Lamborghini-Offensive in DTM: Warum Bortolottis T3-Gaststart so wichtig war

Welche Rolle der erfolgreiche T3-Gaststart von Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti für das DTM-Engagement von Grasser und Lamborghini spielte

Lamborghini-Offensive in DTM: Warum Bortolottis T3-Gaststart so wichtig war

Während das T3-Motorsport-Team 2021 in der DTM als Lamborghini-Pionier fungierte, baut die Audi-Tochter 2022 mit der Unterstützung von gleich vier Grasser-Lamborghinis das Engagement in der Serie deutlich aus. Eine nicht unwesentliche Rolle spielte dabei laut Teamchef Gottfried Grasser der T3-Gaststart von Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti in Assen.

"Das war wichtig, denn wenn man einmal so ein Kaliber wie Mirko ins Auto setzt, dann weiß man, wo man tatsächlich steht", erklärt Teamchef Gottfried Grasser im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Und der in Wien lebende Italiener schlug sich hervorragend und fuhr im dritten T3-Lamborghini einen dritten Startplatz und einen zweiten Platz im Samstagsrennen ein.

"War ein Reinschnuppern, damit man vorausplanen kann"

Der Gaststart des 31-Jährigen, der bereits Formel-1-Testerfahrung hat und den Huracan GT3 Evo so gut wie kaum ein anderer kennt, hätte ursprünglich vom Grasser-Team selbst in Spielberg durchgeführt werden sollen, doch dann sagte ein Sponsor kurzfristig ab. Und ein Assen-Einsatz scheiterte später daran, dass man sich im ADAC GT Masters mitten im Titelkampf befand.

Daher kam die in der DTM startende T3-Truppe zum Zug, die beim dritten Auto intensiv von Lamborghini unterstützt worden sei. "Das war ein Reinschnuppern, damit man einschätzen kann, wo man Vorteile oder Nachteile hat - und das alles vorausplanen kann", stellt Grasser klar.

"Und es war super, dass das gemacht wurde, denn so konnte man eruieren, wie das mit der Balance of Performance läuft, wie die Bedingungen sind und wie die Rennen ablaufen", sagt der Österreicher.

"Mirkos Zeiten haben gezeigt, dass die BoP passt"

Und nach dem Einsatz Bortolottis, der im Gegensatz zum GT3-unerfahrenen Duo Esteban Muth und Esmee Hawkey eine feste Größe ist, zeigte man mit dem Daumen nach oben. "Seine großartigen Zeiten haben gezeigt, dass eben die Rahmenbedingungen wie die erwähnte BoP passen", so Grasser. "Wenn so ein exzellenter Fahrer kommt, dann kann er auch weit vorne mitfahren."

Der AVL, die in der DTM dieses Jahr erstmals für eine Balance of Performance (BoP) verantwortlich zeichnet, erhält von Grasser ein Kompliment. "Sie machen das unabhängig und gehen einen eigenen Weg, was am Anfang im GT3-Sport wahrscheinlich ein bisschen schräg angeschaut wurde, aber unterm Strich hat sich das als sehr gut herausgestellt", sagt er.

"Das zeigen die Zeitabstände zwischen den Marken. Und das zeigt sich auch, wenn einmal ein Fahrer im Auto sitzt, der alles herausholt. Auch deswegen war dieser Einsatz sehr wichtig."

Mit Bildmaterial von Gruppe C.

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