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"Ich höre jetzt auf!": Thiim platzt nach Preining-Festspielen der Kragen

Großer Ärger bei Nicki Thiim: Er verliert nicht nur die DTM-Führung, sondern ortet einen Zusammenhang zwischen Preinings Rücktrittdrohung und der Porsche-Stärke

"Ich höre jetzt auf!": Thiim platzt nach Preining-Pole der Kragen, BoP geändert

Nicki Thiim reagiert mit Sarkasmus auf Thomas Preinings Aussagen

Foto: ADAC Motorsport

Nicki Thiim war nach Startplatz 18 in Oschersleben wütend: Der Comtoyou-Aston-Martin-Pilot, der beim Samstagsrennen (Rennbericht) als Zwölfter die DTM-Führung verloren hat, beschwerte sich darüber, dass die auf die Balance of Performance (BoP) abzielende Rücktrittsdrohung von Thomas Preining und die scharfe BoP-Kritik von Marco Wittmann nach dem Norisring offenbar Wirkung gezeigt haben.

"Gerade jetzt lasse ich den Frust raus, aber wir hatten Spaß, all die Artikel mit Mr. Wittmann und Preining zu lesen - wir hören auf und so weiter", schimpft Thiim bei ran.de. "Vielleicht soll ich das auch tun - aufhören. Dann kriege ich hier vielleicht auch 50 Kilo raus und mehr Power. Aber ja, tut mir leid - bin gerade frustriert."

Dass die BoP nach seinen zwei Siegen auf dem Norisring nun für ihn negativ ausfalle, finde er ungerecht. "Du wirst dafür bestraft, auf einer Strecke eine gute Leistung zu bringen, wo du einfach dicke Eier brauchst", verweist er auf den Stadtkurs in Nürnberg, der ihm besonders liegt.

"Ich habe keine Lust mehr - dann kriege ich mehr Dampf!"

"Das ist nicht mein Problem, dass die Jungs da nicht irgendwie rumkommen können und man daraus einen Schluss zieht und uns komplett einbremst. Ja, jetzt bin natürlich ich der Leidtragende. Jetzt stehe ich hier und sage, ich höre jetzt auf", greift er nun ebenfalls - allerdings sarkastisch - zur Rücktrittsdrohung.

"Ich habe keine Lust mehr. Dann kriege ich mehr Dampf an die Kette und so weiter", sieht er einen Zusammenhang zwischen Preinings Rücktrittsdrohung im Gespräch mit Motorsport-Total.com nach dem Samstagsrennen auf dem Norisring und der Einstufung für Oschersleben.

Obwohl die Einstufung des Aston Martin nach Platz 18 beim Samstags-Qualifying mit 0,803 Sekunden Rückstand auf Preining geringfügig verbessert wurde, kam Thiim auch im Rennen nicht wirklich nach vorne, weshalb der Halbzeit-Meister in der Gesamtwertung auf Platz zwei hinter Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel zurückfiel.

"Leck mich am ...": Thiim fühlte sich auch im Rennen benachteiligt

Nach dem Start von Platz 18 war Thiim zwar bereits 15, steckte dann aber hinter Emil-Frey-Ferrari-Pilot Matteo Cairoli fest. Das Duo wurde durch die Ausfälle noch auf die Plätze elf und zwölf nach vorne gespült.

"Gute Plätze am Anfang geholt, aber leck mich am ... - war das ein hartes Rennen", sagt Thiim nach der Zielflagge bei ran.de. "Ich war auch der Dicke in der Klasse, heute mit den 20 Kilo. Und ein Auto, das schon sehr benachteiligt ist gegenüber den anderen", wiederholte er seine Unzufriedenheit mit der BoP.

"Ein paar Punkte sind das Maximum, was wir mitnehmen konnten. Von der Pace ging heute absolut gar nichts. Jetzt sitzen wir zusammen im Kreis, singen ein paar Lieder und arbeiten für morgen", setzt Thiim auf Galgenhumor.

Warum der Aston Martin im Rennen noch schwerer war

Thiims Bolide war im Rennen trotz einer BoP-Änderung sogar um 15 Kilogramm schwerer als im Qualifying. Das liegt daran, dass das Comtoyou-Team durch die Änderung zwar fünf Kilogramm Ballast aus der Gewichtskiste im Cockpit herausnehmen durfte, dafür aber im Rennen 20 Kilogramm einladen musste. Dabei handelt es sich um den Erfolgsballast für Thiims Sieg am Sonntag auf dem Norisring.

Dafür wurde der Ladedruck des Turbomotors etwas erhöht - und zwar fast über das gesamte Drehzahlband. Im niedrigen Drehzahlbereich durfte um 0,02 bar aufgedreht werden, im höheren Bereich um 0,03 bar, was sich positiv auf die Motorleistung auswirkt.

Der Aston Martin war nicht das einzige Fahrzeug, das von der Anpassung profitierte: Auch beim BMW M4 GT3 Evo wurde der Ladedruck erhöht - und zwar abgesehen vom ganz hohen Bereich über das gesamte Drehzahlband um 0,05 bar. Beim Ferrari, dessen Einstufung das Emil-Frey-Team bereits vor dem Wochenende kritisiert hatte, gab es hingegen keine Änderung.

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