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DTM-Rennen Lausitz 2: Rasts Fotofinish-Sieg gegen Müller

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Autor:
Co-Autor: Sven Haidinger

Engster Zieleinlauf der DTM-Geschichte wiederholt: Rene Rast wehrt Nico Müllers Schlussattacke in der Lausitz ab - BMW nach Quali-Pleite auf Podest

Fotofinish beim vierten Rennen der DTM-Saison 2020, bei dem der knappste Zieleinlauf in der seit 1984 geschriebenen Geschichte der Rennserie wiederholt wurde!

Auf der Sprintstrecke des Lausitzrings entschieden beim Sonntagsrennen wie schon einst 1996 auf dem Norisring abermals 0,089 Sekunden über den Sieg und den zweiten Platz. Die Duellanten waren diesmal die beiden Protagonisten des bisherigen Saisonverlaufs: Rene Rast (Rosberg-Audi) und Nico Müller (Abt-Audi).

Fotos: DTM 2020 - Lausitzring 1

Am Ende hatte Rast hauchdünn die Nase vorn und holte damit seinen ersten Saisonsieg nach, den er aufgrund der nachträglichen Zehn-Sekunden-Strafe für das zweite Spa-Rennen ausgerechnet an Müller verloren hatte. Müller wiederum hat seinen vierten Saisonsieg und saisonübergreifend seinen fünften Sieg hintereinander um eben jene 0,089 Sekunden verpasst.

 

Enge Zweikämpfe Frijns vs. Rast in der Anfangsphase

Bei höheren Temperaturen (Luft und Asphalt) als am Samstag kam zunächst der erneute Polesetter Robin Frijns (Abt-Audi) deutlich besser weg als am Vortag. Er schien als Führender in die enge erste Kurve einzubiegen. Noch besser gestartet war aber Rene Rast von der vierten Position.

In der ersten Kurve lag Rast Seite an Seite mit Frijns, kam im engen Duell aber leicht von der Strecke ab und reihte sich dann doch als Zweiter ein. Schon im Samstagsrennen war Rast auf den ersten Metern von der Strecke abgekommen.

 

Frijns führte die ersten beiden Runden vor Rast an. Eingangs der dritten Runde aber zog der Titelverteidiger vorbei und übernahm die Spitze. Hinter den beiden Audi-Fahrern hatte sich Marco Wittmann (RMG-BMW) vom siebten Startplatz auf den turbulenten ersten Metern direkt an die dritte Stelle nach vorn gefahren. Und der zweimalige DTM-Champion konnte den Anschluss an das Spitzenduo zunächst halten.

Eben dieses Spitzenduo sorgte weiter für Action. Denn vier Runden nachdem Rast Frijns im Kampf um P1 überholt hatte, schlug der Niederländer zurück. In Kurve 1 kam es eingangs der siebten Runde bereits zum dritten engen Duell der beiden. Dabei geriet Rast zum zweiten Mal ins Gras und verlor die Führung wieder an Frijns.

Die Rennleitung entschied, dass Frijns Rast von der Strecke gedrückt hat. Deshalb musste er die Spitzenposition wieder dem Titelverteidiger überlassen. So ging es in der Reihenfolge Rast, Frijns, Wittmann, Nico Müller und Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi) auf die Phase der Boxenstopps zu.

Müllers später Stopp sorgt für spannende zweite Rennhälfte

In der zwölften Runde kamen Frijns und Wittmann zeitgleich zum Boxenstopp. Spitzenreiter Rast blieb eine Runde länger draußen. Als er auf die Strecke zurückkam, lag er ganz knapp vor Frijns. Der Niederländer aber kam dank seiner etwas wärmeren Reifen vorbei und holte sich damit virtuell die Führung zurück. Virtuell deshalb, weil angeführt von Müller fünf Fahrer ihren Boxenstopp noch vor sich hatten.

Müller blieb bis zur 20. Runde auf der Bahn. Dann bog er als Führender des Rennens in die Boxengasse ab. Somit ging die Spitzenposition kurzzeitig an Rockenfeller über, der wie schon im Samstagsrennen erneut den längsten ersten Stint aller Fahrer hinlegte. In der 21. Runde kam schließlich auch er zum Boxenstopp.

Nach den Routinestopps aller Fahrer lautete die Reihenfolge in den Top 3: Frijns, Rast, Wittmann. Dahinter lag Timo Glock (RMG-BMW), der im Zuge der Boxenstopps an Müller vorbeigekommen war. Wenige Runden später kam der Tabellenführer aber an Glock vorbei und war damit Vierter. Das war noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

Ganz vorne gab sich Rast im vermeintlichen Kampf um den Sieg nicht gegenüber Frijns geschlagen. Auf der Start/Ziel-Gerade ging er am Niederländer vorbei, um sich die Führung zurückzuholen. Dahinter aber war es Müller, der in Riesenschritten aufholte. Ausschlaggebend dafür war die Tatsache, dass er aufgrund seines deutlich später eingelegten Boxenstopps die frischeren Reifen für die Schlussphase hatte.

Im Duell der beiden grün/weißen Fahrzeuge setzte sich Müller zehn Minuten vor Ende des Rennens gegen Wittmann durch und übernahm die dritte Position vom BMW-Fahrer. Doch damit nicht genug. Wenig später nämlich ging Müller auch an Frijns vorbei und übernahm die zweite Position.

Rast hält Müller knapp auf Distanz - Wittmann für BMW auf P3

Um auch Rast noch abzufangen, reichte es für Müller aber nicht mehr ganz. Zwar war der Schweizer in der letzten Runde direkt dran. Beim Beschleunigungsduell aus der letzten Kurve heraus aber zog er um 0,089 Sekunden den Kürzeren. So hat Rast seinen ersten Saisonsieg eingefahren und wird diesen auch behalten, sofern es nicht wieder ein Nachspiel seitens der Kommissare gibt...

