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Augusto Farfus: Boxenstopps in der DTM 2017 "reine Glückssache"

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Augusto Farfus: Boxenstopps in der DTM 2017 "reine Glückssache"
Autor:
Übersetzung: André Wiegold
16.08.2017, 14:39

Laut DTM-Pilot Augusto Farfus sind die Boxenstoppstrategien in der Saison 2017 zu einer Art Glücksspiel geworden.

Augusto Farfus, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Jamie Green, Audi Sport Team Rosberg, Audi RS 5 DTM
Mike Rockenfeller, Audi Sport Team Phoenix, Audi RS 5 DTM, Augusto Farfus, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Augusto Farfus, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Paul Di Resta, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Robert Wickens, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Augusto Farfus, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Robert Wickens, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Paul Di Resta, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Podium: 1.Maro Engel, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM; 2. Mattias Ekström, Audi Sport Te
Augusto Farfus, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Augusto Farfus, BMW Team RMG, BMW M4 DTM
Augusto Farfus, BMW Team RMG, BMW M4 DTM

In der DTM-Saison 2017 müssen die Piloten in einem Rennen einen Boxenstopp ablegen, wobei der Zeitpunkt von den Teams frei wählbar ist. Beim Stopp ziehen die Rennställe den weicheren Hankook-Reifen auf. Im Laufe der Saison ist jedoch klar geworden, dass dieser Reifen in vielen Rennen die gesamte Renndistanz über hält.

Daher kommen die Piloten gewöhnlich in den ersten Runden an die Box, um auf die weichere Reifenmischung zu wechseln.

Farfus sagte gegenüber Motorsport.com: "Es ist eine reine Glückssache. Eine Strategie ist keine echte Strategie mehr, sondern ein Glücksspiel."

"Im Rennen am Sonntag in Moskau lautete meine Strategie, in Runde 2 an die Box zu kommen. Ich hatte einen guten Start und war auf Platz 8 unterwegs. Den Plan einzuhalten, war ein Fehler. Wir wussten, dass einige Piloten schon in der 1. Runde reinkommen würden."

"Das sollte aber nicht möglich sein. Ein Boxenstoppfenster wäre die falsche Lösung, um die Stopps in der 1. Runde zu verhindern. Piloten sollten nicht in der 1. Runde an die Box kommen können, weil sie dann das Rennen nicht beenden können."

"Darum geht es. Wenn man dann doch an die Box kommt, geht man ein Risiko ein. Man kann es immer noch machen, aber dann weiß wissen die Teams, dass sie 2 Mal stoppen müssen."

Paul di Resta, der das Rennen am Samstag gewann, nachdem er in Runde 6 an die Box gekommen war, gab Farfus recht: "Wir sollten einen Nutzen von den weicheren Reifen haben. Man sollte aber nicht in der Lage sein, solch eine Strategie auszuführen."

Sein Mercedes-Kollege Robert Wickens erklärte, der Reifen der DTM-Saison 2017 sei die mittlere Option aus 3 Alternativen gewesen.

Gegenüber Motorsport.com sagte er: "Wir hatten beim Reifentest die Möglichkeit, aus 3 verschiedenen Reifenmischungen auszuwählen. Wir haben uns auf den mittleren Reifen geeinigt."

"Hankook wollte in allen Rennen denselben Reifen einsetzen, weshalb wir beispielsweise die Strecke in Zandvoort mit einkalkulieren mussten, die ziemlich reifenfressend ist."

"Man kann in der 1. Runde an die Box kommen und auf manchen Kursen dann das Rennen beenden. Das ist nicht das, was wir wollten. Trotzdem erhalten wir so eine unterhaltsame Show."

Audi-Pilot Jamie Green machte auch die Marken für die Reifenwahl verantwortlich. Er erklärte gegenüber Motorsport.com: "Es geht immer darum, eine Lösung für alle 3 Hersteller zu finden."

Bildergalerie: Jamie Green in Moskau

"Es gab einen weicheren Reifen, den ich im vergangenen Jahr in Mugello getestet habe. Eine Marke sagte, der Reifen sei zu weich, weshalb sie ihn nicht akzeptieren würde. Nun haben wir den Reifen, der vielleicht etwas zu sicher ist."

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