DTM-Qualifying Nürburgring 1: Van der Linde holt Pole - Porsche-Rückschlag

DTM-Leader Kelvin van der Linde holt beim Samstags-Qualifying auf dem Nürburgring seine dritte Pole vor AMG-Pilot Ellis - Porsche bei Premiere im hinteren Feld

DTM-Qualifying Nürburgring 1: Van der Linde holt Pole - Porsche-Rückschlag

Dritte Saison-Pole für Abts DTM-Leader Kelvin van der Linde beim Samstags-Qualifying auf der Nürburgring-Sprintstrecke. Der 25-jährige Südafrikaner setzte sich mit einer Bestzeit von 1:26.052 gegen Winward-Mercedes-Pilot Philip Ellis durch, der ihn in Zolder lange aufgehalten hatte. Dem Schweizer fehlten am Ende 0,211 Sekunden.

Kelvin van der Linde fuhr seine Pole-Runde mit Windschatten durch Abt-Teamkollege Markus Winkelhock schon im ersten Run. Sein Vorsprung von rund zwei Zehntel wiegt umso schwerer, wenn man bedenkt, dass die Top 19 am Ende innerhalb von nur 0,695 Sekunden lagen.

"Es war wirklich eine coole Runde", sagt der Abt-Audi-Pilot bei 'ran.de'. "Mein zweiter Run war dann nicht gut, ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass ich mich verbessern konnte." Ob er mit der Pole gerechnet hatte? "Überhaupt nicht", antwortet er. "Gestern hatten wir ein paar Probleme mit dem Auto, weshalb wir über Nacht ein paar Änderungen gemacht haben."

Kein Emotionsausbruch beim Pole-Setter: "Fluchen nicht nett"

Dass der Emotionsausbruch nach der Pole diesmal ruhiger ausfiel als in Zolder, hat übrigens nichts damit zu tun, dass der beste Startplatz inzwischen zur Gewohnheit geworden ist. "Mein Teamchef hat ein bisschen Stress gemacht das letzte Mal", offenbart van der Linde, der seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf 24 Punkte ausgebaut hat.

"Deswegen gehe ich es jetzt ruhiger an. Außerdem hören meine Eltern immer, dass ich am Funk fluche, wenn ich die Pole kriege. Das ist nicht nett."

Nicht nur van der Linde, sondern auch der zweitplatzierte Winward-Mercedes-Pilot Ellis rechnete nicht mit so einem guten Ergebnis. "Der erste Run war schon sehr gut, aber ich war dann doch ein bisschen überrascht, dass ich so weit vorne war", sagt der Schweizer bei 'ran.de'. Dennoch habe er gewusst, dass er im zweiten Versuch noch zulegen kann.

Bei Ellis war mehr drin: "Auto ein bisschen überfahren"

Das hatte Folgen: "Ich habe das Auto im letzten Sektor ein bisschen überfahren, weil ich wusste, dass ich noch was rausholen muss, um Kelvin irgendwie zu knacken. Hat leider nicht gereicht, ich bin aber mit P2 extrem zufrieden."

Auf Platz drei folgte mit Zolder-Sieger Marco Wittmann der beste BMW-Pilot, der 0,270 Sekunden Rückstand hatte. Der Walkenhorst-Pilot konnte es noch weniger glauben, auf Platz drei zu stehen. "Wir waren gestern im Training wirklich relativ weit hinten - und auch im ersten Run im Qualifying nur auf Platz 17", so der zweimalige DTM-Champion bei 'ran.de'. "Da dachte ich schon: Das wird ein schwieriges Qualifying."

Beim zweiten Versuch habe er aber eine "wirklich gute Runde erwischt". Das Ergebnis ist umso bemerkenswerter, da der mit Sheldon van der Linde der zweitbeste BMW-Pilot mit 0,690 Sekunden Rückstand nur auf Platz 18 landete.

Gaststarter Stolz und Haase überraschen

Hinter Wittmann folgen auf den Plätzen vier bis sechs mit Daniel Juncadella, Toksport-WRT-Gaststarter Luca Stolz und Maximilian Götz drei Mercedes-AMG-Piloten. Auf Platz sieben landete Debütant Christopher Haase, der im Rosberg-Audi Dev Gore ersetzt und damit zweitbester Audi-Pilot wurde.

Das ist vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass er erst am Donnerstag von seinem Einsatz erfuhr, eine starke Leistung. Dennoch zeigt sich der Audi-Werksfahrer, der direkt vor dem besten Lamborghini-Piloten Esteban Muth startet, bei 'ran.de' selbstkritisch. "Ich habe einen guten Run mit wenig Verkehr gehabt", sagt er. "Aber wenn du auf P7 bist, dann sind noch sechs vor dir. Da ist definitiv noch Arbeit nötig."

Rückschlag für Lawson und Ammermüller

Einen Rückschlag setzte es für den Zweitplatzierten in der Meisterschaft, Liam Lawson. Der AF-Corse-Ferrari-Pilot kam nur auf Platz elf. Auch für SSR-Porsche-Gaststarter Michael Ammermüller lief das Qualifying nicht optimal: Der Passauer muss bei der Porsche-Premiere von Startplatz 20 losfahren.

Wie es den anderen Gaststartern erging? McLaren-Pilot Christian Klien kam mit 0,550 Sekunden Rückstand auf Platz 14, Sophia Flörschs Ersatzmann Markus Winkelhock verlor auf Platz 19 0,695 Sekunden - und der 52-jährige HRT-Mercedes-Teamchef Hubert Haupt bildet als 23. das Schlusslicht.

Doch auch bei ihm hielt sich der Rückstand mit 1,128 Sekunden absolut in Grenzen. Das Rennen wird wie gewohnt um 13:30 Uhr gestartet.

Mit Bildmaterial von DTM.

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