 

"Ich habe das ganze Rennen mit dem Messer zwischen den Zähnen kämpfen müssen. Und natürlich habe ich gesehen, dass Nico am Ende des Rennens immer näher kommt. Ich habe versucht, meine Reifen bis zum Ende zu schonen, glaube aber, er hatte einen kleinen Vorteil, weil er ein bisschen später gestoppt hat. Daher bin ich megahappy, dass wir jetzt den Sieg einfahren konnten", so die ersten Worte von Rast.

Müller meint: "Ich habe den Start verkackt. Der war nicht gut und ich habe zwei Plätze verloren. Gestern bin ich in Führung gegangen und das wollte ich wieder versuchen. Da habe ich vielleicht ein bisschen zu viel riskiert. Das Rennen danach war sehr gut. Gestern hat sich das Rennen unendlich angefühlt. Heute habe ich gebetet, dass es eine Runde länger dauert. So kann sich das von Tag zu Tag ändern. Es hat ganz knapp nicht gereicht."

Hinter dem Fotofinish zwischen Rast und Müller fuhr Wittmann seinen ersten Podestplatz der Saison nach Hause, nachdem auch er in den letzten Runden noch an Frijns vorbeigekommen war. Frijns hingegen, der am Samstag Dritter geworden war, blieb diesmal nur der vierte Platz - alles in allem nicht die Ausbeute, die er sich nach zwei Pole-Positions erhofft hatte. Die Top 5 des Rennens wurden komplettiert von Rockenfeller, der in seinem kurzen zweiten Stint nicht ganz den Vorwärtsdrang zeigte wie es bei Müller der Fall war.

Ergebnis: Rennen 2 der DTM 2020 auf Lausitzring 1

Habsburg nach Start aus zweiter Reihe nur Zehnter

Die Top 10 wurden vervollständigt von Glock auf P6, Philipp Eng (RBM-BMW; 7.), Loic Duval (Phoenix-Audi; 8.), Jonathan Aberdein (RMR-BMW; 9.) und Ferdinand Habsburg (WRT-Audi; 10.). Habsburg begann den Tag nach seinem bisher besten DTM-Ergebnis (Platz sechs im Rennen am Samstag) mit seinem bisher besten Qualifying-Ergebnis. Das Sonntagsrennen nahm der Österreicher vom vierten Startplatz unter die Räder.

In Kurve 3 der ersten Runde kam Habsburg aber von der Strecke ab. Dabei verlor er deutlich mehr Positionen als der ebenfalls über das Gras gefahrene Rast. Habsburg fiel ans Ende der Top 10 zurück. Wenig später erhielt er eine Verwarnung, weil er Jamie Green (Rosberg-Audi) im Zweikampf von der Strecke drückte. Auch Habsburgs Landsmann Lucas Auer (RMR-BMW) erhielt für ein ähnliches Manöver eine Verwarnung. Auer belegte am Ende den 14. Platz. Indes kam Green gar nicht ins Ziel und war der einzige Ausfall im Rennen.

Van der Linde verzockt sich - Scherer diesmal bester Rookie

Sheldon van der Linde, der mit seinem RBM-BMW im Samstagsrennen den zweiten Platz belegt hatte, verzockte sich diesmal. In der achten Runde war er der erste Fahrer gewesen, der seinen Boxenstopp eingelegt hatte. Diese Strategie mit einem langen zweiten Stint ging nach hinten los. Denn nachdem er in der zweiten Rennhälfte Platz um Platz verloren hatte, belegte van der Linde am Ende nur den 15. Platz im Ergebnis. Gestartet war er von der zehnten Position.

Robert Kubica (ART-BMW) musste kurz vor dem Rennstart zunächst eine Negativmeldung verkraften. Ihm wurden nachträglich die Qualifying-Zeiten gestrichen, weil im Parc-Ferme noch am Auto gearbeitet wurde. Auswirkung auf die Startaufstellung gab es keine, weil Kubica im Qualifying ohnehin der langsamste der 16 Fahrer gewesen war. Im Rennen belegte der Ex-Formel-1-Pilot den 14. Platz.

Bestplatzierter der drei Rookies im Feld war diesmal Fabio Scherer (WRT-Audi) auf dem elften Platz. Damit lag der Schweizer im Ziel eine Position vor seinem Teamkollegen Harrison Newey, der ebenfalls seine erste DTM-Saison fährt.

Gesamtwertung: Rast jetzt wieder Tabellenzweiter hinter Müller

In der DTM-Gesamtwertung 2020 ist Rene Rast dank des Sieges im Fotofinish nun wieder auf den zweiten Rang nach vorn gestoßen. Auf Nico Müller aber, der die Tabelle weiterhin ganz klar anführt, fehlen Rast trotzdem noch 39 Punkte.

Robin Frijns ist vom zweiten auf den dritten Tabellenplatz abgerutscht. Sein Rückstand auf den führenden Teamkollegen Müller beträgt 42 Punkte. Mit großem Abstand folgen Jamie Green und Mike Rockenfeller auf dem vierten und fünften Rang der Tabelle.

Direkt am kommenden Wochenende stehen erneut zwei Rennen auf dem Lausitzring an. Dann allerdings wird auf der 4,345 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke mit 14 Kurven gefahren. Am aktuellen Wochenende wurde die 3,478 Kilometer kurze Sprintstrecke mit zwölf Kurven befahren.

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Artikel-Info

Rennserie DTM
Event Lausitzring 1
Subevent Rennen 2
Fahrer René Rast
Teams Team Rosberg
Urheber Mario Fritzsche