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Für DTM-Verbleib: Di Resta würde auch zu Audi oder BMW wechseln

Wenn es für ihn eine Möglichkeit gibt, in der DTM zu bleiben, würde Paul di Resta sie nutzen und notfalls auch einen Wechsel zu Audi oder BMW in Betracht ziehen

Julia Spacek Jamie Klein

Veröffentlicht: 25.07.2018, 07:34

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Paul Di Resta, Mercedes-AMG Team HWA

Bevor es 2020 neue Hersteller in die DTM zieht wird es wohl 2019 ein Übergangsjahr mit Audi und BMW geben. Um für ein angemessenes Starterfeld zu sorgen, wird die Anzahl der Fahrzeuge pro Hersteller von derzeit sechs erhöht werden müssen, wenn es mehr als zwölf Autos sein sollen, die um Siege kämpfen. Um dies zu erreichen, könnten Audi und BMW die Zahl ihrer Werksautos aufstocken oder Kundenteams zur Verfügung stellen. Für die zusätzlichen Fahrzeuge werden aber auch Fahrer benötigt. Einer der sich dafür ins Spiel bringt ist Paul di Resta.

Der Mercedes-Fahrer steht nach dem Ausstieg der Stuttgarter nach der laufenden Saison praktisch auf der Straße und sieht sich nach Alternativen um. Einen Wechsel zur Konkurrenz könnte er sich durchaus vorstellen. "Die Leute sagen mir: 'Das ist dein letztes Jahr in der DTM' - und ich sage: 'Ist es nicht, es ist Mercedes' letztes Jahr'", erklärt di Resta gegenüber 'Motorsport.com.'

Der Schotte bestätigt, dass er in Verhandlungen mit HWA über einen möglichen Einsatz bei deren Formel-E-Programm sei. "Ich interessiere mich für das Formel-E-Projekt, wir sprechen darüber, wie es wahrscheinlich alle (Mercedes-)Fahrer tun", sagt er. "Aber für mich ist wichtig, wo zu fahren, wo ich auch konkurrenzfähig sein kann."

"Habe noch viele Jahre vor mir ..."

Einen Wechsel zu Audi oder BMW, um so in der DTM zu bleiben und seinen Lebensunterhalt zu sichern, möchte er nicht ausschließen. "Ich gehöre schon lange zu dieser Familie, aber ich habe noch viele Jahre vor mir, um neue Beziehungen zu knüpfen, und ich denke, Mercedes ist auch sehr offen dafür." 2007 wechselte ist di Resta zu Mercedes in die DTM und blieb der Marke seitdem treu. Auch als er zwischen 2011 und 2012 in der Formel 1 für Force India unterwegs war. Seit 2014 ist der Wahl-Monegasse ein fester Bestandteil der DTM.

Aktuell belegt der Mercedes-Mann den zweiten Gesamtplatz in der DTM-Fahrerwertung und hat nur 27 Punkte Rückstand auf seinen führenden Teamkollegen Gary Paffett. Auf die Frage, ob er in seiner jetzigen Form für Audi und BMW ein Kandidat sein könnte, wenn sie die Anzahl ihrer Autos erweitern sollten, um den Weggang von Mercedes auszugleichen, antwortete er: "Ich schätze, das tut es. Sie alle hatten vor nicht allzu langer Zeit acht Autos. Aber die Sache ist die, dass es neue Regeln und einen neuen Motor geben wird, und die damit verbundenen Kosten."

Di Resta weiß nicht, wann eine Entscheidung über seinen möglichen Verbleib in der DTM und das Commitment der verbleibenden Hersteller über eine Erweiterung des Starterfelds fallen wird. "Ich schätze, sie halten sich nur zurück, um sicherzustellen, dass sie mit den besten Absichten in die Sache einsteigen und um eine langfristige Zukunft zu sichern."

DTM, Formel E oder Sportwagen: Di Resta ist für alles offen

Die Uhr tickt für den zweifachen Familienvater und seine Mercedes-Kollegen. In weniger als drei Monaten fällt für sie die vorerst letzte Klappe beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim (14./15. Oktober). Vorher möchte der 32-Jährige seine Zukunft in trockenen Tüchern wissen.

Wenn es mit einem Verbleib in der deutschen Tourenwagenserie nicht klappen sollte, könnte er sich einen Wechsel zu den Sportwagen vorstellen, wenn es mit seinem Hauptprogramm in Einklang gebracht werden kann. "Ich habe es wirklich genossen, dieses Jahr Sportwagen zu fahren", sagt er. "Ich habe an drei der größten Rennen teilgenommen, und ich habe es absolut geliebt."

Der DTM-Champion von 2010 nahm parallel zu seinem DTM-Projekt an den 24-Stunden-Rennen von Daytona und Le Mans und an den 12 Stunden von Sebring mit dem LMP2-Team von United Autosports teil.

"Ich war mir nicht sicher, wie es ist, ein Auto mit jemandem zu teilen. Aber Teamkollegen zu haben, mit denen ich das Wochenende teilen konnte, war eine tolle Sache, und deshalb war es nach Le Mans so eine große Enttäuschung, dieses Problem gehabt zu haben."

Bei seinem Le-Mans-Debüt flog di Resta am Sonntagmorgen in den Porsche-Kurven heftig ab, blieb dabei aber unverletzt. Sein Team kämpfte zu diesem Zeitpunkt um einen Podiumsplatz in der LMP2-Klasse.

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