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Grasser bestätigt Ex-DTM-Rennsieger als Ersatz: Paul-Rückkehr in 13 Tagen?

Überraschender Ersatzmann für Maximilian Paul bei Grasser auf dem Nürburgring, doch der verletzte Dresdner könnte bereits in weniger als zwei Wochen zurückkehren

Grasser bestätigt Ex-DTM-Rennsieger als Ersatz: Paul demnächst zurück?

Christian Engelhart wird auf dem Nürburgring Pauls Lamborghini pilotieren

Foto: ADAC Motorsport

Die Entscheidung ist gefallen: Christian Engelhart wird beim Grasser-Team beim kommenden DTM-Wochenende auf dem Nürburgring (alle Infos zu TV-Zeiten, Stream etc.) sein Comeback in der DTM feiern. Der 39-jährige Starnberger wird als Ersatzmann für den verletzten Maximilian Paul den Lamborghini Temerario mit der Startnummer 19 pilotieren, der nach dem Norisring-Horrorunfall in Oschersleben zunächst nicht eingesetzt werden konnte.

Doch das Grasser-Team hat ein neues Chassis gekauft, wodurch Mirko Bortolotti wieder einen Teamkollegen bekommt und Engelhart nach zwei Jahren in die DTM zurückkehrt. "Wir haben diese Wahl gemeinsam mit Lamborghini getroffen, und es freut mich sehr, dass Christian wieder bei uns im DTM-Cockpit zurück ist", sagt Teamchef Gottfried Grasser.

Die Entscheidung, die Ende vergangener Woche fiel, kommt durchaus überraschend, da Kandidaten wie Franck Perera und Patric Niederhauser deutlich mehr Erfahrung im neuen Temerario GT3 haben. Engelhart kennt das Auto allerdings ebenfalls von zahlreichen Testfahrten und eroberte 2023 in Oschersleben - im Toksport-WRT-Porsche - einen DTM-Sieg.

"Fühlt sich ein Stück weit wie ein Nachhausekommen an"

Und er feierte auch mit dem Grasser-Team bereits große Erfolge, darunter 2017 der Langstrecken-Titel in der Blancpain-GT-Serie (heute GT-World-Challenge Europe) und 2019 der Sieg bei den 24 Stunden von Daytona in der GTD-Klasse sowie Platz zwei im ADAC GT Masters, als er sich den Grasser-Lamborghini gemeinsam mit Bortolotti teilte, mit dem er sich gut versteht.

2024 ging er als Grasser-Stammpilot in die DTM-Saison, musste sich aber während der Saison wegen einer Knieverletzung operieren lassen und sein Cockpit aufgeben - jetzt kehrt der GT-Masters-Champion des Jahres 2021 nach bislang 17 DTM-Starts ausgerechnet wegen einer Beinverletzung eines Kollegen zurück.

Christian Engelhart

Engelhart wurde 2023 in Hockenheim im Grasser-Lamborghini Dritter

Foto: Christian Engelhart

"Ich freue mich riesig, wieder in der DTM an den Start zu gehen - gemeinsam mit GRT und Lamborghini. Ich verbinde mit diesem Team und dieser Marke viele erfolgreiche Karriere-Momente", sagt Engelhart, der dieses Jahr beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring und in der Nürburgring-Langstrecken-Serie für das Konrad-Team fuhr.

"Es fühlt sich ein Stück weit wie ein Nachhausekommen an. Gleichzeitig wünsche ich Max eine schnelle Genesung. Ich werde alles daransetzen, ihn gut zu vertreten und Lamborghini und das Grasser-Racing-Team am Nürburgring bestmöglich zu unterstützen." (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!)

Paul bereits in 13 Tagen wieder im Grasser-Lamborghini?

Es ist nicht auszuschließen, dass es sich um ein kurzes Comeback handelt. Denn laut Teamchef Grasser macht Maximilian Paul, der sich vor etwas mehr als einem Monat das linke Schien- und Wadenbein brach sowie einen Lendenwirbelbruch zuzog, bemerkenswerte Fortschritte und es ist nicht auszuschließen, dass er bereits beim Sachsenring-Wochenende (11. - 13. September) ein Renncomeback feiert.

"Max ist auf einem guten Genesungsverlauf, und ich glaube und hoffe, dass wir Max beim nächsten Test schon wieder im Auto sehen werden", kündigt Grasser an. Er spielt damit auf den offiziellen DTM-Test auf dem Sachsenring an, der am 23. August stattfindet.

Das würde bedeuten, dass Paul nur 50 Tage nach dem Unfall in Nürnberg in den Grasser-Lamborghini zurückkehrt, was in Anbetracht der schweren Verletzungen eine große Überraschung wäre.

Fährt Paul dieses Jahr noch vier DTM-Rennen?

"In dieser Situation ist ein Test sehr wichtig", erklärt Grasser. "Du siehst erst im Auto, wie es dir wirklich geht." Abgesehen davon sei es "auch für den Kopf sehr wichtig", rasch wieder ins Auto zurückzukehren, meint der Teamchef, der selbst erst kürzlich im ADAC GT Masters im Rennauto saß. Sollte der Test nach Wunsch laufen, ist sogar ein Renneinsatz auf dem Sachsenring denkbar.

Auch Grasser zeigt sich vom raschen Genesungsfortschritt seines Piloten beeindruckt. "Es ist unglaublich, wie er diesen Genesungsgang macht", sagt er. Ursprünglich war die Hoffnung, dass Paul beim Saisonfinale in Hockenheim in den Grasser-Lamborghini zurückkehren kann, doch die Fortschritte bei der Reha sind größer als erwartet.

Die größte Herausforderung ist, dass die Piloten beim Bremsen mit mehr als 100 Kilogramm Kraft auf das Pedal treten - und zwar mit dem linken Fuß, den sich Paul verletzt hat.

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