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"Größte Unbekannte": Welchen Einfluss hat neuer Pirelli-Regenreifen in DTM?

Kommt es auf dem Lausitzring zur Weltpremiere des neuen Pirelli-Regenreifens? Was sich ändert und wieso der Pneu vorerst nur in DTM und ADAC GT Masters kommt

"Größte Unbekannte": Welchen Einfluss hat neuer Pirelli-Regenreifen in DTM?

Kommt es beim kommenden DTM-Wochenende auf dem Lausitzring zur Weltpremiere des brandneuen Pirelli-Regenreifens? Pirelli setzt dieses Jahr in der DTM und im ADAC GT Masters erstmals den Cinturato WHB ein, der in anderen GT3-Serien erst 2025 zum Einsatz kommen soll.

Doch wie wird sich der neue Pneu auf die Rennen auswirken? Da es beim Auftakt in Oschersleben und auch bei den Tests in der Regel trocken war, ist das nach wie vor das große Fragezeichen. "Die größte Unbekannte sind eigentlich die neuen Regenreifen", meinte Abt-Sportdirektor Martin Tomczyk schon vor der Saison.

"Ich hab über den neuen Reifen bisher nur Positives gehört", sagt Schubert-BMW-Pilot Rene Rast im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Er soll angeblich schneller und langlebiger sein, also nicht so schnell abbauen."

Schmid nach Einsatz: "Auto fährt sich damit harmonischer"

 

Die Neuerung wird im Fahrerlager nicht nur bei Rast positiv aufgenommen, denn Pirellis bisheriger GT-Regenreifen war schwierig ins richtige Temperaturfenster zu bringen. Zudem spielten die Luftdrücke eine enorme Rolle, wie sich auch im Vorjahr beim einzigen DTM-Regenrennen auf dem Nürburgring zeigte, als Maximillian Paul sensationell siegte.

Einer, der den neuen Reifen als einer von wenigen bereits selbst gefahren ist, ist Dörr-McLaren-Pilot Clemens Schmid. Denn als er am 8. Mai auf dem Red-Bull-Ring einen seiner fünf limitierten DTM-Testtage absolvierte, war die Strecke nass und das neue Produkt kam zum Einsatz.

"Das Auto fährt sich damit wesentlich harmonischer als ich das mit dem alten Pirelli-Regenreifen gewohnt war", sagt der österreichische GT3-Routinier, der seine Aussage aber relativiert. "Mir fehlt der Vergleich, weil ich den McLaren nie auf dem alten Regenreifen gefahren bin. Außerdem ist der McLaren bei Regen generell sehr gut zu fahren."

Wie Pirelli den Regenreifen verbessert hat

Der Eindruck deckt sich aber mit dem, was man aus Pirelli-Kreisen hört: Während der alte Reifen vor allem bei niedrigen Temperaturen schwierig auf Temperatur zu bringen war, soll sich der das neue Modell im Umgang nicht mehr so stark von einem Slick unterscheiden.

Das ergibt Sinn, da die Boliden eigentlich für trockene Bedingungen abgestimmt werden. Der Reifen soll - wie auch Rast sagt - bessere Rundenzeiten zulassen und für starken Regen besser geeignet sein als das alte Modell.

Maximilian Paul

Der richtige Luftdruck war bei Pauls Regensieg im Vorjahr entscheidend

Foto: ADAC Motorsport

"Das Konzept ist etwas anders als beim Vorgänger", erklärt Pirellis Rennsportchef Matteo Braga im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Wir haben uns für ein Profil entschieden, das einem im Straßenverkehr zugelassenen Reifen ähnlicher ist. Die Steifigkeit, der Grip und die Wasserverdrängung sind höher, die Mischung ist weicher. Und er funktioniert in einem größeren Arbeitsfenster."

Warum die Weltpremiere in der DTM steigt

Dadurch sei der Reifen auch für Gentleman-Fahrer, die im GT3-Sport die üblichen Kunden sind, besser geeignet. Warum der italienische Pneu nun ausgerechnet in einer Rennserie, deren Kerngebiet Deutschland ist, seine Weltpremiere feiert? "Wir hatten ursprünglich geplant, den Reifen in der GT-World-Challenge einzuführen", gibt Braga zu. "Wir waren dann etwas früher fertig, waren aber noch nicht so weit, den Reifen weltweit einzuführen."

Daher habe man entschieden, "mit einer repräsentativen Rennserie anzufangen, die uns gutes Feedback bietet. Und die auch davon profitiert, denn wir kennen das Wetter in Deutschland", grinst der Italiener. Man darf gespannt sein, ob es schon in einer Woche auf dem Lausitzring zur Premiere kommt.

Mit Bildmaterial von Sven Haidinger/smg.

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