DTM-Training Spa: Habsburg zerstört Audi, Kubica stark

Turbulenter Auftakt des DTM-Saison: Ferdinand Habsburg crasht im einzigen Training auf feuchter Strecke und demoliert seinen Audi, Robert Kubica mischt die Spitze auf

DTM-Training Spa: Habsburg zerstört Audi, Kubica stark

Spektakulärer Auftakt der DTM-Saison in Spa-Francorchamps: Beim einzigen Freien Training am Samstag-Morgen schmeißt WRT-Audi-Pilot Ferdinand Habsburg rund zehn Minuten vor Ende der 45 Minuten auf feuchter Stresse seinen RS 5 weg und sorgt für einen Abbruch. Der Österreicher ist zu schnell, wodurch sein Bolide auf die Lenkbewegungen nicht reagiert und geradeaus in die Reifenstapel schlittert.

Der Grund für den Zwischenfall? "Das kann ich nicht genau sagen", sagt Habsburg bei 'ran.de'. "Irgendetwas mit dem Gaspedal hat gefailed und hat mich in den Crash gebracht. Es war nichts mit der Bremse. Es war etwas mit dem Gas."

Es ist nicht der erste Ausritt Habsburgs, der bereits vorher in der Bruxelles-Kurve die Auslaufzone nutzt und durchs Kies muss, aber ein folgenschwerer: Vor allem die linke Front des RS 5 ist zerstört, auch der Kühler hat offenbar einiges abbekommen. Es wird ein Wettlauf gegen die Uhr für die belgische WRT-Crew, das Auto für das um 10:55 Uhr beginnende Qualifying wieder flott zu machen.

Es war nicht der einzige Zwischenfall: Audi-Routinier Jamie Green verzeichnet kurz vor Schluss einen Reifenschaden rechts hinten und humpelte am Ende an die Box zurück.

Das Ergebnis des ersten Abtastens auf dem sieben Kilometer langen Ardennenkurs? Vizemeister Nico Müller holt auf abtrocknender Strecke mit Regenreifen kurz vor der Zielflagge in 2:23.272 die Bestzeit vor seinem Abt-Audi-Teamkollege Robin Frijns (+ 0,669). Bester BMW-Pilot ist mit 1,616 Sekunden Rückstand Marco Wittmann.

Wirklich stark präsentiert sich bislang Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica, der phasenweise sogar in Führung liegt und am Ende in 2:25.154 die viertbeste Rundenzeit in den Asphalt brennt. Auf Platz sechs: DTM-Meister Rene Rast. Müllers Bestzeit auf Regenreifen ist noch weit vom Optimum entfernt: Auf trockener Strecke werden Zeiten um 2:05 erwartet.

 

Die DTM-Piloten hatten auf der High-Speed-Strecke, auf der die Traditionsserie bislang nur 2005 gastierte, große Mühe, die Boliden unter Kontrolle zu halten. Teilweise waren spektakuläre Drifts die Folge.

Die schwierigen Bedingungen sorgen nun dafür, dass die Teams - abgesehen vom Hersteller-Testtag im Juli - ohne Erfahrungswerte auf trockener Strecke ins Qualifying und ins Rennen gehen müssen. Und dort erwartet sie - sollte es wie erwartet nicht mehr regnen - ein Reifenkrimi bei hohen Temperaturen an die 30 Grad. Für Spannung ist also garantiert.

Mit Bildmaterial von ITR.

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