Fährt Rossi nach MotoGP DTM? Berger: "Werde mit Valentino sprechen"

Gerhard Berger will versuchen, Valentino Rossi nach dessen MotoGP-Rücktritt in die DTM zu lotsen - Der Italiener beteuert: Will Autorennen nicht nur zum Spaß fahren

Fährt Rossi nach MotoGP DTM? Berger: "Werde mit Valentino sprechen"

Fährt MotoGP-Superstar Valentino Rossi nach seinem Rücktritt in die DTM? Der 42-jährige Italiener hatte DTM-Boss Gerhard Berger vor zwei Jahren, als die Traditionsserie in Misano gastierte, versprochen, in Zukunft für einen Gaststart bereitzustehen. Und später konkretisierte der Österreicher: "Er hat mir gesagt, er würde gerne in der DTM starten. Aber nach seiner Karriere."

Was damals noch relativ unverbindlich war, ist seit knapp einer Woche deutlich konkreter. Am vergangenen Donnerstag (5. August) hat Rossi angekündigt, seine Karriere in der MotoGP nach dieser Saison zu beenden. Den Helm an den Nagel hängen will der neunmalige Weltmeister aber nicht, sondern vielmehr künftig auf vier Rädern Rennen fahren.

Und so erinnert sich auch Berger an das seinerzeit geäußerte Interesse von Rossi und will den Ball aufnehmen. "Ich bin ziemlich sicher, dass ich mit Valentino darüber sprechen werde", sagte Berger am Randes des DTM-Wochenendes in Zolder. Überstürzen will der DTM-Boss in dieser Angelegenheit aber nichts.

Berger will Rossi nicht unter Druck setzen

"Lassen wir Vale mal seine MotoGP-Saison fertig fahren und geben wir ihm etwas Zeit. Dann werden wir sehen, ob er in der DTM happy wird. Ich würde mich darüber definitiv freuen", so Berger. "Ich werde ihn aber sicher nicht unter Druck setzen, weil er irgendwas in der Vergangenheit gesagt hat."

Starts von Rossi in der DTM sind dabei mehr als reines Wunschdenken. Der Italiener hatte GT-Rennen als ein mögliches neues Betätigungsfeld genannt. In der Vergangenheit hat er bereits mehrfach Rennen in GT3-Autos von Ferrari bestritten, zuletzt Anfang 2021 bei den 12 Stunden von Bahrain.

Der Wechsel von der MotoGP in den Automobilrennsport wäre für Rossi auch eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. "Ich liebe es, Autorennen zu fahren, denn ich habe im Go-Kart angefangen", sagt Rossi der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'. "Graziano [Rossis Vater] hatte Angst vor Motorradrennen, denn er hatte sich dort oft verletzt und dachte, Autos wären sicherer."

Valentino Rossis Karriere begann auf vier Rädern

"Ich habe also mit einem Go-Kart angefangen, und nach zwei oder drei Jahren habe ich es mit einem Mini-Bike versucht. Danach bin ich glücklicherweise mit Motorrädern gefahren, denn ich weiß nicht, ob ich mit Autos die gleichen Ergebnisse hätte erzielen können", blickt Rossi auf die Anfänge seiner Karriere zurück. "Aber auf jeden Fall blieb es in meinem Herzen."

Und so ging Rossi im Laufe seiner MotoGP-Karriere immer wieder auch auf vier Rädern an den Start. Neben GT-Rennen bestritt er mehrere Rallyes und testete Formel-1-Autos von Ferrari und Mercedes.

Zwar ist sich Rossi bewusst, dass er im Automobilrennsport nicht zu den schnellsten Fahrern gehören wird, als reines Hobby würde er künftige Starts aber nicht betrachten. "Man fährt nie nur zum Spaß, wenn man ein echter Racer ist. Man fährt Rennen, um stark zu sein und zu gewinnen und will ein gutes Ergebnis zu erzielen."

Weitere Co-Autoren: Lewis Duncan. Mit Bildmaterial von ITR.

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