Gar keine Rennen 2026: Was passiert nach dem DTM-Aus mit Paul Motorsport?
Das Lamborghini-Team von Maximilian Paul verlässt die DTM: Wieso auch sonst keine Rennen geplant sind, was das Team 2026 macht und wie es um ein Comeback steht
2024 und 2025 war Maximilian Pauls Team in der DTM am Start, 2026 ist Schluss
Foto: ADAC Motorsport
Was wird 2026 aus dem Lamborghini-Team von Maximilian Paul? Die kleine Paul-Motorsport-Truppe aus Dresden, die in den vergangenen zwei Jahren den Lamborghini Huracan GT3 Evo2 des 26-Jährigen in der DTM eingesetzt hat, steigt nicht nur aus der DTM aus, sondern wird dieses Jahr auch im ADAC GT Masters und in der GT-World-Challenge Europe (GTWCE) nicht an den Start gehen.
Bedeutet das nach Maximilian Pauls Beförderung zum Lamborghini-Werksfahrer und seiner Grasser-Rückkehr das Ende des von seinem Vater Tobias Paul geleiteten Rennstalls? "Wir haben dieses Jahr keine Renneinsätze geplant, sondern konzentrieren uns auf andere Projekte im Motorsport, auf die wir Bock haben", antwortet Maximilian Paul auf Nachfrage von Motorsport-Total.com.
"Wir hatten im Vorjahr ein Megateam - und die Kerntruppe ist weiterhin beisammen", stellt er klar, dass es mit dem Rennstall weitergeht. "Wir haben auch noch ein Auto, das genutzt wird. 2026 sieht es nach einem ruhigeren Jahr aus, aber wir stellen uns bereits für 2027 auf."
Paul-Team stellt 2026 Lamborghini-Know-how zur Verfügung
Aber auf welche Projekte konzentriert sich das Team 2026? "Die Jungs unterstützen befreundete und bekannte Teams, um das Know-how, das Paul Motorsport in den vergangenen Jahren gewonnen hat, weiterzugeben", erklärt der junge Rennfahrer, der dafür bekannt war, selbst an seinem Fahrzeug zu schrauben. Namen will er keine nennen, er spricht aber von "zwei Teams".
Dass die Paul-Truppe 2026 in der DTM als einziges Team aus dem Vorjahr nicht mehr am Start ist, hat damit zu tun, dass Lamborghini nur eine begrenzte Anzahl an neuen Temerario-Boliden zur Verfügung hat - und die erhalten in der DTM ausschließlich Grasser und Abt. Einen parallelen Einsatz des bisher genutzten Huracan GT3 Evo2 wollte der Hersteller nicht sehen.
Abgesehen davon hätte der Umstieg auf den Temerario GT3 für die Paul-Mannschaft, die mit einem kleinen Budget arbeitet, eine große finanzielle Herausforderung bedeutet.
Paul-Rennstall plant Comeback im Jahr 2027
Während ein Einsatz im ADAC GT Masters nach dem DTM-Ausstieg für 2026 gar kein Thema war, zog das Team eine GTWCE-Saison zumindest in Erwägung, verwarf die Pläne aber dann wieder. "Wir sind mit dem Thema dieses Jahr relativ entspannt umgegangen, nachdem wir in den vergangenen Jahren so viel Druck hatten", sagt Maximilian Paul.
2027 soll es dann ein Comeback mit Renneinsätzen geben, in welcher Meisterschaft und mit welcher Marke sei aber noch offen.

Maximilian Paul kehrt zum Grasser-Team zurück, mit dem er 2023 in der DTM siegte
Foto: Alexander Trienitz
Obwohl Paul Motorsport weiterhin besteht, sind mit dem Dresdner für 2026 auch einige Schlüsselmitarbeiter zu Grasser gewechselt. Dabei handelt es sich um Chefingenieur Tom Schuster, der beim österreichischen Team wie 2024 bei SSR Performance als Performance-Ingenieur für beide Fahrzeuge tätig sein wird, und um Maximilian Pauls griechischen Renningenieur Pavlos Votzakis.
"Das ist ziemlich cool, dass sich das so ergeben hat", freut er sich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit. Aber auch Katrin Rycerova, die sich beim Paul-Team um die Koordination kümmerte, wird 2026 das Grasser-Team unterstützen (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!).
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