DTM-BoP erneut angepasst: Kehrt BMW zur Zandvoort-Stärke zurück?
Dritte BoP-Änderung in Zandvoort: Welche Fahrzeuge betroffen sind und wieso es beim BMW-Team Schubert doch noch Hoffnung auf ein Top-10-Ergebnis gibt
Beim BMW und beim Ford sollten die Vorzeichen am Sonntag besser sein
Foto: ADAC Motorsport
Die DTM hat die Balance of Performance (BoP) für den zweiten DTM-Renntag in Zandvoort angepasst - und betroffen sind zwei Fahrzeuge: der BMW M4 GT3 Evo und der Ford Mustang GT3 Evo. Nachdem Marco Wittmann, der 2024 in Zandvoort siegte und im Vorjahr Zweiter wurde, am Samstag im Schubert-BMW von Startplatz zwölf nicht über einen elften Rang hinauskam, erhält der Bolide aus München nun mehr Ladedruck.
Diese Verbesserung betrifft das gesamte Drehzahlband: Im unteren Bereich wird das Frontmittelmotor-Fahrzeug mit einem um bis zu 0,04 bar höheren Ladedruck ausgestattet, im hohen Bereich sind es bei 7.500 Umdrehen sogar 0,08 bar mehr als beim Samstagsrennen.
Man darf gespannt sein, ob der BMW M4 GT3 Evo, der dieses Jahr mit einem neuen Turbolader ausgestattet wurde, dadurch auf dem Dünenkurs in den Niederlanden an die Form der vergangenen Jahre anschließen kann.
Die zweite Änderung betrifft den Ford Mustang GT3 Evo des HRT-Teams, das am Samstag ebenfalls nichts mit der Spitze zu tun hatte: Das V8-Triebwerk des US-Fahrzeugs erhält am Sonntag durch einen um zwei Millimeter größeren Restriktor mehr Luft als bisher, was sich positiv auf die Motorleistung auswirken sollte.
Beim Samstagsrennen kämpfte das Ford-Team trotz der Evoversion wie im Vorjahr mit überhitzenden Reifen. Die Bedingungen sind aber dieses Jahr schwieriger, denn der neue DTM-Spezialreifen von Pirelli kommt schneller auf Temperatur, was auf dem rauen Asphalt von Zandvoort ohnehin kein Problem darstellt.
Zudem kletterte die Asphalttemperatur nach dem kühlen Vorjahres-Wochenende auf über 40 Grad, was dem Ford-Boliden zusätzlich zu schaffen machte und den Abbau beschleunigte.
Arjun Maini war am Samstag in Qualifying und Rennen mit den Plätzen 16 und zwölf der schnellste Ford-Mustang-Pilot. Man darf gespannt sein, ob am Sontag durch die günstigere Einstufung mehr möglich ist. Das Qualifying beginnt um 9:40 Uhr (alle Infos zu TV-Zeiten, Stream etc.).
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