"Fühle mich super-ready": Paul gibt nach Horrorunfall sein DTM-Renncomeback
Maximilian Paul kehrt am Sachsenring nach dem Horrorcrash in die DTM zurück: Wie es ihm beim ersten Renneinsatz ging und wie er sein Grasser-Team überraschte
Maximilian Paul macht sich bereit für seine DTM-Rückkehr auf dem Sachsenring
Foto: ADAC Motorsport
Das DTM-Comeback von Maximilian Paul ist jetzt offiziell bestätigt: Der Grasser-Lamborghini-Pilot, der sich vor zwei Monaten beim Norisring-Horrorcrash am 4. Juli Brüche an Schien- und Wadenbein sowie am ersten Lendenwirbel zugezogen hat, wird am kommenden Wochenende auf dem Sachsenring (alle Infos zu TV-Zeiten, Stream etc.) zurückkehren.
"Ich freue mich sehr, auf dem Sachsenring endlich wieder Rennen fahren zu können", sagt der 26-jährige Dresdner. "Die Zeit nach dem Unfall habe ich mit meinem Physio, bei dem ich teilweise gewohnt habe, optimal genutzt. So konnte ich schon beim Test vor drei Wochen auch dank des Vertrauens von Lamborghini und Gottfried Grasser wieder im Cockpit sitzen."
Paul, der kürzlich erstmals öffentlich über die drei Einschläge und die Bergung nach dem Norisring-Unfall sprach, lebte während der Reha bei Grasser-Physiotherapeut Sven Helferich, der seine Praxis in der Nähe von Stuttgart hat. Und er überraschte sein Team bei der Rückkehr ins Rennauto 50 Tage nach dem Crash.
Wie Paul beim DTM-Test sein Grasser-Team überraschte
Denn beim offiziellen DTM-Test auf dem Sachsenring am 23. August fuhr Paul satte 98 Runden, was deutlich mehr als zwei DTM-Renndistanzen entspricht. "Intern hatten wir nicht erwartet, dass er mehr als zehn, 15 Runden fahren kann", so Teamchef Gottfried Grasser nach dem Test.
Am vergangenen Wochenende nahm Paul mit seinem Ex-GT-Open-Team Oregon am Wochenende der italienischen GT-Meisterschaft in Imola teil und wurde mit seinen italienischen Teampartnern Enzo Geraci und Guido Luchetti Vierter.
Paul fühlt sich "super-ready" für das DTM-Comeback
"Ich hatte am Wochenende mein erstes Rennen nach dem Unfall", so Paul auf Instagram. "Wir sind knapp am Podium vorbei und Vierter geworden. Und jetzt fühle ich mich super-ready für die DTM am Sachsenring." (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!)
Ob das Testrennen den endgültigen Ausschlag gab, dass Paul bereits dieses Wochenende bei der DTM an den Start gehen kann? "Das war schon vorher ziemlich klar", sagt Teamchef Grasser im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Es hat aber alles gut gepasst."
Paul hat durch seine über zweimonatige Verletzungspause zwei DTM-Wochenenden verpasst. In Oschersleben blieb sein Cockpit leer, auf dem Nürburgring wurde er von Christian Engelhart, der wegen eines Unfalles am zweiten Rennen nicht teilnehmen konnte, ersetzt.
Bremse als größte Herausforderung
Die größte Herausforderung für Paul, der in Rekordzeit wieder fit wurde, ist die Bremse. Das hat damit zu tun, dass die Piloten üblicherweise mit dem linken Fuß bremsen, den sich Paul beim Unfall gebrochen hat.
Beim DTM-Test bediente der Lamborghini-Werksfahrer das Bremspedal in den harten Bremszonen mit dem rechten Fuß, da ein Bremsdruck von mehr als 100 Kilogramm notwendig ist.
Nach dem Sachsenring-Wochenende steht für Paul ein Monat Pause an, ehe das DTM-Finale auf dem Hockenheimring auf dem Programm steht. Nur eine Woche später gastiert die Langstreckenserie der GT-World-Challenge Europe in Portimao in Portugal, wo Paul sein Comeback an der Seite seiner Teampartner Mirko Bortolotti und Franck Perera geben wird.
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