich Rennen fahren", sagt Cassidy im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Cassidy war in Nürnberg bei AF-Corse-Ferrari als Ersatz für Alexander Albon zum Zuge gekommen und beweis auf dem Stadtkurs, dass die Umstellung auf das GT3-Auto für ihn keine Hürde ist. Mit Platz fünf im Samstagsrennen und Platz drei im Qualifying am Sonntag gab der 27-Jährige einen überzeugenden Einstand.

Damit brachte sich Cassidy, der viele Jahre lang in Japan gefahren war und dort Meistertitel in der Super-GT- und Super-Formula-Meisterschaft gewann, auf das Radar der DTM-Teams und wäre auch für andere Marken eine denkbare Wahl, selbst wenn das Red-Bull-Programm mit AF Corse nicht fortgesetzt wird.

Zu einem Vollzeit-Engagement von Cassidy in der DTM wird es 2022 aber nicht kommen, denn dabei steht ihm sein Haupt-Job im Wege. "Ich habe mich der Formel E verschrieben", sagt Cassidy, der dort für das Team Virgin fährt.

Und zwischen den Kalendern von DTM und Formel E kommt es im nächsten Jahr zu mehreren Überschneidungen. Gleich der Saisonauftakt der DTM Ende April in Portimao kollidiert mit dem Formel-E-Rennen in Monaco. Später im Jahr fahren beide Serien an zwei weiteren Terminen am selben Wochenende in verschiedenen Ländern.

"Ich wünschte, es gäbe keine Überschneidungen", sagt Cassidy. "Das ist schade, aber wenn man zwei Kalender mit mehr als zehn Wochenenden hat, bekommt man das nicht so einfach unter einen Hut."

Voll ausgelastet fühlt sich Cassidy mit der Formel E aber nicht. "Wenn das mein Hauptprogramm ist, dann macht es natürlich Sinn, eine andere Meisterschaft in Europa zu fahren, und die DTM ist eine fantastische Serie", so der Neuseeländer.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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