DTM-Rookie Nick Cassidy richtet Karriere neu aus: Warum Verzicht auf Super-GT?

Nick Cassidy schlägt in seiner Karriere einen neuen Weg ein: Vom Super-GT-Star zum DTM-Neuling - Der Neuseeländer erklärt die Beweggründe

DTM-Rookie Nick Cassidy richtet Karriere neu aus: Warum Verzicht auf Super-GT?

In Japan ist Nick Cassidy ein Star, in Europa hingegen nur Motorsport-Insidern bekannt. Trotzdem hat er sich in diesem Jahr für den Schritt weg aus der Super-GT-Serie und hin zur DTM entschieden. Obwohl sich die DTM von jenen Class-1-Boliden verabschiedet hat, die auch Cassidy vertraut sind.

Stattdessen pilotiert Cassidy nun ein GT3-Fahrzeug, das wesentlich schwerer ist und über weniger Aerodynamik verfügt als ein Class-1-Bolide. Die Umstellung wird nicht leicht, wie Cassidy unterstreicht: "Ich bin in den letzten fünf Jahren Class-1-Fahrzeuge gefahren. Der Wechsel auf GT3 ist also schon eine große Herausforderung für mich."

Von 2016 bis 2020 startete Cassidy in der Top-Klasse der Super-GT-Serie, der GT 500. Den Schritt nach Europa begründet Cassidy wie folgt: "In den letzten Jahren bin ich in Japan gefahren. Ich habe es dort wirklich genossen und hatte einige große Erfolge. Die Autos waren sehr schnell und ich habe viel gelernt. Aber es war an der Zeit für mich, eine neue Herausforderung zu suchen."

Warum die DTM Nick Cassidy reizt

Ein Tapetenwechsel musste also her, weshalb Cassidy seine Zelte nun in Europa aufschlägt. Der von Red Bull gesponsorte Neuseeländer fährt 2021 ein Doppel-Programm: Neben dem DTM-Engagement im AF-Corse-Ferrari geht er auch für das Virgin-Team in der Formel-E-Weltmeisterschaft an den Start.

Den Ausschlag für die DTM, die Cassidy schon aus seiner Zeit in der Formel-3-EM kennt, gab auch der hart umkämpfte Wettbewerb innerhalb der Serie: "Ich habe immer gedacht, der Wettbewerb in dieser Meisterschaft war unglaublich und es erschien passend für mein diesjähriges Programm, wo ich die Beziehung mit Red Bull fortführen und es mit einer Weltmeisterschaft in der Formel E verbinden kann. Für mich ist das perfekt."

Mit diesem einen Jahr soll es aber nicht getan sein. "Ich möchte nicht nur für ein Jahr hier sein, sondern länger, wenn das möglich ist. Ich glaube immer noch, dass diese Plattform eine glänzende Zukunft vor sich hat", ist Cassidy fest entschlossen, auch in Europa in den kommenden Jahren einige Erfolge einzufahren.

Nick Cassidy kann auf eine höchst erfolgreiche Rennsport-Karriere in Japan zurückblicken. 2017 errang er auf Lexus zusammen mit Teamkollege Ryo Hirakawa den Titel in der Super-GT-Serie, die beiden darauffolgenden Saisons schloss das Duo als Vizemeister ab. 2018 wurde Cassidy zudem in der japanischen Super-Formula Vizemeister und ließ dort im Jahr danach den Meistertitel folgen.

Mit Bildmaterial von ITR.

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