DTM Norisring: Wie die Quali-Gruppen aussehen und der Modus funktioniert
Der Norisring ist der einzige DTM-Kurs mit einem besonderen Qualifying-Modus: Warum das Feld geteilt wird und wie daraus die Startaufstellung entsteht
Ungewöhnlicher Modus: Auf dem Norisring finden zwei Qualifying-Sessions statt
Foto: ADAC Motorsport
Das Qualifying auf dem Norisring (alle Infos zu TV-Zeiten, Stream etc.) wird seit dem Jahr 2022 in zwei Startgruppen durchgeführt, wobei der Modus seitdem leicht angepasst wurde. Ursache für diesen speziellen Modus ist die Tatsache, dass der Norisring nur 2,162 Kilometer lang ist und die Piloten wegen des geringen Reifenabbaus viele Runden absolvieren, wodurch viel Betrieb auf der Strecke herrscht.
Behinderungen sind kaum zu vermeiden. Wenn das Feld geteilt wird, ist die Chance größer, dass die Piloten eine freie Runde bekommen und es zu keinen Zwischenfällen kommt. Im Gegensatz zum früheren ITR-Modus, als der Stand in der Meisterschaft für die Aufteilung in die zwei Gruppen entschieden hat, ist seit 2023 das Gesamtergebnis des Freitagtrainings ausschlaggebend.
Da Ben Dörr Tagesbestzeit fuhr (Trainingsbericht), startet der Dörr-McLaren-Pilot in Gruppe A, der zweitplatzierte Lucas Auer in Gruppe B (genaue Gruppeneinteilung am Ende des Artikels).
Interessant ist, dass durch das Freitag-Ergebnis beide Winward-Mercedes-Piloten, beide Emil-Frey-Ferrari-Piloten und beide Abt-Lamborghini-Fahrer in Gruppe A landeten, während das Landgraf-Mercedes-Duo und beide Grasser-Lamborghini-Fahrer in Gruppe B starten.
Wie die Qualifying-Gruppen ermittelt wurden
Wie die Gruppen ermittelt wurden? Die ungeraden Positionen - also der Schnellste, der Drittplatzierte etc. - kommen in Gruppe A, die geraden - also der Zweite, der Vierte etc. - landen in Gruppe B. Nur wenn es kein Freies Training gibt, dient der Meisterschaftsstand als Basis für die Gruppeneinteilung, bei punktelosen Fahrern entscheidet die Startnummer (aufsteigend). Doch wie funktioniert der Qualifying-Modus?
Am Samstag fährt zuerst die Gruppe A ihre 20-minütige Qualifying-Session, nach einer Unterbrechung kommt dann die Gruppe B an die Reihe. Von der Pole startet jener Pilot, der gruppenübergreifend die schnellste Zeit erzielt. Zweiter ist der schnellste Fahrer aus der anderen Gruppe - dahinter ergibt sich die Startaufstellung jeweils abwechselnd.
Was passiert bei Strafen im Qualifying?
Während am Samstag in der Regel die Startgruppe B einen Vorteil hat, weil sie später an die Reihe kommt und vom zusätzlichen Grip durch den Fahrbetrieb profitiert, kommt am Sonntag die Startgruppe A später an die Reihe, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Sollte es allerdings regnen, könnte es dazu kommen, dass zweimal die gleiche Gruppe im Vorteil ist.
Doch was passiert, wenn Rundenzeiten gestrichen werden oder ein Pilot eine Gridstrafe abbüßen muss und in der Startaufstellung zurückversetzt wird? Das sportliche Reglement der DTM besagt, dass Fahrer, deren Rundenzeiten im Qualifying auf dem Norisring gestrichen werden, hinter den Piloten in ihrer jeweiligen Gruppe am Ende der Startaufstellung platziert werden.
Rückversetzungen finden laut Reglement hingegen "auf die kombinierte Startaufstellung Anwendung, auch wenn sich dadurch die jeweilige Gruppenzuordnung (Startseite) ändert". Es kann dadurch also passieren, dass sie nicht auf der Startseite ihrer Gruppe starten.
Offizielle Gruppeneinteilung
Gruppe A: Ben Dörr (Dörr-McLaren), Jules Gounon (Winward-Mercedes), Maro Engel (Winward-Mercedes), Thierry Vermeulen (Emil-Frey-Ferrari), Matteo Cairoli (Emil-Frey-Ferrari), Marco Mapelli (Abt-Lamborghini), Luca Engstler (Abt-Lamborghini), Nicolas Baert (Comtoyou-Aston-Martin), Finn Wiebelhaus (HRT-Ford), Ricardo Feller (Manthey-Porsche), Marco Wittmann (Schubert-BMW);
Gruppe B: Lucas Auer (Landgraf-Mercedes), Tom Kalender (Landgraf-Mercedes), Mirko Bortolotti (Grasser-Lamborghini), Maximilian Paul (Grasser-Lamborghini), Nicki Thiim (Comtoyou-Aston-Martin), Arjun Maini (HRT-Ford), Timo Glock (Dörr-McLaren), Kelvin van der Linde (Schubert-BMW), Thomas Preining (Manthey-Porsche), Bastian Buus (Land-Porsche);
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