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DTM-Rennen Norisring 1: BMW-Pilot Rast siegt dank Slick-Poker bei Regenchaos

Rene Rast (Schubert-BMW) gewinnt ein verrücktes Rennen auf dem Norisring dank gewagter Reifenstrategie - Franck Perera und Luca Engstler auf dem Podium

DTM-Rennen Norisring 1: BMW-Pilot Rast siegt dank Slick-Poker bei Regenchaos

Verrücktes DTM-Rennen auf dem Stadtkurs in Nürburgring! Rene Rast gewinnt das erste Rennen auf dem Norisring dank erhöhter Risikobereitschaft: Weil der Schubert-BMW-Pilot trotz einsetzendem Regen auf den Slick-Reifen blieb, fuhr der dreifache DTM-Champion seinen 27. Rennsieg nach Hause.

"Ich habe schon in der Startaufstellung gesagt, dass mich die Jungs einfach fahren lassen sollen, wenn es regnet und genau das haben wir gemacht", grinst Rast gegenüber ran.de. "Ich habe es im Urin gehabt, dass wir heute gewinnen. Anfangs war es ein bisschen schwierig, ich war auf dem fünften Platz und konnte nicht überholen, aber am Ende hat es geklappt."

Auch das Grasser-Team hatte allen Grund zur Freude: DTM-Rückkehrer Franck Perera und Teamkollege Luca Engstler blieben ebenfalls auf den Trockenreifen und machten das Doppelpodium für die Lamborghini-Mannschaft somit komplett. Engstler kam vom 15. Startplatz und wurde zum Nutznießer des Regenschauers, der kurz nach dem Schließen des Boxenstoppfensters einsetzte.

Auch dahinter landen mit Nicki Thiim und Mirko Bortolotti (beide SSR-Lamborghini) auf den Plätzen vier und fünf zwei Lamborghini-Piloten. Kelvin van der Linde (Abt-Audi) wird Sechster, gefolgt von Sheldon van der Linde (Schubert-BMW) und Maro Engel (Winward-Mercedes). Polesetter Jack Aitken (Emil-Frey-Ferrari) und Maximilian Paul (Paul-Lamborghini) komplettieren die Top 10.

Polesetter Aitken beim Start ohne Fehler

 

Der Rennstart verlief nicht ohne den typischen Norisring-Stau in der ersten Kurve. Aitken verteidigte seine Führung dennoch vor Sheldon van der Linde und Mirko Bortolotti, während Perera von seinem Markenkollegen und Engel in die Zange genommen und auf die siebte Position durchgereicht wurde.

 

Engel, Rast und Kelvin van der Linde lieferten sich in der Anfangsphase einen Dreikampf um die vierte Position. Der Abt-Audi-Pilot klagte allerdings über das Fahrverhalten seines Audis. "Ich habe in jeder Kurve so viel übersteuern", beschwerte sich van der Linde über den Funk.

Tatsächlich konnte er den Anschluss an fünftplatzierten Schubert-BMW-Pilot Rene Rast in der Folge nicht halten, während sein Bruder Sheldon van der Linde an der Spitze seine Chance gegen Aitken witterte. Der Schubert-BMW-Pilot hing dem Spitzenreiter dicht an der Stoßstange, konnte allerdings keinen ernsthaften Angriff starten.

Erwarteter Regen zögert Boxenstopps hinaus

Weil sich ein Regenschauer der Strecke näherte, entschieden sich die meisten Piloten für einen späten Boxenstopp. Die Rennleitung reagierte zu diesem Zeitpunkt bereits und erklärte das Rennen zum 'Wet Race', sodass die Piloten die Möglichkeit haben, auf die profilierten Regenreifen zu wechseln.

Jack Aitken führte das Rennen in der Anfangsphase an

Jack Aitken führte das Rennen in der Anfangsphase an

Foto: ADAC Motorsport

DTM-Champion Thomas Preining war wenig später der erste Pilot, der sich für den Boxenstopp und einen Wechsel auf die Slick-Reifen entschied. Allerdings lief es bei der Manthey-EMA-Mannschaft nicht perfekt: Erst ging die Radmutter verloren, dann musste Preining eine Penalty-Lap absolvieren, weil der Mechaniker das Rad nicht rechtzeitig mit Muskelkraft hochgehalten hatte.

