Clemens Schmid gibt Lexus-Programm bekannt: DTM-Aus nach drei Jahren?
Clemens Schmid wird 2025 im Lexus seine Le-Mans-Premiere geben: Was das für seine DTM-Ambitionen bedeutet und wieso er sich für die WEC entschieden hat
2025 will Clemens Schmid mit dem Lexus in Le Mans um den LMGT3-Sieg fahren
Foto: LAT Images
Der österreichische DTM-Pilot Clemens Schmid, der im Vorjahr im Dörr-McLaren in Zandvoort aus der ersten Startreihe startete und Vierter wurde, hat sein Hauptprogramm für die Saison 2025 bekanntgegeben: Er wird für das Akkodis-ASP-Team im Lexus RC F GT3 in der Langstrecken-WM WEC an den Start gehen und damit seine Le-Mans-Premiere geben.
Seine Teampartner im Auto mit der Startnummer 87 sind Toyota-Werksfahrer Jose Maria Lopez und Amateur Petru Umbrarescu. "Die Vorfreude auf die Saison 2025 ist unglaublich", sagt Schmid. "In Le Mans anzutreten war schon immer ein Traum von mir. Und es ist wirklich ein Privileg, diesen Traum mit so einem erfolgreichen und professionellen Team wie Akkodis ASP und einem Top-Hersteller wie Toyota zum Leben zu erwecken."
Schmid ist zuversichtlich, mit seinem neuen Projekt "um Toppositionen kämpfen zu können". Aber was wird nach drei Jahren mit den Teams Grasser Racing und Dörr Motorsport aus den DTM-Plänen des 34-Jährigen?
Schmids DTM-Abschied zeichnet sich ab
"Es ist ziemlich sicher, dass ich 2025 nicht in der DTM am Start sein werde", sagt Schmid auf Nachfrage von Motorsport-Total.com. "Ich habe mich für das Projekt von Akkodis ASP entschieden, weil ich der Meinung bin, dass ich dort eine bessere Zukunftsperspektive habe."
In der DTM wird Ex-BMW-Werksfahrer Timo Glock 2025 den Platz Schmids im Dörr-McLaren einnehmen. Ben Dörr bleibt als zweiter Fahrer bei der Truppe aus Frankfurt.
Der vierte Platz in Zandvoort war auch Schmids Highlight in drei DTM-Jahren: Der Tiroler zeigte schon beim Grasser-Team immer wieder Potenzial, war 2022 in Hockenheim und 2023 auf dem Lausitzring auf Podestkurs, hatte dann aber Pech und konnte die Rennen nicht beenden.
Als Ersatzmann zu Akkodis ASP gestoßen
Schon im Vorjahr saß Schmid als WEC-Ersatzmann für Timur Boguslawski, der bei der FIA ebenfalls Silber-Status besitzt, dreimal im Lexus und war damit unter anderem Teamkollege von DTM-Vizemeister Kelvin van der Linde. Akkodis ASP konnte 2024 nach dem Markenwechsel mit dem japanischen Boliden aber nicht im Vorderfeld mitmischen.

Nach drei Jahren wird Schmid die DTM nun voraussichtlich verlassen
Foto: Alexander Trienitz
2025 ist man zuversichtlich, dass sich das ändert, denn der neue härtere Goodyear-Reifen dürfte Fronttrieblern wie dem Lexus mehr entgegenkommen. Außerdem wurde der aus dem Jahr 2017 stammende Bolide auch aerodynamisch besser an das Performance-Fenster angepasst, das in der WEC als Basis für die Balance of Performance der GT3-Autos gilt.
Und das Akkodis-ASP-Team hat schon in Mercedes-AMG-Zeiten oft seine Stärke bewiesen, zum Beispiel beim Titelgewinn in der GT-World-Challenge Europe (GTWCE) im Jahr 2023. Apropos: Auch in der GTWCE könnte es für Schmid für 2025 noch Chancen auf ein Cockpit geben.
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