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DTM-Rennen Lausitzring 2: Bortolotti schlägt Feller und ist neuer DTM-Leader

SSR-Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti bleibt im Zweikampf um den Sieg mit Ricardo Feller cool und übernimmt die DTM-Führung - Lamborghini-Markenkollegen crashen

DTM-Rennen Lausitzring 2: Bortolotti schlägt Feller und ist neuer DTM-Leader

Mirko Bortolotti (SSR-Lamborghini; 1.) übersteht auf dem Lausitzring einen Sturmlauf von Ricardo Feller (Abt-Audi; 2.) und holt sich zum perfekten Zeitpunkt seinen zweiten DTM-Sieg. Mit dieser Defensivleistung übernimmt er die Tabellenführung von Thomas Preining (Manthey-EMA-Porsche; 4.).

Ergebnis Rennen 2

Fast über die gesamte Renndistanz musste sich der Lamborghini-Werkspilot den Angriffen des Schweizers erwehren. Feller konnte schneller fahren und hatte am Eingang und in der Mitte der langgezogenen 180-Grad-Kurven klare Vorteile. Am Kurvenausgang und auf den Geraden war der Lamborghini Huracan GT3 Evo2 jedoch stärker, was Bortolotti half.

Feller leistete sich nur einen Aussetzer, als er in Kurve 7 von der Strecke abkam und leicht durch den Kies fuhr. Das war ausgerechnet kurz vor dem Boxenstopp, der für Feller die einzige reelle Chance war, vorbeizukommen. SSR Performance absolvierte den Stopp tadellos und schickte Bortolotti vor Feller wieder auf die Strecke.

Der Abt-Pilot konnte die kleine Lücke schnell schließen, doch Bortolotti baute ein Bollwerk auf, an dem alle Angriffe abprallten. Diese Defensivleistung, gepaart mit dem minimal besseren Topspeed des Lamborghini gegenüber dem Audi R8 LMS GT3 Evo II, reichte aus, um die Führung zu behaupten. Bortolotti machte keinen entscheidenden Fehler, obwohl er immer wieder ins Rutschen kam.

"Man hat von Anfang an gesehen, dass er schneller war, aber er kam nicht vorbei. Ich habe einfach überall geparkt, wo ich konnte. Wie man im Fußball sagt: Park den Bus hinten rein", so der Austro-Italiener im 'ran'-Interview. Nach seinem zweiten Platz am Samstag fuhr er mit zehn Kilogramm Erfolgsballast zum Sieg.

 

Feller ergänzt: "Das war brutal hart. Das weiß man, er ist ein super Fahrer und hat ein Top-Auto. Ich habe alles versucht, es hat nicht ganz gereicht. Einmal habe ich in der letzten Kurve gedacht, jetzt geht's, aber der Lambo ist auf der Geraden einfach schnell. Trotzdem bin ich mit Platz zwei überglücklich."

In der Schlussphase kam auch Luca Stolz (HRT-Mercedes; 3.) an die beiden Streithähne heran, konnte aber nie aktiv in den Kampf eingreifen. Er nutzte eine etwas zu passive Strategie von Manthey-EMA, um mit einem Undercut von sechs Runden an Preining vorbeizugehen. Der Österreicher beschwerte sich am Funk über den späten Boxenstopp.

Perera schießt Schmid volles Programm ab

Eigentlich ging es beim Undercut nur um den fünften Platz, doch eine Lamborghini-interne Kollision, just als sich das Boxenstopp-Fenster öffnete, bescherte allen Piloten jenseits von Bortolotti und Feller zwei Positionen.

In Kurve 11 bretterte Franck Perera (SSR-Lamborghini; DNF) dem drittplatzierten Clemens Schmid (Grasser-Lamborghini; DNF) mit voller Wucht ins Heck. Statt um das Podium zu kämpfen, trafen sich die beiden in der Boxengasse zur sofortigen Besprechung, kamen aber auf keinen gemeinsamen Nenner.

"Ich habe versucht, ihn unter Druck zu setzen und er hat zu früh gebremst. Er war viel zu früh und hat auch noch die Linie gewechselt. Da konnte ich nichts mehr machen", sagt Perera.

 

Schmid lacht darüber: "Ich habe dort gebremst, wo ich jede Runde gebremst habe. Ich glaube, das Fernsehbild ist eindeutig, denn er schafft die Kurve nicht einmal mit dem Schubser, er fährt noch mit viel Schwung in die Box. Ich weiß nicht, was ihn da geritten hat. Ist ja nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass er so etwas macht."

Die Kollision half in erster Linie Preining, weil dadurch weniger Autos zwischen ihm und Bortolotti landeten. In der Tabelle hat Bortolotti nun sieben Punkte Vorsprung auf den Österreicher, Feller ist neuer Dritter mit 19 Punkten Rückstand auf den Rennsieger.

Rückschlag für BMW

Dennis Olsen (Manthey-EMA-Porsche) komplettierte als Fünfter ein starkes Mannschaftsergebnis für Manthey-EMA. "Grello" und Greeno" waren die einzigen beiden Porsche 911 GT3 R, die die BoP-Änderung vom Samstagabend konsequent nutzen konnten. Als einziger weiterer Porsche-Pilot fuhr Marvin Dienst (Toksport-Porsche) als Zwölfter in die Punkteränge.

Hinter Preining kamen Lucas Auer (Winward-Mercedes; 6.), Samstagssieger Jack Aitken (Emil-Frey-Ferrari; 7.) und Kelvin an der Linde (Abt-Audi; 8.) ins Ziel. Aitken hatte insgesamt 30 Kilogramm mehr als am Samstag mitzuführen - 20 Kilogramm Erfolgsballast plus zehn Kilogramm Zuladung in der BoP.

Erst auf Rang neun überquerte Marco Wittmann (Project-1-BMW) als bester BMW M4 GT3 die Ziellinie, dicht gefolgt von Rene Rast (Schubert-BMW), der mit einem bärenstarken Start von Platz 15 einiges vom schwachen Qualifying wettmachte.

 

Wittmann erhielt allerdings nachträglich eine Strafrunde für eine Rangelei mit Maro Engel (Landgraf-Mercedes; DNF). Dieselbe Strafe erhielt auch Rast für einen Treffer gegen Alessio Deledda (SSR-Lamborghini;19.), als dieser noch nicht gestoppt hatte. Beide fielen hinter Thierry Vermeulen (Emil-Frey-Ferrari; 9.) zurück.

Im Gegensatz zu Porsche erhielt BMW keine Anpassung der Einstufung. Sheldon van der Linde (Schubert-BMW) wurde nach einem rundenlangen, harten Kampf mit Maximilian Paul (Grasser-Lamborghini; DNF) nur 13. Die Titelverteidigung ist damit in weite Ferne gerückt, Bortolotti hat nun 35 Punkte Vorsprung.

Auch für Engel, der mit der "Mamba" ausschied und mit über 50 Punkten Rückstand keine Titelchance mehr hat, dürfte das Thema Meisterschaft erledigt sein.

Die DTM kehrt nun auf den Sachsenring zurück, der zuletzt 2002 im Kalender stand. Die beiden Rennen stehen am 9. und 10. September auf dem Programm.

Mit Bildmaterial von Alexander Trienitz.

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