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DTM-Check 2025: Wie sich die Zuschauerzahlen an der Strecke entwickelt haben

516.500 Zuschauer bei acht Events: Wie der Vergleich der DTM-Zuschauerzahlen mit 2024 und 2023 ausfällt und welcher Kurs mit dem größten Wachstum heraussticht

DTM wächst weiter: So viele Zuschauer kamen 2025 an die Rennstrecken

Volles Motodrom: Die DTM knackte beim Hockenheim-Finale die 100.000er-Marke

Foto: ADAC Motorsport

Konnte die DTM nach der Besuchersteigerung auf den Tribünen von 2023 auf 2024 auch im Jahr 2025 den positiven Trend fortsetzen? Wenn es nach den offiziellen Zahlen geht, dann ist die Antwort ganz klar ja. Und das deckt sich auch mit dem Eindruck, den man an den Rennstrecken gewonnen hat.

Laut offiziellen Angaben zählte man 2025 bei den insgesamt acht Events insgesamt 516.500 Besucher. Das bedeutet ein Plus von 45.000 Menschen, nachdem die DTM in der Saison 2024 auf insgesamt 471.500 Besucher gekommen war.

Die Zahlen sind sehr gut miteinander vergleichbar, denn sowohl die acht Austragungsorte als auch die Anzahl der Events waren in den Jahren 2024 und 2025 identisch. Aber wie sehen die Ergebnisse im Detail aus? Wo wurde das größte Plus erzielt und ist die Steigerung mit der im Jahr 2024 vergleichbar? Wir haben die Zahlen genau analysiert.

Wie berechnet der ADAC die Zuschauerzahlen?

Wie es bei Mehrtages-Sportveranstaltungen inzwischen üblich ist, addiert der DTM-Betreiber ADAC die jeweiligen Tagesbesucher. Das bedeutet: Ein Besucher, der an allen drei Tagen vor Ort ist, wird dreimal gezählt. Damit sind die Zahlen zum Beispiel auch mit der Formel 1 vergleichbar, in der ähnlich gerechnet wird.

Die Tageswerte werden - so der ADAC - anhand der gescannten Tickets der Besucher ermittelt, dazu addiert sich noch eine gewisse Summe von Permanent- und Event-Tickets, die nicht gescannt werden (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!).

Wie viele Zuschauer kamen 2025 im Vergleich zu 2024 zu den unterschiedlichen Rennen?

Oschersleben: 47.000 (+5.000)

Lausitzring: 52.000 (+6.500)

Zandvoort: 32.000 (+4.000)

Norisring: 112.000 (+2.000)

Nürburgring: 78.000 (+15.500)

Sachsenring: 51.000 (+3.000)

Spielberg: 42.500 (+1.500)

Hockenheim: 102.000 (+7.000)

Dabei handelt es sich um die offiziell ausgewiesenen Besucherzahlen nach den Rennwochenenden, die auf 500er-Zahlen aufgerundet wurden. Das erklärt, warum die Addition der Zahlen 515.000 ergibt, der ADAC aber für die Saison auf eine Gesamtzahl von 516.500 Besuchern kommt.

Wie sieht die Steigerung seit 2023 in Prozent aus?

Im Vergleich zu 2023 kamen 2024 laut offiziellen Zahlen um 9,2 Prozent mehr Zuschauer zu den DTM-Wochenenden - oder 39.700 Menschen. Von 2024 auf 2025 konnte der Wert mit einem Zuwachs von 9,55 Prozent, was 45.000 Besuchern entspricht, sogar leicht gesteigert werden. Der Trend konnte also aufrechterhalten werden.

Seit 2023 - und damit seit der ADAC-Übernahme von Gerhard Bergers DTM-Organisation ITR - konnte die Anzahl der Besucher pro Saison um 19,6 Prozent gesteigert werden. Damit hat die DTM ihre Gesamtzuschauerzahl in nur zwei Jahren um fast ein Fünftel gesteigert.

