Fahrer schwärmen: Neue DTM-Autos "haben mächtig Bums"

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Fahrer schwärmen: Neue DTM-Autos
Autor: Rebecca Friese
15.11.2018, 12:37

Sie sehen gut aus, hören sich gut an und sind vor allem schnell: So fallen die ersten Urteile über das DTM-Auto der Generation 2019 aus

Beim ersten Test der neuen DTM-Autos für die Saison 2019 haben von Montag bis Mittwoch insgesamt fünf Fahrer von BMW und Audi schon einmal einen Eindruck von der Zukunft der Serie bekommen können. Der neue Motor und die angepasste Aerodynamik, die das Reglement für die kommende Saison vorsieht, haben dabei durch die Bank weg begeistert. "Das neue Auto hat mächtig Bums und geht richtig vorwärts“, schwärmte zum Beispiel Audi-Pilot Nico Müller.

"Der Turbomotor schiebt ganz gewaltig an", sagt er über das neue Zweiliter-Aggregat. "Wir werden Geschwindigkeiten erleben, wie es sie in der DTM noch nie gegeben hat. Die Mehrleistung ist wirklich spürbar. Die Anforderungen an uns Fahrer werden noch höher. Das Auto sieht auch richtig schnell aus, wenn man an der Strecke steht. Der Sound ist ebenfalls faszinierend." Und Müller betont sogar: "Ich möchte den Turbo auf keinen Fall mehr gegen den alten V8-Sauger eintauschen."

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Dank des angestrebten Class-One-Reglements, dass die DTM in Zukunft mit der japanischen Super GT zusammenführen soll, haben sich die Autos nicht nur unter der Haube verändert. Der Motor mit vier Zylindern, zwei Liter Hubraum und Turbolader, der rund 100 PS mehr Leistung bringen soll, bedarf auch einer besonderen Kühlung. Als Konsequenz gibt es eine veränderte Luftführung im Bereich der Frontpartie. Auch Heck und Unterboden fallen der Regeländerung "zum Opfer".

Wittmann: "Können die Fans beruhigen"

"Das Auto fühlt sich beim Fahren richtig cool an, und es macht riesigen Spaß", erklärt BMW-Pilot Marco Wittmann. "Man spürt deutlich die Leistung und das Drehmoment des neuen Motors. Auch durch die modifizierte Aerodynamik verhält sich das Auto anders. Mein Fazit nach dem ersten Test ist durchweg positiv, und ich denke, dass sich die Fans wirklich darauf freuen können. Denn man sieht auch von außen ganz klar, dass die Autos wesentlich schneller sind als im vergangenen Jahr. Das wird garantiert für noch mehr Spektakel sorgen."

 

"Und ich kann die Fans auch beruhigen", betont er. "Der Sound ist nach wie vor richtig toll. Mir persönlich gefällt er sogar besser als der der bisherigen Motoren. Er klingt zwar anders, aber er ist weder leise noch schlecht. Ich mag ihn, und ich denke, dass er den Fans auch gefallen wird. Die Änderungen an den Autos für 2019 sind durchweg positiv, und mir hat es auch Spaß gemacht, beim ersten Test im Auto zu sitzen und das Auto zusammen mit den Ingenieuren und Mechanikern auf die Saison vorzubereiten."

Selbst alten Haudegen wir Bruno Spengler kommt die Abwechslung gerade recht: "Ich bin 14 Jahre lang DTM-Fahrzeuge mit V8-Motoren gefahren und war nun zum ersten Mal mit einem Vierzylinder-Turbomotor auf der Rennstrecke unterwegs. Das ist etwas ganz Neues für mich und macht sehr viel Spaß. Das Auto fühlt sich sehr gut an, und ich freue mich auf die nächsten Tests."

Tests verliefen problemfrei

Vize Champion Rene Rast vergleicht das neue Arbeitsgerät, dass vorne deutlich aggressiver wirken soll, mit einem Go-Kart. "Als Rennfahrer freut man sich immer über mehr Leistung", sagt er außerdem. Audi-Markenkollege Mike Rockenfeller ist sich sicher: "Wir können uns alle auf das kommende Jahr freuen."

Die Teams freuen sich vor allem, dass die ersten Tests ohne Probleme verliefen. "Es ist nicht selbstverständlich, dass ein neues Rennauto gleich am ersten Tag so gut funktioniert", sagt Audi-Projektleiter Andreas Roos. "Natürlich haben wir in diesem frühen Stadium noch viel Arbeit vor uns, aber die ersten Testfahrten sind positiv verlaufen."

Audi-Motorsportchef Dieter Gass freut es, "dass die ersten Eindrücke unserer Fahrer genau das bestätigen, was wir mit den neuen DTM-Rennwagen erreichen wollten. Die Autos sind schneller, anspruchsvoller zu fahren, sehen noch dynamischer aus und klingen richtig gut. Die DTM steht am Anfang einer spannenden Ära. Ich kann es schon jetzt kaum erwarten, die neuen Autos erstmals in einem Rennen zu erleben. Die Verbesserung des Leistungsgewichts ist mit bloßem Auge zu sehen. Damit machen wir einen deutlichen Schritt zu dem von Gerhard Berger gewünschten 'Ritt auf der Kanonenkugel'."

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