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Berger: Warum die DTM nach Russland zurückkehrt

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Berger: Warum die DTM nach Russland zurückkehrt
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31.10.2019, 10:22

Gerhard Berger erklärt, wie Petrows Ex-Managerin der DTM zum Russland-Comeback verhalf und warum es diesmal besser klappen wird als am Moscow Raceway

Das Rätselraten, wo die DTM Ende Mai 2020 ihr unbekanntes Rennen austragen wird, kannte nach der Präsentation des Kalenders für die kommende Saison kaum Grenzen: Von Monaco bis zu einem gemeinsamen Rennen mit der Super-GT-Serie in Suzuka gab es die unterschiedlichsten Tipps, ehe die DTM-Dachgesellschaft ITR das brandneue Igora-Drive-Projekt vor den Toren St. Petersburgs aus dem Hut zauberte.

Aber warum hat man sich entschieden, nach zwei Jahren Pause ausgerechnet nach Russland zurückzukehren? "Im Zuge der Internationalisierung müssen wir die wichtigen Märkte abdecken", antwortet DTM-Boss Gerhard Berger. "Russland ist ein großer Markt, und St. Petersburg war eine großartige Gelegenheit. Das passt gut in unseren Kalender." Die ITR schloss mit den Betreibern der von Hermann Tilke designten Rennstrecke einen Fünfjahresvertrag ab.

Wie Berger auf das Igora-Drive-Projekt aufmerksam wurde? "Es gibt eine russische Dame, mit der ich vor einem Jahr gesprochen habe", verrät er. "Sie hat gesagt, dass es toll wäre, wenn die DTM wieder in Russland fahren würde. Dann meinte sie, dass sie vielleicht die richtigen Leute kennt, mit denen ich sprechen sollte."

So ließ sich Berger von St. Petersburg überzeugen

Dabei handelt es sich laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' um Oksana Kosatschenko, die früher als Managerin des Ex-Formel-1-Piloten Witali Petrow agierte und beim brandneuen Kurs als Beraterin fungiert. Sie brachte Berger mit den Leuten zusammen, die seit 2016 an dem aufwändigen Rennstreckenprojekt arbeiten.

Igora Drive

Der aufwändige Igora-Drive-Kurs soll der DTM in Russland zum Erfolg verhelfen

Foto: Igora Drive

Wie er sich schließlich überzeugen ließ? "Zuerst schaut man sich ein Land an und stellt die Frage: Ist es für den Markt der Branche relevant?", holt Berger aus. "Das wichtigste sind aber die Leute, die hinter der Veranstaltung stehen, denn es funktioniert nicht, wenn man einfach ein Rennen plant und abwartet. Man benötigt gute Leute, die die Veranstaltung bewerben. Diese Leute haben uns überzeugt, dass sie für eine gute Veranstaltung sorgen werden."

Berger: Moskau-Kurs war zu weit weg von Stadtzentrum

Russland ist für die DTM keineswegs Neuland: Bereits von 2013 bis 2017 fuhr man fünf Mal auf dem Moscow Raceway, doch die Zuschauerzahlen hielten sich in Grenzen. Warum der neuerliche Versuch, in Russland Fuß zu fassen, erfolgreicher sein soll?

Jamie Green, Moskau

Auf dem Moscow Raceway wurde die DTM nicht wirklich glücklich

Foto: LAT

"Ich fand Moskau bereits gut, aber nicht die Veranstaltung selbst", erklärt Berger. "Es war zu wenig los, die Strecke war zu weit weg von Moskau und hatte keine Seele", spricht er über die ebenfalls von Tilke designte Strecke, die rund 100 Kilometer nordwestlich von Moskau liegt.

Zu viele Rennen außerhalb von Deutschland?

Um den Igora-Drive-Kurs von St. Petersburg zu erreichen, muss man hingegen 80 Kilometer zurücklegen. "Das ist viel näher", sagt Berger. "Auch der Zeitpunkt mit der Mitternachtssonne Ende Mai, Anfang Juni ist gut. Das passt."

Durch die nachgereichte Igora-Drive-Bekanntgabe finden erstmals in der Geschichte der Tourenwagenserie nur noch vier von zehn Rennwochenenden im DTM-Mutterland Deutschland statt - also 40 Prozent. Das sorgte bei den deutschen Fans nur bedingt für Begeisterung.

Wie Berger dazu steht? "Ideal wäre 50:50, aber das wird sich von Jahr zu Jahr verschieben. Weiter als jetzt würde ich aber nicht gehen", beruhigt er die DTM-Community.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie DTM
Urheber Sven Haidinger