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Comeback-Gerüchte um Audi: GT3-Erfinder bei Nuvolari-Launch gesichtet

Ein Foto mit GT3-Erfinder Stephane Ratel, bekannte Audi-Gesichter und die Temerario-Technik im Nuvolari befeuern die GT3-Gerüchte um den neuen Audi

Comeback-Gerüchte um Audi: GT3-Erfinder bei Nuvolari-Launch gesichtet

Bei der Präsentation des Audi Nuvolari waren Gäste aus dem GT3-Umfeld geladen

Foto: Audi AG

Die Audi-Präsentation am Freitagabend in Antibes in der Nähe von Monaco hat für ein enormes Medienecho gesorgt: Das aggressive Design des Nuvolari, bei dem es sich um den schnellsten Audi aller Zeiten handelt, polarisiert - und viele wollen den brandneuen Supersportwagen als GT3-Version auf der Rennstrecke sehen, was zahlreiche KI-Designs von Fans auf Social Media belegen.

"Zwei Sachen wünsch ich mir", sagt auch Daniel Abt auf Instagram. "Zum einen, dass man wieder in den GT3-Sport einsteigt. So könnte das nämlich aussehen - und das ist schon richtig fett. Und zum anderen, dass man noch eine andere, nicht limitierte, erschwinglichere Variante macht - also einen echten Audi-R8-Nachfolger."

Denn der Nuvolari ist auf 499 Stück limitiert und soll rund 600.000 Euro kosten. Dabei zeigt der Marketingleiter von Audi-Tuner Abt spektakuläre KI-Bilder einer GT3-Variante des Nuvolari mit Winglets und Frontsplitter, großem Heckflügel, Audi-Sport-Beklebung - und einem Kühllufteinlass-Design hinter den Türen, das vom R8 LMS GT3 stammt. Gleichzeitig gibt es auch Fans, die den GT3-Traum als Unsinn bezeichnen. Aber was ist wirklich dran?

GT3-Erfinder und Audis Ex-Kundensportchef bei Nuvolari-Enthüllung

Tatsächlich gibt es aktuell Gerüchte, dass der Ende 2023 auf die Basisbetreuung heruntergefahrene Kundensportbereich wiederbelebt werden könnte. "Ich habe über die eine oder andere Ecke gehört, dass Audi darüber nachdenkt, das Customer Racing, das man gerade schließt, wieder neu aufzubauen", sagt auch ein Insider aus dem DTM-Fahrerlager.

Und auch bei der Präsentation des Nuvolari im Luxushotel Cap Eden Roc gab es dafür Indizien: Denn niemand Geringerer als GT3-Erfinder Stephane Ratel, der mit seiner SRO Motorsports Group nicht nur mehrere Rennserien betreibt, sondern auch die Balance of Performance stellt, posierte dort für ein Foto mit dem Audi-Prototypen.

Und zwar gemeinsam mit Chris Reinke, der von 2016 bis 2025 bei den Ingolstädtern den Kundensportbereich - und damit auch das GT3-Projekt - leitete.

Welche Rolle spielt Chris Reinke?

Reinke, der einst für das erfolgreiche Prototypen-Projekt von Audi in Le Mans zuständig war und - wie Konzernkenner berichten - in Zeiten des Abbaus lange mit viel Herzblut für seine Kundensport-Abteilung kämpfte, ist seit September 2025 für die Entwicklung von Performance-Projekten bei der Audi Sport GmbH zuständig.

Auch wenn es dafür keinen Beleg gibt, ist es nicht ausgeschlossen, dass er in dieser Funktion auch an der Entwicklung des Nuvolari beteiligt war, die seit dem Frühjahr 2025 unter größter Geheimhaltung lief.

Ein weiteres Indiz, das für eine mögliche GT3-Version des Fahrzeugs sprechen würde, ist inzwischen bekannt: Der Audi Nuvolari verfügt nicht nur über den gleichen 4,0-Liter-V8-Biturbo-Motor wie der Lamborghini Temerario, der in der GT3-Version mit kleineren Turboladern und geringerer Drehzahl eingesetzt wird, sondern auch über die gleiche Fahrzeug-Plattform.

Gleicher Motor und gleiche Plattform wie Lamborghinis GT3-Vorbild

Das würde die Entwicklung eines GT3-Derivats auf Basis des Nuvolari deutlich einfacher machen. Dazu kommt, dass mit Rouven Mohr Audis neuer Vorstand der Technischen Entwicklung diesen Prozess in seiner früheren Rolle bei Lamborghini beim Temerario bereits einmal durchführte, auch wenn das neue GT3-Fahrzeug der Italiener unausgereift auf den Markt kam.

Beim R8 und beim Huracan war es vor über zehn Jahren noch umgekehrt: Damals nutzte Lamborghini die Plattform und das V10-Triebwerk des Mittelmotor-Supersportwagen von Audi, um im Windschatten das eigene GT3-Fahrzeug auf den Markt zu bringen, das dann mit zwei Evopaketen versehen wurde.

Wiederholt sich jetzt die Geschichte mit anderen Vorzeichen? Der Vorserien-Prototyp des Nuvolari wurde jedenfalls schon von absoluten Toprennfahrern bewegt, denn Audis Formel-1-Piloten Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto erhielten im Vorfeld der Präsentation bereits auf einer Teststrecke in Süditalien bereits eine Kostprobe.

"Den Audi Nuvolari in Nardo zu fahren und dabei eng mit dem Entwicklungsteam an der Abstimmung zu arbeiten, war eine großartige Erfahrung", sagt der Brasilianer. "Was sofort auffällt: Das Einlenkverhalten ist sehr präzise und vorhersehbar. Es gibt praktisch kein Untersteuern - was bei dieser hohen Leistung beeindruckend ist." Das Auto reagiere "genau so", wie man "es sich als Fahrer wünscht", sagt er.

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