DTM Hockenheim

"Der Wahnsinn": Nicki Thiim gibt DTM-Titel vorzeitig auf und zieht Saisonbilanz

Trotz theoretischer Chancen sieht sich Nicki Thiim nicht mehr im DTM-Titelkampf: Wer Meister wird und wie die Saisonbilanz nach den kürzlichen Rückschlägen ausfällt

Sven Haidinger

Veröffentlicht: 02.10.2026, 15:48

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"Der Wahnsinn": Nicki Thiim gibt DTM-Titel vorzeitig auf und zieht Saisonbilanz

Thiim hat die DTM-Saison belebt, auch wenn es mit dem Titel wohl nicht klappt

Foto: ADAC Motorsport

Nicki Thiim und sein Aston-Martin-Team Comtoyou haben den DTM-Titel in der Saison 2026 abgeschrieben: Der Däne hat zwar mit 50 Punkten Rückstand auf Leader Thomas Preining und noch 56 zu vergebenden Zählern beim Finale in Hockenheim theoretische Titelchancen, liegt aber in der Gesamtwertung auf Platz sechs. Dadurch wäre er massiv auf die Hilfe seiner Rivalen angewiesen.

"Preining wird das schon nach Hause bringen. Mit dem Vorsprung muss man das machen - und das wird er auch", legt sich Thiim fest, der auch den DTM-Test in Hockenheim ausließ. Dennoch freut er sich "riesig" auf das Saisonfinale - auch weil die erste Saison im Aston Martin besser lief als erwartet.

"Es war ein unglaubliches Jahr", sagt Thiim. "Da sieht man, was mit dem Aston drin ist. Mit dem, was wir haben - an Autos, an Budget - ist es für so eine kleine belgische Truppe der Wahnsinn, das gegenüber den anderen rauszuholen. Deswegen bin ich unglaublich stolz auf die Jungs - auch wegen der Boxenstopps, die sie liefern."

"Mercedes fährt hier zehn Jahre rum mit der gleichen Kiste"

Das Comtoyou-Team, die erst seine zweite DTM-Saison absolviert und somit neben der Porsche-Truppe Land die jüngste DTM-Mannschaft ist, hat sich diese Saison zur Referenz bei den Boxenstopps entwickelt: Die Belgier haben auf dem Sachsenring in 5,510 Sekunden den schnellsten GT3-Stopp aller Zeiten absolviert und den Titel in der Pit-Stop-Challenge im Visier.

Und auch Thiim, der 2024 und 2025 als Aston-Martin-Werksfahrer dank einer Freigabe seines Arbeitgebers im Lamborghini saß und in der Gesamtwertung die Plätze 13 und 18 belegte, sieht sein erstes DTM-Jahr mit Comtoyou trotz der Sachsenring-Enttäuschung eindeutig positiv.

"Dieses Jahr muss man das große Bild anschauen", sagt er. "Das ist nur das zweite Jahr für sie und das erste Jahr für mich in diesem Auto. Und wenn man überlegt: Mercedes fährt hier zehn Jahre rum mit der gleichen Kiste, Porsche auch. Deswegen hoffe ich auf nächstes Jahr, weil jetzt haben wir unheimlich viel gelernt - und dann könnte es wieder interessant werden."

Thiim "auf jeden Fall" in der DTM angekommen

Thiim war 2026 vor allem zu Saisonmitte der Mann der Stunde: Dank seiner zwei Poles und zwei Siegen auf dem Norisring holte er die maximale Punktezahl auf dem legendären Stadtkurs und wurde damit Halbzeit-Champion. Es waren nicht seine ersten DTM-Siege, denn bereits 2024 triumphierte der Däne auf dem Norisring, aber so konstant wie dieses Jahr war er noch nie.

Ist Thiim in der DTM endlich angekommen? "Auf jeden Fall", antwortet der Ex-Le-Mans-Sieger, der auch sonst im GT-Bereich fast alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. "Das Einzige, was für mich persönlich noch fehlt, ist hier um den Titel zu fahren. Das hatte ich dieses Jahr überhaupt nicht erwartet."

Und dann war Thiim auf einmal Tabellenführer und sah bereits wie ein möglicher Champion aus. "Deswegen - egal was passiert: Es war ein unglaubliches Jahr, das kann ich jetzt schon sagen. Und natürlich freue ich mich riesig auf das Finale und möchte wieder eine gute Show für die Zuschauer liefern." (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für das DTM-Finale 2026 sichern!)

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