Land-Team startet Porsche-Ära: So lief erster Test für DTM-Saison in Barcelona
Testpremiere für das Land-Team nach dem Markenwechsel zu Porsche: Wie es in Barcelona lief und wieso ausgerechnet DTM-Rookie Bastian Buus eine große Hilfe war
Feuertaufe geglückt: Christian Land und Pilot Bastian Buus mit dem neuen Porsche
Foto: Land-Motorsport Land-Motorsport
Das Land-Team hat mit den Vorbereitungen für die DTM-Saison 2026 begonnen: Die Westerwälder, die dieses Jahr von Audi auf Porsche umsteigen und den Einsatz von einem Boliden bestätigt haben, gingen am Montag und am Dienstag in Barcelona mit DTM-Youngster Bastian Buus am Steuer erstmals mit dem neuen Porsche 911 GT3 R Evo auf die Strecke.
Dies geschah bei perfekten Bedingungen, denn an beiden Tagen lagen die Temperaturen zwischen zehn und 20 Grad - bei strahlendem Sonnenschein. "Das war ein wichtiger Test für uns, da wir zum ersten Mal in dieser Kombination auf der Rennstrecke unterwegs waren", offenbart Teamchef Christian Land.
Die Land-Truppe steht dieses Jahr in der DTM vor einer enormen Herausforderung, denn die Porsche-Messlatte ist niemand geringer als das Topteam Manthey, das 2025 Meister wurde. Dieser Konkurrenz hätte sich in den vergangenen zwei Jahren nur das Allied-Team gestellt - wäre das Projekt zustande gekommen.
"Ist ein neues Auto für uns": Wie Land beim Test vorging
Wie Land bei der Feuertaufe mit dem neuen Porsche vorging? Zunächst absolvierte das Team mit dem jungfräulichen Auto, das mit roten Streifen, dem Teamnamen und der Startnummer 29 beklebt wurde, einen umfassenden Funktionscheck, der mit einem Roll-Out vergleichbar ist. Danach begann das Team, das Testprogramm abzuarbeiten: Der Fokus lag auf unterschiedlichen Set-up-Varianten, etwa hinsichtlich Aerodynamik oder Bremsen.
Auf die neuen exklusiven DTM-Reifen von Pirelli konnte man noch nicht zurückgreifen, da diese noch nicht verfügbar sind. Stattdessen kam der bisher genutzte Reifen der Italiener zum Einsatz.
"Es ist ein neues Auto für uns. Das heißt, dass wir unsere Prozesse auf das neue Auto anpassen müssen", erklärt Teamchef Land. "Der Barcelona-Test war hierfür sehr wichtig. Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Test sehr produktiv war, da wir sehr viele Daten sammeln konnten", freut er sich auch über die vielen Testkilometer.
Und auch die Zusammenarbeit mit DTM- und Team-Rookie Buus läuft offenbar bereits gut: Der 22-jährige Ex-Porsche-Supercup-Champion hat sich beim Test laut eigenen Angaben "auf Anhieb wohlgefühlt".
"Große Stärke von ihm": Wie DTM-Neuling Buus dem Team hilft
Der Vorteil: Der 911 GT3 R bedeutet für Buus anders als für das Team kein Neuland. Sogar das Evo-Paket kennt er bereits. "Er ist ein bisschen anders, aber der Unterschied ist nicht groß", vergleicht Buus das bisherige Paket mit dem Update.
Das kommt auch dem Team zugute. "Durch seine Porsche-Erfahrung brachte Bastian sehr wichtige Erfahrungswerte mit, was das Auto und das Set-up angeht", sagt Land. "Er kennt das Auto sehr gut und ist damit schon Rennen gefahren - zuletzt in Bathurst. Im Austausch mit Ingenieuren war das auf jeden Fall ein enormer Vorteil."
Abgesehen davon sei Buus "sehr stark bei der Abstimmungsarbeit, weil er seine Aussagen auf den Punkt bringt", gibt es Lob vom Teamchef. "Das ist eine große Stärke von ihm."
"Noch viel Arbeit": Intensives Programm für Land-Team
Das ist vor allem in der aktuellen Lage kein Nachteil, denn das Land-Team hat nur wenig Zeit, um das neue Fahrzeug zu verstehen: Wenn nicht noch eine große Überraschung gelingt und das Team einen zweites Porsche an den Start bringt, ist man auf die Daten von einem Fahrzeug angewiesen.
In bereits zwei Monaten beginnt die neue Saison. Bis zum Auftakt darf aller Voraussicht nach auf Nicht-DTM-Strecken getestet werden, danach droht erneut eine restriktive Testbeschränkung. Zudem steht bei den Tests ab Ende März der neue exklusive DTM-Reifen im Vordergrund, den bisher noch niemand kennt.
"Ich denke, jeder kann sich vorstellen, dass so ein Markenwechsel viele Aufgaben und Herausforderungen mit sich bringt. Auch wenn uns noch viel Arbeit bevorsteht, bin ich sehr zufrieden mit unseren Vorbereitungen", zieht Land nach dem Barcelona-Test dennoch eine positive Zwischenbilanz.
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