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DTM-Herstellertest: So lief es für Audi und BMW

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DTM-Herstellertest: So lief es für Audi und BMW
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15.02.2020, 09:02

Die DTM testete diese Woche drei Tage lang in Vallelunga: Wie BMW seine Schwachstellen langsam in den Griff kriegt und welches Fazit die Hersteller ziehen

Eigentlich war dieses Jahr als Vorbereitung auf die kommende DTM-Saison nur der offizielle ITR-Test in Monza geplant, doch Audi und BMW einigten sich darauf, von 12. bis 14. Februar einen Herstellertest in Vallelunga auszutragen. Beide Hersteller setzten auf dem Kurs vor den Toren Roms an den vergangenen drei Tagen ihren mit Sensoren ausgestatteten Testträger ein.

Doch wie lief es für Audi und BMW? Während der wieder genesene Champion Rene Rast und Mike Rockenfeller, der den Finaltag bestritt, im RS 5 an drei Tagen 451 Runden in den Asphalt brannten, kamen die Münchner sogar auf 460 Runden. Dort absolvierte Philipp Eng den ersten Tag, ehe danach Timo Glock das Steuer des von RMG vorbereiteten M4 übernahm.

Die Bedingungen waren bis auf den Finaltag, an dem die Strecke am Morgen sogar komplett feucht war, perfekt. Rundenzeiten werden von den Herstellern bei privaten Tests in der Regel nicht kommuniziert. Dennoch sind die abgespulten Runden eine gute Nachricht für BMW, die im Vorjahr unter Zuverlässigkeitsproblemen litten und sich schon beim Young-Driver-Test im Dezember in Jerez verbessert präsentiert hatten.

BMW: "Weiterer Schritt nach vorne"

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Test", bestätigt Eng. "Es war klasse, Wie viel positive Energie im ganzen Team zu spüren ist, und zu sehen, wie viel harte Arbeit über den Winter geleistet wurde. Jeder ist motiviert bis in die Haarspitzen", was ihm als Fahrer ein "extrem gutes Gefühl" gäbe.

Der Österreicher, der bereits beim Young-Driver-Test zum Einsatz kam und daher die Fortschritte beurteilen kann, spricht von einem "weiteren Schritt nach vorne". Man habe "auf der Strecke bestätigt, dass wir alles, was wir uns vorgenommen haben, umsetzen konnten. Das Auto ist wirklich sehr gut fahrbar."

Durch die Haltbarkeitsprobleme beim M4, die auf die vom Turbomotor ausgelösten Vibrationen zurückzuführen waren, sah man sich dazu gezwungen, während der Saison Teile steifer zu machen. Dadurch lief die Gewichtsbalance aus dem Ruder - und man fiel immer weiter zurück. Nun will man zumindest wieder an die Performance zu Beginn der Saison 2019 anschließen.

Auer und Aberdein als BMW-Beobachter

Auch Glock, der 2019 ein Seuchenjahr erlebte und von einer Grippe geschwächt anreiste, spricht von einem "positiven Test. Das Auto hat sich gut angefühlt, und wir konnten viele Punkte auf unserer Liste abarbeiten. Jetzt müssen wir sehen, dass wir in Monza den Rest aussortieren und uns weiter gut auf die Saison vorbereiten."

Lucas Auer

Lucas Auer gewöhnte sich in Vallelunga an sein neues Umfeld

Foto: BMW

Bei BMW waren neben den Einsatzfahrern auch die Neuzugänge Lucas Auer und Jonathan Aberdein vor Ort, um sich an die Abläufe zu gewöhnen und ihre neue Mannschaft besser kennenzulernen. Audi hatte hingegen nur Rast und Rockenfeller vor Ort.

"Meine Rolle bei diesem Test war zu beobachten, das Team kennenzulernen und zu lernen, wie alles abläuft", sagt Aberdein, der noch in Jerez im WRT-Audi gesessen hatte, ehe er zu BMW überlief. "Dies alles zu sehen, hat mir sehr geholfen."

DTM-Neuzugang Robert Kubica, der 2020 mit dem BMW-Kundenteam von ART starten wird, war übrigens nicht vor Ort. Der Pole, der parallel zum DTM-Job auch Formel-1-Ersatzfahrer bei Alfa Romeo ist, war stattdessen beim Shakedown des neuen Formel-1-Boliden in Fiorano.

Worauf sich Audi konzentrierte

Nicht nur bei BMW, sondern auch bei Audi zeigt man sich mit den Versuchsfahrten zufrieden. "Es war ein sehr positiver Test für Audi", sagte DTM-Projektleiter Andreas Roos, dessen Truppe 2020 die Titelverteidigung anstrebt. "Wir konnten erneut viele Testkilometer abspulen und werden nun die Daten und die gewonnenen Erkenntnisse genau analysieren, um uns bestmöglich auf die neue Saison vorzubereiten."

Die Ingolstädter konzentrierte sich laut eigenen Angaben auf "Detailarbeiten in den Bereichen Fahrzeugabstimmung und Fahrbarkeit". Der RS 5 wurde im Gegensatz zu BMW nicht von einem der Werksteams eingesetzt, sondern von den Audi-Sport-Mannschaft aus Neuburg.

Als nächster Programmpunkt steht für die DTM der offizielle ITR-Test von 16. bis 18. März in Monza auf dem Programm. Dort werden bei BMW endlich auch Auer, Aberdein und Sheldon van der Linde die Möglichkeit haben, sich auf die Saison vorzubereiten. Bei Audi sind bei den Wintertests Jamie Green, Loic Duval und Robin Frijns noch nicht zum Einsatz gekommen. Der Saisonauftakt findet vom 24. bis 26. April in Zolder statt.

Mit Bildmaterial von BMW.

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Rennserie DTM
Urheber Sven Haidinger