Weil sich andeutete, dass der Regen die Strecke nicht vor dem Schließen des Boxenstoppfensters erreichen würde, zogen später auch die anderen Piloten mit ihrem Boxenstopp nach - erst Thiim, gefolgt von Engstler und Ricardo Feller (Abt-Audi).

Rast bleibt trotz Regen auf Slicks

Weil kurz vor dem Schließen des Boxenstopps bereits die ersten Tropfen vom Himmel fielen, gingen Clemens Schmid (Dörr-McLaren) und Paul das Risiko ein, vorsorglich auf die Regenreifen zu wechseln. Bei Aitken, der zu den letzten Piloten beim Pflichtstopp gehörte und damit bereits hinter Sheldon van der Linde zurückfiel, entschied man sich allerdings für Slick-Reifen.

 

Denn pünktlich mit dem letzten Boxenstopp wurde der Regen deutlich stärker. Nachdem sich die Piloten zunächst noch mit Slicks über die Strecke gekämpft hatten, fiel die Entscheidung bei den meisten Teams wenig später zugunsten der Regenreifen.

Rast und Perera gingen das Risiko ein, vorerst auf den Trockenreifen zu bleiben. Während in der Grundig-Kehre teils heftige Regenschauer vom Himmel fielen, war es in der Dutzendteich-Kehre überwiegend trocken, sodass sich die Zeiten zwischen Slick- und Regenreifen auf einem Niveau hielten.

Damit gelang es Rast, seinen Vorsprung ins Ziel zu bringen und den Sieg im ersten Norisring-Rennen zu feiern. In der Gesamtwertung schiebt sich der Schubert-BMW-Pilot auf den dritten Platz nach vorne, hinter Kelvin van der Linde, der seine Gesamtführung verteidigt, und dem zweitplatzierten Mirko Bortolotti.

Regenschauer kostet Sheldon van der Linde den Rennsieg

Bis zum Regenschauer sah Sheldon van der Linde bereits aus wie der sichere Sieger. Mit seinem frühen Boxenstopp hatte sich der Schubert-BMW-Pilot an die Spitze geschoben und hätte die Führung eigentlich nur noch ins Ziel bringen müssen - doch dann kam der Regen!

"Es ist immer ein Gamble, am Ende haben wir die falsche Entscheidung getroffen. Es tut weh, der Sieg war fast in der Tasche", ist der Südafrikaner bei ran.de enttäuscht. Am Ende verlor er auch noch seinen Platz auf dem Podium und wurde bis auf die siebte Position durchgereicht.

"Es hat einfach die Pace gefehlt, ich war sau langsam. Vielleicht war der Reifendruck zu hoch, aber am Ende wollten wir um den Sieg fahren und nicht um Platz drei oder Platz sieben. Das tut weh!"

Auer und Dörr am Samstag ohne Glück

Für Lucas Auer war das Rennen schon in der ersten Runde gelaufen: Der Winward-Mercedes-Pilot zog sich im Getümmel der ersten Kurve einen Reifenschaden zu und musste deshalb frühzeitig zum Boxenstopp abbiegen. In der Folge wurde der Österreicher überrundet, bevor sich das Team zur vorzeitigen Aufgabe entschied.

Auch für DTM-Neuling Ben Dörr setzt sich das enttäuschende Wochenende auf dem Norisring fort. Nachdem bereits am Freitag das Getriebe am Dörr-Mclaren gewechselt werden musste, war auch das erste Rennen wegen technischer Schwierigkeiten bereits nach wenigen Runden beendet.

Am Sonntag hat der 19-Jährige noch die Chance, mit dem Stadtkurs in Nürnberg Frieden zu schließen: Um 9:20 Uhr findet ein weiteres Qualifying statt, bevor um 13:30 Uhr das zweite Rennen auf dem Norisring bevorsteht.

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