Kurioser Start: Wieso Schumacher und Maini in deutscher Kartserie antreten
Ungewöhnlicher Einsatz für zwei DTM-Gesichter: Arjun Maini und David Schumacher kehren in den Kartsport zurück und stellen sich der deutschen Konkurrenz
Die Ford-Werkspiloten fordern die Talente der deutschen Kart-Meisterschaft heraus
Foto: ADAC Motorsport
DTM-Fahrer Arjun Maini, der zuletzt auf dem Norisring seinen ersten Podestplatz im Ford Mustang GT3 einfuhr, und HRT-Kollege David Schumacher legen an diesem Wochenende einen ungewöhnlichen Gastauftritt hin: Die beiden Ford-Werksfahrer treten vom 17. bis 19. Juli bei der Deutschen Kart-Meisterschaft (DKM) in Ampfing in der OK-N-Kategorie an.
"Es ist schon lange her, dass ich zuletzt Kart gefahren bin", sagt Maini. "Entsprechend groß ist die Vorfreude. Aber natürlich wird auch mein Ehrgeiz geweckt und ich möchte ein gutes Ergebnis einfahren", stellt der 28-jährige Inder klar, der sich seit dem Einstieg im Jahr 2021 in der DTM etabliert hat und seit 2025 im Ford Mustang GT3 des HRT-Teams sitzt.
Schumacher kennt den Kartsport ebenfalls aus eigener Erfahrung: Der heute als ProSieben-Experte bekannte 24-Jährige wurde 2017 Vizemeister der Deutschen Kart-Meisterschaft und fuhr 2022 und 2023 im Winward-Mercedes selbst in der DTM.
Schumacher: "Für Arjun und mich steht Spaß im Vordergrund"
Seit 2024 startet der Sohn von Ralf Schumacher für das HRT-Team und konzentriert sich aktuell auf die Einsätze auf den Nürburgring-Nordschleife. "Wir gehen an den Start, um den Kartsport zu unterstützen und ihm mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen", erklärt Schumacher, der seit 2017 kein Kartrennen mehr gefahren ist, das Comeback.
"Für Arjun und mich steht vor allem der Spaß im Vordergrund. Wir wollen schöne Rennen fahren und das Wochenende genießen", sagt er. Hinter dem Kartsport-Abstecher der beiden HRT-Piloten steht die neue Partnerschaft zwischen dem DTM-Team HRT und dem Arena-E Sachsenring-Junior-Team, das im ADAC-Kart-Masters an den Start geht.
Neue Partnerschaft zwischen HRT und Kart-Team
HRT bringt dabei seine Erfahrung aus dem internationalen GT-Sport und der DTM ein, während das Kart-Team seine Kartsport-Infrastruktur im sächsischen Mülsen zur Verfügung stellt. So will man Talenten den Sprung in den Automobilsport ermöglichen.
Eine besondere Verbindung gibt es dabei zur Nachwuchsplattform "Road to DTM" des ADAC: Das Förderprogramm ist seit dieser Saison vollständig in der OK-N-Kategorie der Deutschen Kart-Meisterschaft verankert. Maini und Schumacher treten damit genau in jener Klasse an, in der die ADAC-Nachwuchsförderung im Kartsport ansetzt.
Schumacher und Maini kennen den Weg vom Kart in den professionellen Motorsport und wollen ihre Erfahrungen beim DKM-Wochenende in Ampfing mit den Nachwuchsfahrern teilen. Dabei sollen sie Einblicke in den Alltag eines Profirennfahrers geben.
HRT-Sensationsmann kam über "Road to DTM" nach oben
Die "Road to DTM" bildet seit 2026 einen durchgängigen Karriereweg vom Kartsport bis in die DTM. Der Meister der OK-N-Kategorie erhält dabei die Übernahme der Startgebühr für den BMW-M2-Cup oder die ADAC GT4 Germany in der darauffolgenden Saison.
Von dort führt der Förderweg über das ADAC GT Masters bis in die DTM.
Wie dieser Weg funktionieren kann, zeigt Mainis DTM-Teamkollege Finn Wiebelhaus, der auf dem Lausitzring den ersten HRT-Podestplatz mit dem Ford Mustang GT3 Evo einfuhr und auf dem Norisring erneut auf dem Podest stand.
Der Obertshausener schaffte den Aufstieg über das ADAC Kart Masters und die Deutsche Kart-Meisterschaft, bevor er über das ADAC-Formel-4-Junior-Team ins ADAC GT Masters wechselte. Dort gewann der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport 2025 den Titel sowie die "Road to DTM"-Wertung und debütierte 2026 in der DTM.
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