Götz über Kritik an Stallorder: "Die anderen Teams waren eher neidisch!"

Maximilian Götz kontert die Kritik an der Stallorder bei seinem DTM-Titelgewinn auf dem Norisring - Die anderen Teams seien "neidisch" gewesen

Götz über Kritik an Stallorder: "Die anderen Teams waren eher neidisch!"

Maximilian Götz hat auf dem Norisring den DTM-Titel 2021 gewonnen - mit Hilfe von Stallorder. Winward-Mercedes-Pilot Lucas Auer hat seinen Markenkollegen von HRT auf dem Stadtkurs in Nürnberg den Sieg schenken müssen, damit der Titel an Mercedes und Götz geht, obwohl dieser für ein ganz anderes Team fährt. Die Kritik war groß, doch der DTM-Meister hält das Mercedes-Schachspiel für kein großes Problem.

Im 'AvD Motor & Sport Magazin' sagt er: "Die Kritik ist ziemlich schnell an meinem Champagner-vollgespritzten Overall abgeprallt. Im Motorsport wird immer viel diskutiert. Ich glaube, die anderen Teams waren eher neidisch, dass wir fehlerfrei geblieben sind."

Teamchef versteht Kritik nicht

Jedoch gab es den Shit-Storm nicht nur von anderen Rennställen, sondern auch von den Fans, die sich an alte DTM-Zeiten erinnert fühlten, in denen die Hersteller alle Fäden in den Händen hielten und massiv in das sportliche Geschehen eingegriffen haben. Das sollte mit den GT3-Autos und Privatteams in der DTM eigentlich ein Ende haben.

HRT-Teamchef Hubert Haupt pflichtet Götz bei und reagiert außerdem auf die Aussagen von Gerhard Berger, der von einem Schaden für die DTM spricht: "Schaden kann ich da nicht erkennen. Wo gibt es das schon, dass es bis zur letzten Minute im Meisterkampf spannend ist?"

Alles legal beim DTM-Finale

"Natürlich war es eine Lücke im Reglement", so Haupt weiter. "Wenn die geschlossen wird, dann ist es so. In diesem Jahr war es noch legal und daher haben wir da auch kein schlechtes Gewissen." Obwohl es laut Haupt bei den Mercedes-Teams intern einen Kampf gibt, "die besten Fahrer und das beste Material zu bekommen", sind alle Rennställe bei der Marke "eine Familie".

"Es war eine Selbstverständlichkeit, dass sich die AMG-Fahrer da gegenseitig unterstützen", erklärt der Teamchef. "Es gab keine klare Ansage, aber es war eine Familie. Aus Teamsicht konnten wir nur hoffen, dass die anderen Teams mit uns zusammenspielen und sie haben es zum Glück gemacht."

Konkurrenz hatte es selbst in der Hand

Laut Götz war Mercedes beim Finale besser als die Konkurrenz, die "es in der Hand hatte und dann weggeworfen hat". Deshalb sieht der neue DTM-Champion auch kein Fehlverhalten darin, dass sich die Mercedes-Fahrer im letzten Rennen der Saison gegenseitig unterstützt haben, denn immerhin habe sich Götz selbst mit seiner Leistung in die Position gebracht.

Maximilian Götz

Götz gewinnt die DTM-Saison 2021 dank einer Mercedes-Kollegen

Foto: DTM

"Das war aus eigener Kraft", stellt der HRT-Pilot klar. "Dass ich am Ende Lucas [Auer] und Philip [Ellis] als Unterstützung hatte, das hätte jeder andere auch gemacht. Hätten wir es nicht gemacht, hätte wahrscheinlich jeder gefragt: Wie blöd sind die denn? Haben es in der Hand und schmeißen den Titel weg? Am Ende des Tages stehen wir in den Geschichtsbüchern."

Mit Bildmaterial von DTM.

geteilte inhalte
kommentare
"Aero-Autos mehr mein Ding": Wie Sophia Flörsch ihre Zukunft plant
Vorheriger Artikel

"Aero-Autos mehr mein Ding": Wie Sophia Flörsch ihre Zukunft plant

Nächster Artikel

DTM gibt Classic-Pläne bekannt: Gleich zwei neue Rennserien ab 2022

DTM gibt Classic-Pläne bekannt: Gleich zwei neue Rennserien ab 2022
Kommentare laden