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Rennbericht

DTM-Rennen Lausitzring 1: Abt-Audi-Sieg bei Regen-Thriller mit zwei Abbrüchen

Abt-Pilot Kelvin van der Linde trotzt in der Lausitz dem Regen und feiert Start-Ziel-Sieg, während sich die Ereignisse überschlagen: Zwei Abbrüche, Engel von P19 auf P2

DTM-Rennen Lausitzring 1: Abt-Audi-Sieg bei Regen-Thriller mit zwei Abbrüchen

Was für ein DTM-Thriller am Samstag in der Lausitz! Abt-Audi-Pilot Kelvin van der Linde behielt trotz eines plötzlichen Monsun-Regens in der zweiten Runde und zwei Abbrüchen, weil das stehende Wasser für unfahrbare Bedingungen sorgte, die Nerven und fuhr beim um 17 Uhr gestarteten Abendrennen von der Poleposition zum Sieg.

"Ich bin froh, dass wir es überstanden haben, denn es war ziemlich chaotisch und es kann alles passieren", ist van der Linde bei ran.de erleichtert. "Da kann plötzlich ein Auto auf Slicks fahren und das Rennen gewinnen, deswegen wusste ich, dass es bis zur letzten Runde nicht vorbei ist."

"Die Poleposition hat sich heute richtig gelohnt, da bin ich froh drüber", schmunzelt der Abt-Audi-Pilot, der im Gegensatz zu seinen Kontrahenten die freie Sicht genießen konnte. "Heute kann ich endlich mal richtig gut schlafen. Das werde ich genießen!"

Engel mit guter Strategie auf P2

Zweiter wurde Winward-Mercedes-Pilot Maro Engel, der nach dem Start nur 19. war, aber sofort nach dem einsetzenden Regen in der dritten Runde auf den neuen Pirelli-Regenreifen wechselte. Auf Platz drei landete Manthey-EMA-Porsche-Pilot Thomas Preining, der stets im Vorderfeld lag und sich nach dem schwachen Auftakt auf dem Podest zurückmeldet.

"Ich bin mega happy. Es war eines der herausforderndsten Rennen, wo ich je dabei war. Wir wollen um die Meisterschaft fahren, da muss man in solchen Rennen das Risiko herausnehmen", weiß Preining. "Wir haben von den Fehlern anderer profitiert. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, das ist eine Motivation und ein Aufwärtstrend."

Lucas Auer (Winward-Mercedes) belegt am Ende den vierten Platz, obwohl der 29-Jährige am Lausitzring mit einer Entzündung der Nasennebenhöhle zu kämpfen hat. "Auf jeden Fall habe ich so brutal geschwitzt, dass es richtig schlecht wird oder dass ich wieder gesund bin", scherzte der Österreicher während der Unterbrechung.

Ricardo Feller (Abt-Audi) wird Fünfter, gefolgt Sheldon van der Linde (Schubert-BMW) und Arjun Maini (HRT-Mercedes). Nicki Thiim (SSR-Lamborghini) belegt die achte Position, während Christian Engelhart (Grasser-Lamborghini) und Luca Stolz (HRT-Mercedes) die Top 10 im ersten Rennen auf dem Lausitzring komplettieren.

Regenchaos kurz nach dem Start

Beim Start des Rennens strahlte noch die Sonne über dem Lausitzring, allerdings näherten sich bereits die dunklen Regenwolken. Van der Linde wandelte seine Pole in die Führung um, gefolgt von Abt-Teamkollege Feller und Manthey-EMA-Pilot Preining. Doch schon nach wenigen Runden öffnete der Himmel seine Schleusen!

Engel gehörte neben Maini, Maximilian Paul (Paul-Lamborghini, 12.) und Engelhart zu den ersten Piloten, die sich zum Wechsel auf die Regenreifen entschieden. Mit Erfolg: Während die Fahrer mit Slick-Reifen damit kämpften, ihre Fahrzeuge überhaupte auf der Strecke zu halten, konnte Engel den Vorteil seiner Regenreifen ausnutzen.

Eine Runde später kam auch der Führende van der Linde, während Teamkollege Feller zunächst auf der Strecke blieb und einen weiteren Umlauf absolvierte. "Wir haben nicht für beide Autos die perfekte Strategie fahren können, deswegen ist Ricardo zurückgefallen", erklärt Abt-Sportdirektor Martin Tomczyk.

Nachdem alle Fahrer auf die Regenreifen gewechselt hatten, führte van der Linde vor Engel und Thiim. Dann musste die Rennleitung auf den heftigen Regen reagieren: Mit der roten Flagge wurde das Rennen unterbrochen. Auch ein zweiter Versuch, wenige Minuten später, war nicht von Erfolg gekrönt. Erst nach rund 20-minütiger Unterbrechung konnte das Rennen hinter dem Safety-Car fortgesetzt werden.

Bortolotti-Risiko zahlt sich ganz nicht aus

Rund 40 Minuten standen noch auf der Uhr, wobei sich das 20-minütige Boxenstoppfenster bereits kurz nach dem Restart öffnete. Nur wenige Piloten kamen direkt zu ihrem Pflichtstopp, während die meisten Piloten bis zum spätmöglichsten Zeitpunkt draußen blieben und abwarteten, ob die Strecke bis zum Schließen des Fensters ausreichend abtrocknete, um möglicherweise auf die Slicks zu wechseln.

Während sich die Top-Piloten trotz abtrocknenden Bedingungen allesamt für die Regenreifen entschieden, ging Mirko Bortolotti (SSR-Lamborghini) das Risiko ein und wechselte knapp 20 Minuten vor dem Rennende auf die Trockenreifen. Ein Versuch, der sich nicht ganz auszahlte: Zwar trocknete die Strecke rasch ab, allerdings war der Rückstand auf die Spitze zu groß, um wieder nach vorne zu kommen.

Vom 18. Platz kämpfte sich Bortolotti in den letzten Minuten noch auf den elften Platz nach vorne und sammelte damit fünf Zähler, doch in den Kampf um die Top 10 konnte sich der Italiener am Ende nicht mehr einmischen, sodass van der Linde an der Spitze des Feldes seinem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegenfuhr.

Den einzigen Ausfall des Rennens musste Rene Rast (Schubert-BMW) beklagen. Der dreifache DTM-Champion kam nach seinem Boxenstopp nicht mehr weg. "Ich wollte losfahren, aber das Auto ist abgestorben", rätselte Rast, der mehrere Fehlermeldungen auf dem Display hatte. "Ich habe einen Neustart gemacht, aber das hat nicht geholfen."

Der bisherige DTM-Spitzenreiter Luca Engstler (Grasser-Lamborghini) sammelte am Ende nur zwei Punkte, nachdem er bei einsetzendem Regen mehrfach von der Strecke rutschte. Die beiden McLaren-Piloten Ben Dörr und Clemens Schmid schafften es nicht in die Punkteränge.

Am Sonntag findet das zweite Rennen auf dem Lausitzring statt. Der Rennstart erfolgt wie üblich um 13:30 Uhr, nachdem im Qualifying (ab 9:40 Uhr) zunächst die Startaufstellung ermittelt wird.

Mit Bildmaterial von Markus Toppmöller.

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