DTM-Qualifying Norisring 1: Lawson besiegt Titelrivale Kelvin van der Linde

Pole für AF-Corse-Ferrari-Pilot Liam Lawson, der sich beim Samstags-Qualifying auf dem Norisring gegen Rivale Kelvin van der Linde durchsetzt - Wittmann weit zurück

DTM-Qualifying Norisring 1: Lawson besiegt Titelrivale Kelvin van der Linde

Beim vorletzten DTM-Qualifying der Saison auf dem Norisring sichert sich DTM-Leader Liam Lawson im AF-Corse-Ferrari die Poleposition. Damit holt er drei weitere Punkte und baut seine Führung auf 15 Punkte aus, da sein Titelrivale Kelvin van der Linde im Abt-Audi mit 0,184 Sekunden Rückstand Zweiter wird.

Dahinter lauern mit Lucas Auer, Arjun Maini, dem DTM-Dritten Maximilian Götz, Philip Ellis und Daniel Juncadella fünf Mercedes-AMG-Boliden. Götz, dem nun 29 Punkte fehlen, geht daher von Startplatz fünf aus ins Rennen.

Ein enttäuschendes Qualifying erlebte einmal mehr Walkenhorst-BMW-Pilot Marco Wittmann: Dem Lokalmatador fehlten am Ende 0,848 Sekunden, wodurch er 19. und damit Vorletzter wurde. Er liegt im Titelkampf auf Platz vier nun 44 Punkte zurück.

Reifen-Taktik der Schlüssel für Liam Lawson

Lawson fuhr im Samstags-Qualifying eine Bestzeit von 48,720 und hatte damit einen für Norisring-Verhältnisse recht großen Vorsprung von 0,184 Sekunden auf seinen schärfsten Verfolger Kelvin van der Linde. "Der Schlüssel war, und das haben wir schon früh realisiert, dass wir früh den zweiten Satz aufziehen müssen", erklärt Lawson gegenüber 'ran'.

"Ich war besorgt, dass wir möglicherweise ein bisschen zu spät gewechselt haben. Am Ende war es aber perfekt, und ich hatte eine gute Track-Position hinter Luggi. Das Auto war sehr gut." Van der Linde musste nach dem Qualifying zugeben, überhaupt keine Chance gehabt zu haben.

"Wir reden hier über Hundertstel und Tausendstel. Und bei zwei Zehntel hab ich keine Chance", stellt der Abt-Audi-Pilot unmissverständlich klar. Dabei holte er sich selbst Hilfe von Bruder Sheldon van der Linde (17.) in Form von Windschatten ab.
 
 
Druck verspürt van der Linde angesichts von nun 15 Punkten Rückstand aber keinen: "Ich glaube, der Druck geht immer runter, weil ich müsste jetzt im Rennen umso mehr Risiko eingehen. Der Druck steigt bei Liam. Da ist ein Mercedes auf drei und ein Audi auf zwei. Mal schauen, was passiert."
 
Lucas Auer hofft: Habe das Gefühl, es wird scheppern
 
Der Ferrari-Pilot rechnet allerdings selbst nicht damit, den Titelgewinn bereits am heutigen Samstag zu fixieren: "Es wird schwer. Wir haben das Gewicht im Auto und Kelvin steht neben uns. Im Prinzip muss ich sicherstellen, dass ich Punkte hole und morgen in einer guten Ausgangslage bin. Es wäre großartig, wenn wir es heute schaffen, aber wir werden sehen, wie das Rennen läuft."
 
Lucas Auer, der Lawson im Qualifying Windschatten spendete, bringt sich als womöglich lachender Dritter in Lauerstellung. "Ich schaue mir das an, denn ich habe das Gefühl, da wird es heute scheppern. Da sehe ich viel Potenzial", meint der Mercedes-AMG-Fahrer. "Ich habe aber auch das Performance-Gewicht, also für mich wird es heute schwierig."
 
Hinter Auer haben sich im Qualifying übrigens vier weitere Mercedes-AMG-Piloten eingereiht, in der Reihenfolge: Arjun Maini, Maximilian Götz, Philip Ellis und Daniel Juncadella. Lawsons neuer Teamkollege Nick Cassidy startet von Platz acht vor Nico Müller und Esteban Muth.
 
In der Gesamtwertung steht es nun 209:194 für Lawson. Holt er im Samstags-Rennen 14 Punkte mehr als van der Linde und maximal einen weniger als Götz, ist er vorzeitig DTM-Champion 2021. Das vorletzte Rennen des Jahres startet wie gehabt um 13:30 Uhr MESZ.
 

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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