HRT enthüllt Ford Mustang GT3 für DTM 2026: Neuer Fahrer und Disco-Schnecke!
Welcher DTM-Rookie 2026 im HRT-Ford Fabio Scherer ersetzt, was es mit dem Schnecken-Design auf sich hat und was sich das Team vom Mustang-Evopaket erhofft
Comic-Schnecke auf dem Ford Mustang GT3 Evo: Das neue HRT-Design
Foto: Haupt Haupt
Früher als erwartet hat das Ford-Team HRT seine Fahrer und Fahrzeugdesigns für die DTM-Saison 2026 bekanntgegeben. Und es gibt eine Überraschung: Neben Ford-Werksfahrer Arjun Maini, der seit 2022 für das am Nürburgring ansässige Team an den Start geht, wird der hessische Youngster Finn Wiebelhaus im Ford Mustang GT3 mit dem neuen Evo-Paket sitzen und seine DTM-Premiere geben.
Dadurch steigt die Anzahl der präsentierte DTM-Boliden für die Saison 2026 auf 17 an (hier geht's zur Übersicht). Der 19-jährige Wiebelhaus, der 2025 neben dem ADAC-GT-Masters-Titel auch die Road-to-DTM-Wertung für sich entschied, kommt statt dem 26-jährigen Schweizer Fabio Scherer zum Zug, dem nach nur einem Jahr im HRT-Ford das DTM-Aus droht. Auch die Designs der beiden Boliden wurden enthüllt.
Während der HRT-Ford des Inders Maini mit der Startnummer 36 erneut im Ravenol-Design an den Start geht, das mit einem Metallic-Look versehen wurde, steht ausgerechnet eine Schnecke beim Design des Boliden von Wiebelhaus mit der Nummer 64 im Vordergrund.
Comic-Schnecke "Snaffi": Wer hinter dem Design steckt
Es handelt sich laut HRT um die Comic-Schnecke "Snaffi", die mit Helm und einem mit Flugzeugdüsen versehenen Schneckenhaus in Form einer Discokugel auf dem Auto zu sehen ist. Auch wenn sich die Optik im Vergleich zum German-Airways-Design aus dem Vorjahr deutlich geändert hat, steckt erneut die Kolibri360-Unternehmensgruppe dahinter, die mit mehreren Marken auf dem Auto vertreten ist.
Im zweiten DTM-Jahr wird der Ford Mustang GT3 mit dem neuen Evo-Paket versehen, das Verbesserungen in der Bremsphase und mehr Abtrieb und niedrigere Temperaturen an der Vorderachse bringen soll - und inzwischen auch von HRT getestet wurde. So möchte das langjährige Mercedes-AMG-Team, das seit 2025 Ford-Werksunterstützung genießt, endlich den ersten DTM-Podestplatz mit dem US-Boliden einfahren.
Maini zuversichtlich: "Ziel sind einige Siege und Podestplätze"
Zur Erinnerung: 2025 gelangen durch Maini zwei fünfte Plätze und ein dritter Startplatz auf dem Norisring. "Die letzte Saison war sehr lehrreich, aber wir haben gezeigt, wie sehr wir uns im Laufe des Jahres verbessern konnten", zeigt sich Maini durch den Aufwärtstrend im Vorjahr ermutigt.
Der 28-Jährige, der in seine sechste DTM-Saison geht und in 78 Rennen drei Podestplätze und eine Pole holte, erhofft sich auch durch das Evo-Paket einen großen Schritt: "Unser Ziel ist es, in diesem Jahr einige Siege und Podiumsplätze zu erzielen."
Teamchef Ulrich Fritz stellt zwar klar, dass man "bestens vorbereitet" in die neue DTM-Saison gehe und erklärt, dass die Zusammenarbeit mit Ford Racing "wirklich großartig" sei, bei seiner Zielvorgabe ist er aber etwas vorsichtiger als Maini. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam gute Ergebnisse in der DTM 2026 einfahren werden", sagt Fritz.
Wie das HRT-Team die Fahrerwahl erklärt
Was er von seinem neuen Fahrerduo hält? "Mit Arjun setzen wir auf Kontinuität. Er kennt die Herausforderungen der DTM und ist ein wichtiger Faktor in unserem Bestreben, den Ford Mustang GT3 Evo kontinuierlich weiterzuentwickeln und uns als Team zu verbessern."
Wiebelhaus, der im Vorjahr in seiner zweiten GT-Masters-Saison gemeinsam mit Salman Owega drei Siege holte und im HRT-Ford Meister wurde, besitzt laut Fritz "großes Potenzial und hat sich seinen Startplatz in der DTM durch hervorragende Leistungen verdient".

Finn Wiebelhaus holte 2025 den Titel im ADAC GT Masters
Foto: Gruppe C Photography
Wiebelhaus entschied 2025 auch die Road-to-DTM-Wertung des ADAC GT Masters für sich, weil er in den Qualifyings die besseren Ergebnisse einfuhr als Teampartner Owega. Dadurch spart sich das HRT-Team bei seinem Auto die Nenngebühr von 109.000 Euro (zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer).
Wiebelhaus als erster Road-to-DTM-Gewinner in der DTM
Der gebürtige Obertshausener ist damit der erste Gewinner des 2024 erstmals durchgeführten Road-to-DTM-Programms, der den Sprung in die DTM schafft, was auch für den ADAC ein wichtiges Signal ist. "Seit meiner Kindheit war es mein Traum, in der DTM zu fahren, und dass dieser Traum nun wahr wird, bedeutet mir mehr, als ich in Worte fassen kann", ist die Freude bei Wiebelhaus groß, der Ford und HRT für das Vertrauen "unglaublich dankbar" ist.
"Nach dem Gewinn des ADAC GT Masters und der Road-to-DTM-Wertung fühlt sich der Aufstieg wie eine Belohnung an - für Jahre der harten Arbeit mit vielen Entbehrungen und für meine Zuversicht", sagt er.
Positiv für Wiebelhaus: Der Youngster, der seit 2024 für HRT fährt und seit 2026 auch Teil des Nachwuchsprogramms von Ford ist, kommt nicht nur in der DTM, sondern auch in der Langstreckenserie der GT-World-Challenge Europe zum Einsatz. Dort sitzt er mit Maxime Oosten und Eduardo Coseteng ebenfalls im HRT-Ford und sammelt wichtige Kilometer, die auch in der DTM hilfreich sind.
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