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DTM-Rennen Nürburgring 1: Rast siegt, schwarzer Tag für Müller

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DTM-Rennen Nürburgring 1: Rast siegt, schwarzer Tag für Müller
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14.09.2019, 12:37

Vorentscheidung im Titelkampf: Rene Rast gewinnt das erste DTM-Rennen am Nürburgring – Nico Müller geht nach einem Frühstart leer aus

Rene Rast hat die Weichen mit seinem Sieg im ersten DTM-Rennen am Nürburgring auf zweiten Titelgewinn gestellt. Der Audi-Pilot dominierte den Lauf in der Eifel nach belieben und fuhr einen fehlerfreien Start-Ziel-Sieg ein. Nico Müller musste nach einem Frühstart einen herben Rückschlag im Titelkampf hinnehmen. Der Schweizer hatte keine Chance, den Rückstand aufzuholen und ging deshalb leer aus.

Müller mit Patzer beim Start

Mit bloßem Auge war am Start zu erkennen, dass Müller viel zu früh losgefahren war. Deshalb folgte auch schnell die logische Konsequenz in Form einer Druchfahrtstrafe. Müller bog in die Boxengasse ab und wurde auf den letzten Platz gespült.

 

Der Schweizer kam anschließend früh zum Reifenwechsel an die Box und hoffte auf eine Safety-Car-Phase. Diese kam jedoch nicht, weshalb er sich gegen Rennende noch einmal neue Reifen holen musste, nachdem er von mehreren Konkurrenten problemlos überholt worden war. Er wurde letztendlich nur auf Platz 16 gewertet.

Rast, der einen guten Start erwischt hatte, hielt Rockenfeller auf Abstand, der auf den ersten Metern an Bruno Spengler vorbeigekommen war. Spengler verlor gleich beim Start zwei Positionen und musste sich im Laufe des Rennens zurück auf Platz zwei kämpfen.

In Runde 7 versuchte der Kanadier, in der ersten Kurve an Rockenfeller vorbeizukommen. Er überfuhr aber die Kurve, weshalb Rockenfeller zurückschlagen konnte. Nach den Boxenstopps sicherte sich Spengler Platz zwei, auf dem er bis zum Ende auch blieb. Damit knackte der BMW-Fahrer in seiner DTM-Karriere mit 1.017 Punkten die 1.000-Zähler-Marke.

Wittmann hält Hoffnungen am Leben

Marco Wittmann hat wie Müller nach dem Lauf am Nürburgring noch rechnerische Chancen auf den Titel. Der BMW-Fahrer kämpfte sich von Platz elf bis auf das Podium vor. Der zweimalige DTM-Champion kam in Runde 20 an die Box und holte sich anschließend auf der Strecke eine Position nach der anderen.

 

Auf Platz drei war dann Schluss, dennoch darf er sich über das Podium freuen. BMW verzichtete auf eine Teamorder und ließ Spengler vor Wittmann ins Ziel fahren. Der Drittplatzierte hadert mit einigen Situationen im Rennen, ist aber stolz auf seine Leistung.

"Wenn du von elf kommst und am Ende am Podium ankommst, ist es, glaube ich, ein starkes Rennen", so Wittmann bei 'ran.de'. "Ohne Schützenhilfe, sondern durch pure Fights gegen die Audis und durch eine gute Strategie. Ich glaube, das sollte man auch hoch anrechnen. Dennoch glaube ich, dass hier und da ein bisschen mehr drin gewesen wäre, wenn ein paar Situationen anders gelaufen wären."

DTM-Rookie Jonathan Aberdein zeigte in der Eifel eine starke Leistung. Der Südafrikaner setzte sich in harten Zweikämpfen gegen Loic Duval, Jamie Green und Sheldon van der Linde durch, die sich über das gesamte Rennen um die Positionen gestritten hatten. Duval überholte Green erst auf den letzten Metern. Dahinter landete Joel Eriksson auf Rang acht vor Timo Glock und Robin Frijns, die die Top 10 komplettierten. Da Frijns einen falschen Reifen genutzt hat, wurde der Niederländer nach dem Rennen disqualifiziert.

Ergebnis: Der erste DTM-Lauf am Nürburgring

Gesamtstand: Rene Rast baut Tabellenführung aus

Bester Aston-Martin-Fahrer war Daniel Juncadella auf Position zehn - dank der Strafe gegen Frijns. Damit gingen die DTM-Neulinge im ersten Rennen am Nürburgring nicht leer aus: Juncadella holte immerhin einen Punkt. Mike Rockenfeller musste seinen Audi nach einer soliden Fahrt in den Top 10 frühzeitig abstellen. Der Öldruck ging in die Keller und das Auto verlor Öl, weshalb das Team seinen Fahrer in die Box beorderte, um das Fahrzeug abzustellen.

Rast: "ein gigantisches Rennen"

Auf der Auslaufrunde freut sich Rast bei 'ran.de' über den Rennsieg: "Es war ein gigantisches Rennen. Wir haben die Pace kontrollieren können und von den Fehlern der anderen profitiert. Von dem her bin ich natürlich mega happy, dass wir die Führung ausbauen konnten. Danke an meine Jungs, die haben ein perfektes Auto hingestellt."

Nach dem Rennen sagt Rast gegenüber 'ran.de': "Es war ein perfekter Tag, genau so wie man ihn sich wünscht: Pole, Sieg, Führung ausgebaut. Nico hat einen Frühstart gemacht. Die Ampel war extrem lange rot. Aber ich bin natürlich sehr glücklich mit den 47 Punkten Vorsprung in der Meisterschaft."

"Ich hoffe natürlich, dass ich morgen den Sack zumachen kann", fügt er hinzu. "Wobei wir morgen auch wieder Punkte holen müssen und uns keinen Ausfall leisten dürfen. Aber es sieht auf jeden Fall besser aus als vor dem Rennen."

 

Der enttäuschte Müller erklärt seinen Patzer am Start: "Wir hatten am Lausitzring ein Problem am Auto beim Start, diesmal war es der Chauffeur, der es verkackt hat. Ich wollte natürlich einen guten Start hinkriegen. Ich hatte das Auto vorgespannt und Lichter blieben zumindest aus meiner Sicht sehr lange rot. Irgendwann hat die Kupplung zugemacht. Um nicht abzuwürgen, habe ich die Bremse losgelassen. Das war dann der Frühstart."

Meisterschaftsentscheidung am Sonntag?

In der Gesamtwertung führt Rast jetzt mit 47 Punkten vor Müller. Wittmann hat einen Rückstand von 80 Punkten und hat damit noch eine rechnerische Chance auf den Titel. Sowohl Müller als auch Wittmann müssen jetzt auf einen Patzer von Rast im zweiten Nürburgring-Lauf oder beim Finale in Hockenheim hoffen, um noch eine Chance im Titelkampf zu haben.

Der Champion des Jahres 2017 kann bereits im morgigen Rennen den Titel holen, wenn er nach dem Lauf einen Vorsprung von mindestens 56 Zählern auf den Zweitplatzierten hat. Indes wird Wittmann sicher noch auf den zweiten Platz von Müller schielen, der nach dem Patzer des Audi-Piloten näher gerückt ist.

 

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