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Einsatz abgesagt! Warum Grasser in Oschersleben ohne zweites Auto fährt

Das Grasser-Team wird in Oschersleben nur mit Mirko Bortolotti an den Start gehen: Warum die Bemühungen um das zweite Auto nach Pauls Horrorunfall scheiterten

Einsatz abgesagt! Warum Grasser in Oschersleben ohne zweites Auto fährt

Die Schäden an der Front wären reparabel, das Auto kann trotzdem nicht starten

Foto: ADAC Motorsport

Das Grasser-Team wird nach dem heftigen Norisring-Unfall von Maximilian Paul vor zwei Wochen beim kommenden DTM-Wochenende in Oschersleben nur mit dem Lamborghini Temerario GT3 von Mirko Bortolotti antreten. Und das, obwohl sich das österreichische Team bemühte, das zweite Fahrzeug rechtzeitig wieder flott zu machen und mit einem Ersatzmann für den verletzten Dresdner an den Start zu gehen.

"Wir hätten sicher einen Piloten gefunden, aber es liegt an der Lieferung der Teile, dass wir das Fahrzeug nicht rechtzeitig reparieren können", erklärt Teamchef Gottfried Grasser auf Nachfrage von Motorsport-Total.com. "Das ist logistisch nicht umsetzbar."

Dabei wäre das Chassis des verunfallten Temerario GT3 intakt - und eine Reparatur grundsätzlich möglich. Denn der größte Schaden entstand beim Anprall auf den BMW von Kelvin van der Linde im vorderen Bereich. Die dabei beschädigten Teile des Boliden sind austauschbar.

Kein Ersatzauto für Grasser-Team

Eine Alternative wäre theoretisch auch ein Ersatzauto gewesen, doch schon zu Saisonbeginn war es für Lamborghini ein Kraftakt, alle Teams rechtzeitig mit dem neuen GT3-Boliden auszustatten. Es wäre vorstellbar, dass sich das nun auch auf die aktuelle Situation auswirkt.

Der Plan ist nun, dass zumindest beim sechsten DTM-Wochenende der Saison, das in einem Monat auf dem Nürburgring stattfindet, wieder beide Grasser-Lamborghini am Start stehen. "Wir sind diesbezüglich mit Lamborghini im Austausch und halten das für realistisch", kündigt Grasser an.

Durch den Ausfall des Fahrzeugs von Paul, der beim Samstagsrennen in Nürnberg einen Schien- und Wadenbeinbruch und einen Lendenwirbelbruch erlitten hat, schrumpft das DTM-Feld beim kommenden Wochenende in Oschersleben auf 20 Boliden.

Kelvin van der Linde startet in Oschersleben

BMW-Werksfahrer Kelvin van der Linde, der ebenfalls am Crash beteiligt war und sich Prellungen zuzog, kann beim Schubert-Heimspiel in Oschersleben jedoch im Gegensatz zu Paul an den Start gehen (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!).

Der Deutsch-Südafrikaner kehrte am Mittwoch bei einem Test in Oschersleben elf Tage nach dem Unfall ins Cockpit seines BMW M4 GT3 Evo zurück und spulte rund 70 Runden ab. "Ich bin fit", stellt van der Linde klar, für den im Eiltempo ein neuer BMW aufgebaut wurde.

Der 30-Jährige wird bereits dieses Wochenende bei der Sprintserie der GT-World-Challenge Europe (GTWCE) in Misano gemeinsam mit seinem Teampartner Charles Weerts im WRT-BMW sitzen und am Samstag und am Sonntag je ein Rennen absolvieren.

Im Fall von Maximilian Paul, der nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in Nürnberg nun eine längere Reha-Zeit vor sich hat, ist hingegen anhand der Schwere der Verletzungen davon auszugehen, dass es Monate dauern wird, bis er wieder an den Start gehen kann.

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