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Formel-E-Sitz an Dennis: Scheider versteht "Unmut der BMW-Piloten"

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Formel-E-Sitz an Dennis: Scheider versteht "Unmut der BMW-Piloten"
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Die BMW-Entscheidung, das verbleibende Formel-E-Cockpit an Jake Dennis zu vergeben, sorgte für Verwunderung: Wie die BMW-Werksfahrer reagieren

Die Überraschung war groß, als Jake Dennis Ende Oktober das freie BMW-Formel-E-Cockpit den DTM-Werksfahrern vor der Nase wegschnappte. Denn abgesehen vom Platz an der Seite von Maximilian Günther halten sich die Werkscockpits bei den Münchnern für 2021 in Grenzen. "Ich verstehe den aktuellen Unmut und dieses komische Gefühl der BMW-Piloten", meinte Ex-BMW-Pilot Timo Scheider im 'ran.de'-Podcast.

"Der Junge ist schon gut", sagt der Ex-DTM-Champion über den 25-jährigen Dennis, der im Vorjahr bei R-Motorsport fuhr und mit dem Aston Martin Vantage immerhin 17 Punkte holte. "Die haben mit Sicherheit keine Luftpumpe eingestellt, aber die Frage ist: Hätte man nicht mindestens genauso gutes Material in den eigenen Reihen gehabt und hätte nicht noch mal Geld ausgeben müssen?"

Daher verstehe er jeden BMW-Piloten, der nach dieser Entscheidung enttäuscht sei, "ob ein Philipp Eng, ein Wittmann oder ein Glock". Zudem hinterfragte der Ex-DTM-Champion, ob Dennis tatsächlich nur auf Basis von Simulatortests ausgewählt wurde. Das dementiert Ex-BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt auf Nachfrage von 'Motorsport.com' klar.

Marquardt: Entscheidung für Dennis ist richtig

"Wir hatten ein paar Streckentests, und wir hatten ausgiebige Simulatortests", so Marquardt. "All das fließt ein." Danach haben sich die bei BMW für die Fahrerentscheidungen zuständigen Leute gemeinsam mit den Experten des Formel-E-Programms für Dennis entschieden.

Marquardt ist überzeugt, dass der Schachzug aufgeht. "Wenn wir uns anschauen, welche Fahrer wir in der Vergangenheit geholt haben - Antonio (Felix da Costa), Alexander (Sims) und Maximilian (Günther) -, dann habe ich vollstes Vertrauen, dass auch diese Entscheidung richtig war."

Wie die DTM-Werksfahrer reagiert haben? "Unsere Werksfahrer sind Profis und haben das akzeptiert", so Marquardt. "Sie wissen, dass die Entscheidungen bei BMW immer sehr transparent und fair getroffen werden."

Trotz Rückschlag: Eng schreibt Formel E nicht ab

Laut Informationen von 'Motorsport.com' wurden neben Dennis, der dieses Jahr neben den zwölf Stunden von Bathurst und seinem LMP2-Gaststart beim WEC-Rennen in Spa bloß als Red-Bull-Formel-1-Simulatorfahrer und als R-Motorsport-Serien-Entwicklungspilot tätig war, auch Philipp Eng, Lucas Auer, Marco Wittmann und Sheldon van der Linde im Formel-E-Auto getestet.

Vor allem die beiden Österreicher galten lange als heiße Kandidaten, was von Marquardt sogar bestätigt wurde. Wie groß war also die Enttäuschung über die Absage? "Natürlich wäre ich dort auch gerne gefahren, aber es hat einfach nicht geklappt", zuckt Eng mit den Schultern. "Ich bin deswegen nicht sauer. Mir wurde nichts versprochen. Es gibt also auch keinen Grund, enttäuscht zu sein." Zudem habe Dennis das Formel-E-Cockpit "absolut verdient", meint Eng.

Mit der Formel E habe er trotz der Absage nicht abgeschlossen: "Ich bin immer noch jung, bin gerade mal 30. Das Formel-E-Thema ist also immer noch auf meinem Radar. Und wer weiß? Vielleicht werde ich in Zukunft einer der Rennfahrer sein."

Auer und Wittmann: Formelsport nicht mehr im Fokus

Auch Auer gibt sich nach außen gelassen, obwohl er von BMW nicht berücksichtigt wurde. "Ich bin den Rookie-Test gefahren und war öfter im Simulator, wir hatten aber keine tiefergehenden Gespräche", sagt er. "Daher musste man mich auch nicht im Vorfeld über die Entscheidung informieren. Mein ganzer Fokus ist die DTM und nicht mehr so sehr der Formelsport."

Marco Wittmann schlägt in die gleiche Kerbe: "Mein Zuhause ist der Tourenwagensport", sagt der zweimalige DTM-Champion bei 'ran.de'. "Daher war die Formel E für mich nie eine wirklich große Thematik. Ich habe mich damit nicht wirklich beschäftigt."

Mit Bildmaterial von BMW.

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