DTM 2017 in Hockenheim: Jamie Green gewinnt turbulentes Regenrennen

Audi-Fahrer Jamie Green hat das verregnete Sonntagsrennen beim DTM-Auftakt 2017 in Hockenheim gewonnen.

DTM 2017 in Hockenheim: Jamie Green gewinnt turbulentes Regenrennen
Timo Glock, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Edoardo Mortara, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Bruno Spengler, BMW Team RBM, BMW M4 DTM
Marco Wittmann, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Augusto Farfus, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Nico Müller, Audi Sport Team Abt Sportsline, Audi RS 5 DTM
Robert Wickens, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM

Ergebnisse: DTM-Auftakt 2017 in Hockenheim

Für Green war es bereits der 14. Sieg seiner DTM-Karriere. Und ein besonderer: Green hatte für ein Fehlverhalten beim Restart nach einer Safety-Car-Phase eine 5-Sekunden-Strafe erhalten, doch die hielt ihn nicht vom Siegen ab.

"Es war ein unheimlich schwieriges Rennen. Jamie hat das super gemacht", sagt Audi-Sportchef Dieter Gass. "Er hat sich so viel Vorsprung herausgefahren, dass er seine Strafe absitzen und trotzdem in Führung bleiben konnte. Das hat er sich wirklich verdient."

Auch Green zeigt sich zufrieden: "Es war schwierig, keine Fehler zu machen. Ich bin sehr stolz auf meine Leistung im Rennen."

Ergebnis: 2. DTM-Rennen 2017

Green gewann den 2. DTM-Saisonlauf 2017 vor Gary Paffett (Mercedes) und DTM-Titelverteidiger Marco Wittmann (BMW). Und wie schon im Samstagsrennen waren damit alle 3 Marken auf dem Treppchen vertreten.

In der Gesamtwertung führt weiter Lucas Auer (Mercedes). Der Österreicher hatte das 1. Saisonrennen am Samstag gewonnen.

So lief das Rennen:

Timo Glock (BMW) gewann den Start von der Pole-Position und übernahm die Führung. In Kurve 1 kam es zur Kollision mehrerer Fahrzeuge, in die unter anderem Loic Duval (Audi), Nico Müller (Audi) und Robert Wickens (Mercedes) verwickelt wurden. Wickens flog in den Reifenstapel, Müller und Duval fuhren weiter.

Glock führte nach der 1. Runde vor Jamie Green (Audi), Mike Rockenfeller (Audi), Lucas Auer (Mercedes) und Gary Paffett (Mercedes). DTM-Champion Marco Wittmann (BMW) verbesserte sich alleine in der Startrunde von Platz 17 auf Rang 10.

Aufgrund des Startunfalls schickte die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke, weil die Aufräumarbeiten in Kurve 1 noch nicht abgeschlossen waren.

Duval und Müller nutzten die Safety-Car-Phase zum Boxenstopp.

In Runde 4 wurde das Rennen wieder freigegeben – erstmals mit einem Restart in 2 Reihen, wie es das neue Reglement der DTM-Saison 2017 vorsieht.

Beim Restart kam Glock denkbar schlecht in Gang und Green übernahm die Führung vor Auer, Bruno Spengler (BMW) und Glock sowie Mattias Ekström (Audi) und Wittmann.

Kurz darauf kollidierten Maxime Martin (BMW) und Rene Rast (Audi) miteinander, wobei auch Augusto Farfus (BMW) getroffen wurde.

In Runde 7 ging Glock scheinbar kampflos in der Spitzkehre an seinem BMW-Kollegen Spengler vorbei und übernahm damit Rang 3.

In der gleichen Runde erhielt Green für ein Fehlverhalten beim Restart eine 5-Sekunden-Strafe, die beim Boxenstopp abzuleisten war.

Unfallopfer Duval stellte sein Auto in der 8. Runde an der Box ab. Damit war er bereits der 4. Ausfall nach Wickens, Martin und Rast.

Ekström schnappte sich Spengler in Runde 9 vor der Spitzkehre. Müller rodelte in der Sachskurve einmal durch das Kiesbett, setzte das Rennen aber fort.

In Runde 10 absolvierte Tom Blomqvist (BMW) als einer der ersten Fahrer seinen Pflichtstopp.

Nach 10 Runden führte Green mit 2,7 Sekunden vor Auer, Glock, Ekström und Spengler.

Die Spitzkehre war in Runde 11 der Schauplatz einiger Überholmanöver: Ekström ging an Glock vorbei und holte sich Platz 3. Direkt dahinter überholte Edoardo Mortara (Mercedes) seinerseits Spengler. Und Wittmann ging an Rockenfeller vorbei für Platz 7.

In Runde 12 verlor Glock eine weitere Position, denn Mortara war bei der Spitzkehre zur Stelle.

Green lag in Runde 13 mit 4,7 Sekunden vor Auer, Ekström, Mortara und Glock.

Ab Runde 13 gingen die Scheibenwischer an und die Piloten meldeten rutschige Bedingungen. Erste Regentropfen gingen über dem Hockenheimring nieder. Prompt rutschte Glock in der Spitzkehre von der Strecke, fuhr aber weiter.

Spitzenreiter Green setzte sich in der Folge weiter ab und vergrößerte seinen Vorsprung auf 7,6 Sekunden.

In Runde 15 verlor Ekström den 3. Platz an Mortara, bog aber direkt ab zum Reifenwechsel. Im folgenden Umlauf drehte sich Mortara ausgangs der 1. Kurve auf dem feuchten Randstein weg und fiel auf Rang 8 zurück.

Die Fahrer meldeten "heftigen Regen" in Kurve 2 und einen rutschigen 3. Sektor.

Green vergrößerte seinen Vorsprung weiter, auf über 10 Sekunden nach 17 Runden.

Auf einmal stiegen die Rundenzeiten dramatisch an, weil der Regen stärker wurde.

In Runde 19 bogen zahlreiche Piloten zum Reifenwechsel ab an die Box, darunter Titelverteidiger Wittmann – die Spitze um Green und Auer blieb jedoch auf der Strecke.

Green nutzte Runde 20 zum Absitzen seiner Strafe und holte sich seinerseits Regenreifen. Auer wiederum übernahm auf der Strecke die Führung, ohne Boxenstopp – um 1 Runde danach an die Box zu fahren.

Auer kehrte als 2. zurück auf die Strecke, rutschte aber in der Spitzkehre von der Bahn, sodass Wittmann und Gary Paffett (Mercedes) kampflos auf die Ränge 2 und 3 vorrückten.

In Runde 22 attackierte Paffett den vor ihm liegenden Wittmann und ging vor der Mercedes-Tribüne am DTM-Champion vorbei auf Platz 2. Paffett machte sich eine Viertelstunde vor Schluss daran, seinen Rückstand von 14,7 Sekunden auf Green zu reduzieren.

Maro Engel (Mercedes) schoss in Runde 24 auf Rang 8 liegend in der Sachskurve durch das Kiesbett, fuhr aber weiter. Zeitgleich lieferten sich Ekström und Glock ein enges Duell um den 10. Platz.

10 Minuten vor Rennende kam Green mit einem Vorsprung von 11,8 Sekunden auf Paffett über die Linie.

In Runde 30 überholte Glock seinen BMW-Kollegen Spengler ein weiteres Mal in diesem Rennen und übernahm damit Rang 9. Im nächsten Umlauf schnappte sich Glock in der Spitzkehre auch Engel.

Mit einem Vorsprung von 5,7 Sekunden ging Green in die 32. und letzte Rennrunde.

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