Lawsons Erstkontakt mit Helmut Marko: "Um fünf Uhr morgens angerufen"

Wieso Liam Lawson seinen ersten Kontakt mit Red Bulls Nachwuchschef nie vergessen wird und es nicht das einzige Mal war, dass das Telefon frühmorgens klingt

Lawsons Erstkontakt mit Helmut Marko: "Um fünf Uhr morgens angerufen"

Diese Woche ging für DTM-Vizemeister Liam Lawson ein Traum in Erfüllung: Die Red-Bull-Hoffnung, die 2019 von Helmut Marko entdeckt wurde, durfte beim Young-Driver-Test in Abu Dhabi mit dem AlphaTauri-Boliden erstmals in seiner Karriere ein aktuelles Formel-1-Auto fahren.

Doch nicht nur seinen ersten Formel-1-Test, sondern auch den ersten Kontakt mit dem Red-Bull-Nachwuchsverantwortlichen Anfang 2019 wird der 19-Jährige vermutlich nie vergessen. "Ich erinnere mich noch an den Anruf. Es war wohl fünf Uhr morgens", erzählt Lawson, der damals noch in Neuseeland lebte, im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Ich lag im Bett und war dazu noch bei meiner Freundin. Ich wusste nicht, wer am anderen Ende der Leitung war. Ich habe mir gedacht: 'Kümmere dich nicht, ist schon okay. Wahrscheinlich niemand wichtiges.' Und ich erinnere mich daran, dass sie wach wurde, nachschaute und gesagt hat: 'Helmut Marko'."

Während es in Mitteleuropa damals 17 Uhr war, war beim frischgebackenen Red-Bull-Piloten an Weiterschlafen nicht mehr zu denken. "Ich habe mich so schnell es ging munter gemacht und dann sofort zurückgerufen", erzählt Lawson. "Da hat er mich dann gefragt, ob ich in dem Jahr Formel 3 fahren möchte. Ich habe 'Ja' gesagt."

Zum erstes direkten Treffen mit Marko kam es dann beim ersten Rennwochenende der FIA-Formel-3-Meisterschaft im Mai 2019 im Rahmen der Formel 1 in der Energy-Station von Red Bull - bei Tageslicht.

Morgendliche Anrufe sind bei Marko angeblich keine Seltenheit: Der 78-jährige Österreicher, der Superstars wie Sebastian Vettel oder Max Verstappen entdeckte, gilt als Frühaufsteher - und schon Christian Klien erzählte zu Red-Bull-Zeiten, dass ihn Marko manchmal frühmorgens anrief und nach konkreten Telemetriedaten und Rundenzeiten fragte.

Ob das auch Lawson, der inzwischen in Milton Keynes lebt, kenne? "Eines Morgens, als ich zurück in Großbritannien war, war es vier Uhr, was in Mitteleuropa fünf Uhr morgens ist", grinst Lawson. "Ich weiß ja nicht, was Helmut um diese Zeit normalerweise so macht, aber er hat mich angerufen. Manchmal mag er es, dich mal für ein oder zwei Monate alleinzulassen und dich dann wieder öfter anzurufen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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