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"Ein großer Held für mich": Warum Nicki Thiim sogar Tränen in den Augen hatte

Nicki Thiim schreibt Geschichte! Zum ersten Mal in der Historie der DTM tritt ein Fahrer in die Fußstapfen des Vaters: Kurt Thiim feierte zwei Siege auf dem Norisring

"Ein großer Held für mich": Warum Nicki Thiim sogar Tränen in den Augen hatte

Dieser DTM-Sieg geht in die Geschichtsbücher ein! Mit seinem Erfolg auf dem Norisring tritt Nicki Thiim in die Fußstapfen seines Vaters Kurt Thiim, der in den Jahren 1989 und 1991 auf dem Stadtkurs in Nürnberg ebenfalls siegreich war. "Mein Vater war [für mich] ein großer Held, jetzt hier auf dem Norisring [zu gewinnen], das bedeutet mir viel", jubelt der Lamborghini-Pilot.

Im Interview nach dem Rennen hatte der gestandene Däne sogar Tränen in den Augen! "Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll. Es ist unglaublich. Seit über 20 Jahren ist das mein Traum", ist Thiim sichtlich berührt. Schon Vater Kurt Thiim war seinerzeit in der DTM am Start, feierte in der Saison 1986 sogar den Gesamtsieg.

"Ich habe meinen Vater in den 90er Jahren auf der Rennstrecke fahren sehen. Seit ich so groß bin, träume ich davon, wie diese Jungs hier zu sein", erinnert Thiim, der schon viele Jahre im Rennsport erfolgreich ist. "Ich bin um die Welt gereist und habe vor allem Langstreckenrennen gefahren, letzte Woche in Spa [beim 24h-Rennen] gewonnen und jetzt hier. Ich weiß nicht, was ich sagen soll."

 

Es ist das erste Mal in der Geschichte der DTM, dass Vater und Sohn beide einen Rennsieg in der DTM erzielen. "Harte Arbeit zahlt sich aus, Träume werden wahr, und schlechte Zeiten sind nicht von Dauer", so Thiim, der sich einen seiner typischen Sprüche nicht verkneifen kann: "Aber böse Jungs schon, also 'just never piss off a viking' [deutsch: verärgere nie einen Wikinger]."

Mercedes-Pilot Engel gegen Thiim chancenlos

Am Sonntag in Nürnberg erlaubte sich Thiim keinen Fehler. Erst schnappte sich der Däne die Poleposition, dann triumphierte er auch im Rennen - obwohl er unter Druck von Maro Engel stand. Eine Safety-Car-Phase kurz vor dem Ende brachte den Winward-Mercedes-Piloten noch einmal dicht heran.

"Natürlich war das Safety-Car nicht so schön", grinst der Däne, der sich bis dahin einen soliden Vorsprung herausgefahren hatte. "Ich kenne diesen jungen Mann hier, er ist auch ein Kämpfer, und ich war mir sicher, dass er nach dem Safety-Car alles versuchen würde."

Nicki Thiim erlaubte sich am Sonntag keinen Fehler

Nicki Thiim erlaubte sich am Sonntag keinen Fehler

Foto: ADAC Motorsport

"Aber es war wieder einmal ein perfektes Auto und ein Vergnügen, hier am Norisring zu fahren", ist Thiim dankbar, seine Führung bis über die Ziellinie zu retten. Engel gibt zu: "Ich habe alles versucht, um den Jungs das Leben schwer zu machen, aber ich habe schon am Anfang gesehen, dass Nickis Tempo offensichtlich das stärkste war und es wirklich schwer war, mit ihm mitzuhalten."

"Ich habe so viel Druck gemacht, wie ich konnte, aber ich glaube, unser Wikinger hatte immer eine Antwort", schmunzelt der Mercedes-AMG-Pilot, der sein 100. DTM-Rennen fuhr. "Und beim Restart war es dann dasselbe. Ich habe versucht, was ich konnte, aber er hatte einfach ein anderes Tempo. Ich hatte also keine Chance, ihm heute den Sieg abzunehmen."

Thiim "doch nicht zu alt für so etwas"

Der Erfolg ist für Thiim umso schöner, weil der SSR-Lamborghini-Pilot in der bisherigen DTM-Saison zu kämpfen hatte. "Um ehrlich zu sein, war es das härteste halbe Jahr, das ich in meiner gesamten Karriere erlebt habe", erinnert der Däne.

"Nichts hat funktioniert, egal was, aber mit harter Arbeit und Hingabe kann man wirklich etwas erreichen. Ich habe einfach immer an mich geglaubt, und das Team hat mich natürlich auch nie im Stich gelassen."

"Es geht also darum, gemeinsam zu gewinnen und zu verlieren, und ich bin natürlich sehr stolz darauf, jetzt hier zu stehen und einen DTM-Sieg feiern zu können", so Thiim. "Das zeigt mir wieder einmal, dass ich noch nicht zu alt für so etwas bin."

Mit 35 Jahren gehört der Däne allerdings noch längst nicht zu den ältesten Rennfahrern im Motorsport-Zirkus. Und dass Thiim noch lange nicht zu alt dafür ist, stellte er erst am vergangenen Wochenende unter Beweis.

Denn gemeinsam mit Marco Sørensen und Mattia Drudi gewann Thiim das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps - allerdings im Aston Martin Vantage AMR GT3 statt im Lamborghini Huracan GT3, mit dem er in der DTM an den Start geht.

"Natürlich ist es nicht einfach, 24 Stunden in einem anderen Auto zu fahren und dann auch noch hier herzukommen, auf einen Stadtkurs wie den Norisring", weiß der Däne, dass sein Sieg in Nürnberg keine Selbstverständlichkeit ist.

Ob der 24h-Erfolg eine zusätzliche Motivation gab? "Das ist schwer zu sagen. Wir sind Profis. Ich versuche wirklich, im Moment zu leben. Auch in Spa versucht man wirklich, es zu genießen, aber einen Tag, maximal zwei Tage danach, ist man schon wieder in seinem täglichen Rhythmus und konzentriert sich voll auf dieses Rennen." Offenbar mit Erfolg.

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