Wo gab es die größten Zuwächse?

Prozentual berechnet gab es von 2024 auf 2025 die größte Verbesserung auf dem Nürburgring. Sie entspricht 24,8 Prozent, was besonders beeindruckend ist, weil der Eifelkurs in dieser Wertung bereits von 2023 auf 2024 mit 27,6 Prozent die Nase vorne hatte. Die Zahlen konnten also innerhalb von nur zwei Jahren bei der DTM auf dem Nürburgring um rund 59 Prozent verbessert werden - eine Steigerung um deutlich mehr als die Hälfte.

Ben Dörr

Der Nürburgring am Samstag: Beim DTM-Start gibt es nur wenige freie Plätze

Foto: ADAC Motorsport

Eine starke Verbesserung gab es 2025 auch auf dem Lausitzring und in Zandvoort mit je 14,3 Prozent mehr Besuchern, während es das geringste Plus mit 1,8 Prozent auf dem Norisring gab. Das darf aber auch nicht verwundern, denn der Stadtkurs in Nürnberg ist mit 112.000 Zuschauern ohnehin der Spitzenreiter bei der Gesamtbesucherzahl. Zudem war die Steintribüne teilweise gesperrt, was sich auch 2026 nicht ändern wird.

Wurden die Zahlen seit 2023 auf allen Strecken verbessert?

Nein. Spielberg ist der einzige Kurs, auf dem sich die Zahlen seit dem ersten ADAC-Jahr verschlechtert haben. 2024 verzeichnete man im Vergleich zu 2023 ein Minus von fast zehn Prozent, wodurch der Red-Bull-Ring im Vorjahr der einzige Kurs mit einem negativen Ergebnis war.

2025 gab es in Österreich zwar ein Plus von 3,7 Prozent, dennoch liegt der Kurs in den Alpen damit immer noch um 5,6 Prozent unter dem Wert von 2023 - und hat als einzige Strecke im DTM-Kalender seit 2023 ein Minus zu beklagen.

Luca Engstler

In Spielberg tut sich die DTM seit 2023 am schwersten, die Zahlen zu steigern

Foto: Lucas Pripfl/Red Bull Ring

Man darf nun gespannt sein, ob die Verlegung des Rennens vom September auf den April, wodurch Österreich den Saisonauftakt stellt, etwas daran ändern kann. Das erhoffen sich die Verantwortlichen, denn auf dem Red-Bull-Ring waren bislang vor dem DTM-Wochenende bereits die Formel 1 und die MotoGP ausgetragen worden. War dadurch bei den Fans kein Geld mehr übrig für die DTM?

Gibt es eine Erklärung für den Aufwärtstrend seit 2023?

Vor einem Jahr sah es noch so aus, als hätte der von Anfang März auf den Oktober der Vorsaison vorgezogene Start des Ticketvorverkaufs - und damit auch das zusätzliche Weihnachtsgeschäft - einen großen Einfluss auf die verbesserten Zahlen im Jahr 2024 gehabt.

Doch auch 2025 wurden die Zahlen in ähnlichem Maße verbessert, obwohl der Vorverkauf dabei keine Rolle spielte. Das zeigt, dass die DTM - und der Motorsport allgemein - nach einigen schwierigen Jahren wieder im Aufwind ist. Das beweist auch die Formel 1, die seit einigen Jahren boomt, wodurch es auch Abstrahleffekte auf andere Motorsport-Felder gibt.

Abgesehen könnten auch die positiven Vorzeichen vor der DTM-Saison 2025 eine Rolle gespielt haben: Mit Timo Glock war endlich wieder ein Pilot am Start, der auch den Formel-1-Fans bekannt ist, was für Interesse sorgte. Und mit dem Aston-Martin-Einstieg und vor allem dem Markenwechsel von HRT auf den populären Ford Mustang GT3 gab es zusätzliche Anreize für die Fans.

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